Krankenversicherung

05. Februar 2019 21:47; Akt: 05.02.2019 21:47 Print

Das könnte das Ende lästiger Werbeanrufe sein

Krankenkassen geben Hunderte Millionen Franken für die Anwerbung neuer Kunden aus. Das soll nun auf Bundesebene reguliert werden.

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Jetzt ist die Saison des Wechsels der Krankenkasse definitiv vorbei. Während dieser Zeit geben Krankenkassen jeweils Hunderte Millionen Franken für die Provisionen externer Makler aus, die neue Kunden anwerben sollen. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, gibt es aber nur für die Vermittlung der Grundversicherung offizielle Zahlen. Im Jahr 2017 waren dies 43,3 Millionen Franken.

Das sind 37 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Darüber, wie viel Geld für Makler der freiwilligen Zusatzversicherungen ausgegeben wird, ist nicht viel bekannt. Schätzungen gehen allerdings von mehr als 400 Millionen Franken an Provisionen aus.

Bis 500'000 Franken Busse

Dem soll nun ein Ende gesetzt werden. Die Verbände Santésuisse und Curafutura sowie die Krankenversicherer befürworten eine Deckelung der Provisionen in der Grundversicherung. Auch sollen lästige und unerwünschte Telefonanrufe verboten werden. Dies geht aus einer Motion, die der Ständerat verabschiedet hat, hervor.

Eine entsprechende Branchenvereinbarung, der jedoch nicht alle Versicherungen zugestimmt haben, existiert bereits. Diese soll künftig aber für alle gelten. Darüber soll die Gesundheitskommission des Nationalrats Mitte Februar diskutieren. Ziel ist es, die Provisionen auf deutlich weniger als 100 Franken pro neuen Kunden zu bringen. Zuvor waren bis zu 250 Franken pro Kunde ausgegeben worden. Dies soll allerdings nur für die Grundversicherung gelten. Für die Zusatzversicherungen soll der Wettbewerb unter den Krankenkassen greifen. Doch auch das muss der Nationalrat erst noch festlegen.

Für den Ständerat ist aber klar, dass zumindest ein Verbot für unerwünschte Werbeanrufe gelten soll. Diese sollen nicht mehr ungestraft bleiben. Verstösse gegen die neuen Regelungen sollen mit bis zu 100'000 Franken bei der Grundversicherung und 500'000 Franken bei den Zusatzversicherungen geahndet werden.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco C. am 05.02.2019 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wau beeindruckend...

    Die machen keine halben sachen... Dumm nur, dass man mit einer Einheitskasse alles gelöst hätte.

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  • Kismokus am 05.02.2019 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung für Krankenkassen verbieten

    Es sollte den Krankenkassen grundsätzlich verboten werden, Werbung zu machen. In einem Land, in dem die Grundversicherung obligatorisch ist, ist die Werbung dafür fast schon eine Farce. Und wer jährlich die Krankenkasse wechselt, um Geld zu sparen, informiert sich sowieso selbst, unabhängig von der Werbung.

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  • Pitzi am 05.02.2019 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werbung

    Es sollten jegliche Werbeanrufe verboten werden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ela am 06.02.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KK

    Die geschätzten 400 millionen Franken Provision, sollten 1:1 dem Bürger zu Gute kommen, damit wir weniger KK- Prämien zahlen müssen! Oder ist dies ev sogar der Grund der jährlich ansteigenden Kosten?!?!?

  • Gaba am 06.02.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht fürs Volk

    Dank hohen Prämien können sich Krankenkasse Werbung hörende Löhne leisten! Und wir sind dazu verpflichtet das zu finanzieren. Und zum dank werden wir noch belästigt. Dank der KK-Lobby in unseren tollen Regierung wird das Folk wiedermal im Stich gelassen.

  • harryN am 06.02.2019 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Honorare

    das Honorar der Versicherungsvertreter nicht vergessen.

  • JayBee am 06.02.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Teure Prämien

    Hunderte Millionen Franken für Werbung! Achso... jetzt ist auch klar warum die Prämien steigen.

  • Strandliebhaber am 06.02.2019 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KK Hinterfrager

    Wird Zeit, diese lästigen Anrufe zu verbieten. Dazu gleich noch die Prämien markant senken: Geld ist ja genug eingespart..., oder??