Muslimische Prediger

04. Dezember 2009 16:43; Akt: 04.12.2009 16:43 Print

Wer ist für eine Imam-Ausbildung zuständig?

von Lukas Mäder - Imame sollen in der Schweiz ausgebildet werden. Das wünschen sich muslimische Gemeinden und einige Politiker. Doch die Zuständigkeit ist unklar. Die Universitätskonferenz will sich des Themas nicht annehmen.

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Die Minarett-Abstimmung verleiht dem Thema neue Aktualität: Die Imame, islamische Vorbeter, sollen ihre Ausbildung in der Schweiz erhalten, um so die Integration der Muslime zu stärken. Dieser Meinung ist der Genfer FDP-Nationalrat Hugues Hiltpold, der mit Eingaben und Briefen für sein Anliegen kämpft. Doch bisher will sich noch keine politische Instanz des Themas annehmen. Am gestrigen Donnerstag hat sich die Universitätskonferenz SUK für nicht zuständig erklärt, wie deren Präsidentin, die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli, gegenüber 20 Minuten Online sagt. «Wir können als kantonale Bildungsdirektoren religiösen Gemeinschaften ohne öffentlich-rechtliche Anerkennung keine Vorschriften zur Ausbildung ihrer Prediger und Seelsorger machen», sagt sie. Die SUK habe keine Befugnis, den Universitäten den Aufbau von bestimmten Studienangeboten zu verordnen. Diesen Entscheid hat die SUK laut Aeppli einstimmig gefällt.

Universitäten ist Ausbildung freigestellt

Trotz des negativen Entscheides kann sich Regine Aeppli eine Imam-Ausbildung in der Schweiz vorstellen. «Wenn es eine Nachfrage nach einem solchen Studienangebot gibt, und eine Universität über die notwendige akademische Kompetenz verfügt, steht es ihr frei, einen solchen Lehrgang auf die Beine zu stellen», sagt die Zürcher Bildungsdirektorin. Diese Autonomie gilt aber auch beim Geld. «Die Universitäten bekommen einen Globalbeitrag für Lehre und Forschung und nicht Beiträge für einzelne Studiengänge», sagt Aeppli zu einer möglichen Unterstützung der Imam-Ausbildung durch den Kanton.

Noch unklar ist, wo ein möglicher Imam-Lehrgang anzusiedeln wäre, da es in der Schweiz noch keine entsprechende Tradition gebe. «An den Theologischen Fakultäten der Schweizer Universitäten ging es bisher vor allem um die Ausbildung von Pfarrern und Priestern, in Zürich mehrheitlich protestantischen, in Freiburg und Luzern von katholischen», sagt Aeppli. Die Auseinandersetzung mit dem Islam findet derzeit laut Aeppli vor allem im religionswissenschaftlichen Bereich statt, also beispielsweise am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich. Vor diesem Hintergrund schliesst sie darum nicht aus, dass die Schweizer Universitäten einen Studiengang zur Ausbildung von Imamen aufbauen können, der auch internationale Anerkennung findet.

Hochschul-Rektoren beraten über Angelegenheit

Die Universitätskonferenz war vom Bund in der Sache Imam-Ausbildung angegangen worden, nachdem der Bundesrat dies in seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrat Hiltpold zugesichert hatte (20 Minuten Online berichtete). Mit dem gestrigen Entscheid ist die Sache aber bereits erledigt für die SUK. Mit dem Thema Imam-Ausbildung sollen sich nun die Rektoren der Schweizer Hochschulen beschäftigen. Der Bund wird an die Rektorenkonferenz CRUS gelangen. Diese habe ihr Interesse signalisiert, sagt Martin Fischer, Kommunikationschef des zuständigen Staatssekretariats für Bildung und Forschung. «Es muss nun darum gehen, auf der akademischen Ebene der Hochschulen die verschiedenen offenen Fragen zu diskutieren, insbesondere auch in engem Kontakt mit der muslimischen Gemeinde.» Der CRUS-Präsident Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel, hat vom Thema erfahren, will sich aber noch nicht dazu äussern.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Ausländer am 04.12.2009 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    analog Pfarrer/Priester werden

    wir Ausländer dürfen in der Schweiz Pfarrer/Priester werden, die Ausbildung ist ebenso in Schweizer Landen, warum soll dann dem muslimische Volk in der Schweiz nicht auch die Ausbildung zum Imam gewährt werden? Liebe Schweizer, wie war das nochmals mit Birnen & Äpfel?

  • kelevra am 04.12.2009 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    NEIN

    Wie bitte? Bezahlen die in ihrem Land eine Ausbildung als Pfarrer? Schon komisch... können die nicht mal ihre eigenen Glaubensbücher lesen ;)

  • Dada am 04.12.2009 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Doch doch, schafft Lehrstühle und sub-

    ventioniert sie mit Steuergeldern. Wir sind doch nicht rassistisch und Geld haben wir wie Heu.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Religion und Wissenschaft am 01.02.2010 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Imam - Ausbildung

    Wer wird wohl Asbildner sein? Wieder jemand, der antike, längst überholte und realitätsferne Ansichten hat. Die Araber etwa, leiten ihre Herkunft von Abrahams Erstgeborenem Ismael ab. NUR - yener hebräische Hirtengott, auf den sich die Muslime (und Christe) berufen, hat Ismael (und dessen Nachkommen) verworfen und liebte in weiterer Folge NUR die 12 Söhne Jakobs (12 Stämme Israels) Dieser Gott verachtete die Nachkommen des Abtraham-Schwagers Lot ebenso, wie die des Ismael. Es ist ein grosser Irrtum, zu behaupten, der vorislamische Mond- und Kriegsgott Allah wäre gleich mit jenem Hebräergott

  • Muslima am 09.12.2009 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Rasismuss

    Was ist mit der Schweiz los !!! Es kommt mir vor als wären wir Jahre zurückgeschossen in Hitler Zeiten. habt ihr nichts dazu gelernt ??? Die Schweiz war zwar arm hatte aber keinen Krieg wo es keine Gewinner gibt.Darum wissen sie gar nicht was sie tun !!!

  • Urs Hauser am 05.12.2009 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird keine Rolle spielen

    denn so wie die Verlierer der Minarett-initiative stürmen ,machen sie viele stinksauer!Wenn Moslems mehr Rechte haben,als das Schweizer Stimmvolk,dann muss der Iman nur noch fähig sein zu erklären ,wie man zum Flughafen kommt.Und erst dann dürfen die Linken jammern ,das eine Mehrheit Rassiten sin!

  • Sandra Neuenschwnder am 05.12.2009 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Für was?

    Ja haben wir gesagt,wieso braucht es noch diese Imane?Es gibt keine Türme wo sie runter schreien können.

  • Fred Glauser am 05.12.2009 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Warum wer?

    Da sie in einer eigenen Welt leben wollen,ist es doch klar das sie die Kosten selber übernehmen müssen.Es wäre sicher besser als für die Taliban zu sammeln.