Jugendkriminallität

21. März 2011 20:50; Akt: 21.03.2011 21:11 Print

Weniger Gewalt – doch Experte warnt

Die Jugendlichen in der Schweiz waren 2010 deutlich weniger kriminell als im Vorjahr. Experten sprechen von einem Turnaround: Gewalttätige Jugendliche würden stärker geächtet.

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Letztes Jahr registrierte die Polizei schweizweit weniger Straftaten. Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Minderjährigen: Mit dem Strafgesetzbuch kamen 13 376 Jugendliche in Konflikt, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Delikten gegen Leib und Leben, etwa Tötungsdelikten und Körperverletzungen, registrierten die Polizeien 2988 Fälle, 330 weniger als 2009. Auch wurden weniger Jugendliche des Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz (-3 Prozent) beschuldigt. Und: Im Schnitt beteiligten sich straffällige Jugendlicher an weniger Straftaten.

Experten sehen viele Gründe für diese erfreuliche Entwicklung: «Das ist ein Trend, den wir seit einiger Zeit beobachten. In Befragungen verurteilen Jugendliche Gewalt schärfer als früher – hier hat ein Gesinnungswandel stattgefunden», sagt Kriminologe Manuel Eisner. Er glaubt, dass die Präventionsarbeit allmählich fruchtet. Zudem entfalte die Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch die vielen Medienberichte eine abschreckende ­Wirkung. Heinz Buttauer
vom Polizeibeamtenverband streicht weniger den Fall München als die repressiven Massnahmen heraus: «Die Polizeibehörden haben die Schraube angezogen.

Täter können nicht mehr sicher sein, immer anonym zu bleiben, seit die Polizei Bilder und Videos von ihnen veröffentlichen kann.» Buttauer hebt aber den Warnfinger: «Eine solche Statistik ist nur eine Momentaufnahme. Wir dürfen uns jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen.»

(daw/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claude am 22.03.2011 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ausländerkriminalität

    Ich habe heute Morgen die 20 Minuten Zeitung gelesen und da war eine Übersicht von der ganzen Schweiz. Zufälligerweise geschehen die meisten Straftaten in Gegenden mit vielen Ausländern bzw. einer Rot/Grünen Regierung. (Bsp. Kanton Genf) Die Kantone Uri, Schwyz Nidwalden etc. haben komischerweise fast keine Straftaten! Sehr seltsam...

    einklappen einklappen
  • Peschä am 21.03.2011 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nachlassen

    Auch, wenn es weniger wurde, darf man jetzt nicht locker lassen. Gewalt ist keine Bagatelle sondern verursacht grosses Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen, sowie hohe Kosten für die Allgemeinheit (Medizin, Justiz,...).

  • Karli Egger am 22.03.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Verurteilungen gibt es sicher.

    Aber nicht weniger Gewalt. Und die Gewalt hat neue Qualitäten von 13 jährigen Messerstechern bis zu Typen die Leuten aus Langeweile auf den Kopfspringen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude am 22.03.2011 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ausländerkriminalität

    Ich habe heute Morgen die 20 Minuten Zeitung gelesen und da war eine Übersicht von der ganzen Schweiz. Zufälligerweise geschehen die meisten Straftaten in Gegenden mit vielen Ausländern bzw. einer Rot/Grünen Regierung. (Bsp. Kanton Genf) Die Kantone Uri, Schwyz Nidwalden etc. haben komischerweise fast keine Straftaten! Sehr seltsam...

    • Papierlischweizer am 23.03.2011 09:54 Report Diesen Beitrag melden

      Gar nicht seltsam

      Wenn man 1 und 1 zusammenzählen kann, fällt einem eventuell ein kausaler Zusammenhang der Ausländeranteile in städtischen Agglomerationen und der wirtschaftlichen Leistung dieser Gebiete auf. Hat leider nichts mit Parteipolitik zu tun, sondern vielmehr mit der Einwohnerzahl der städtischen Gebiete.

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  • Karli Egger am 22.03.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Verurteilungen gibt es sicher.

    Aber nicht weniger Gewalt. Und die Gewalt hat neue Qualitäten von 13 jährigen Messerstechern bis zu Typen die Leuten aus Langeweile auf den Kopfspringen.

  • Felix Zürcher am 22.03.2011 06:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dekandenz der Gesellschaft

    es geht auch nicht an dass Kriminelle unerkannt und ungestraft bleieben. Jede Gesellschaft versucht jene, die ihr schaden, an ihrem tun zu hindern. Die Art der Gesellschaft ist babei unerheblich. Und wird das Potenziel des 'SChadens' gross genug werden entsprechend Massnhamne ergriffen - bis diese nichtmehr oder nur noch vereinzelt vorkommen - und sich an einer andern Stelle der Geselschaft neue 'Schädlinge' manifestieren. OB das jetzt jungedliche Gewalttäter und morgen arrogante Industrielle sind ist im Grundsatz egal.

  • Peschä am 21.03.2011 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nachlassen

    Auch, wenn es weniger wurde, darf man jetzt nicht locker lassen. Gewalt ist keine Bagatelle sondern verursacht grosses Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen, sowie hohe Kosten für die Allgemeinheit (Medizin, Justiz,...).