Generation Zombie

04. Oktober 2014 22:17; Akt: 04.10.2014 22:17 Print

Wetten, dass sich junge Leute engagieren?

Von wegen gleichgültig und egoistisch: Ein Wettbewerb soll beweisen, dass viele Jugendliche motiviert sind, sich sozial zu engagieren.

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Die Jugendlichen von heute seien den Problemen auf der Welt gegenüber gleichgültig wie «Zombies», sagten Experten gegenüber 20 Minuten. Der Artikel warf hohe Wellen: Nachdem sich bereits ein Anti-Zombie im Interview gewehrt hat, wird nun auch die Non-Profit Organisation euforia aktiv. Sie schreibt uns: «Challenge accepted!» – Herausforderung angenommen. Mit einem Wettbewerb will sie beweisen, dass die Jugend von heute durchaus sozial engagiert ist.

«Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur eine Generation von Zombies sind», sagt Vanja Habedus von Euforia. «Es gibt viele Junge, die sich gerne sozial engagieren möchten und auch gute Ideen haben.»

Euforia wurde 2007 von jungen Menschen gegründet mit dem Zweck, Gleichaltrige zu ökologischem und sozialem Engagement zu motivieren. «Anstatt davon zu träumen, die Welt zu retten, fordern wir die Leute dazu auf, zu handeln. Hier und jetzt», sagt Habedus. Das Euforia-Team beobachte, dass viele Junge zwar motiviert seien, aber nicht wüssten, wo ansetzen. «Wir zeigen ihnen, wie sie ihre Ideen umsetzen können.» Die NPO organisiert zu diesem Zweck regelmässig Trainingsworkshops für Jugendliche.

Einladung an den Zombie-Kritiker

Auch Olivier Jeges sei im Namen des ganzen Teams herzlich eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen, sagt Habedus. Jeges ist der Autor von «Generation Maybe» und einer der schärfsten Kritiker der «Zombie-Generation». «Gerade Zyniker haben oft die besten Lösungsvorschläge,» meint Habedus scherzhaft.

Auf Euforias Facebook-Seite können junge Menschen ab Samstag vorschlagen, wo soziales Engagement am nötigsten wäre. Die zehn besten Ideen werden dann vom Euforia-Team gekürt. Den Gewinnern winkt eine Gratis-Teilnahme am nächsten Trainings-Workshop inklusive Spesen.

(rok)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Junge 20 am 04.10.2014 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    engagiert für sachen

    wo ich weiss das sie was bringen. ich bin zum beispiel jugileiter und mach was für die jugend. Ehrenamtlich sollte aber selbst verständlich sein

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  • eine bündnerin am 05.10.2014 04:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine mutter

    Die heutige Jugend ist alles andere als faul . Ich bin 56 Jahre alt und ich finde dass meine Generation träge und faul ist. Die Jugend hat soviel Druck in der Schule und im Leben allgemein . Und dann noch diese Hetze lasst das

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  • Kim am 05.10.2014 00:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die kleinen Dinge..

    ..sollten doch wieder mehr geschätzt werden. Wäre schon mal ein richtiger Schritt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Teenager am 05.10.2014 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Eltern,

    Wir leben im 21. Jahrhundert! Protestiert wird nicht mehr auf der Strasse, Aufmerksamkeit erhält man heute über facebook und twitter. bestes Beispiel dafür: Die Ice-bucket-callenge mit mio. von teilnehmern. Zudem wird die ehrenamtliche arbeit auch gar nicht mehr so geschätzt wie früher. Ich selbst bin Pfadileiter und wir haben noch nie ein dankeschön von eltern erhalten, das wir an unseren freien samstagen und sogar in den ferien zusammen mit den kindern etwas unternehmen!

  • Beatrice F. am 05.10.2014 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    :-D Selten so gelacht

    "Den Gewinnern winkt eine Gratis-Teilnahme am nächsten Trainings-Workshop" Jetzt braucht mir nur noch einer zu sagen, dass dies sonst Geld kostet wenn man sich freiwillig sozial engagieren will.

  • Engagierter am 05.10.2014 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    wäre es eine statistik darüber zu sehen wieviel 30-40,40-50,und 50-60 jährige sich in relation zu den jugendlichen sozial engagieren. Ich vermute es wären nicht mehr als bei den Jugendlichen

  • Mädchen für alles am 05.10.2014 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Zombie

    Wahrscheinlich werde ich nun als Zombie eingestuft, aber ich lasse mich nicht vom Staat unter Druck setzen, jemand zu sein, den ich nicht bin. Ich finde es daneben, dass man heute überhaupt nicht mehr "jung" sein darf. Schon ist man ein Egoist. Ich tue genug gutes. Ich spare Strom, trenne Abfall, achte auf die Umwelt, aber irgendwo dazwischen habe ich auch noch ein Leben. Wir sollen imme rnur machen, machen und machen. Immer wird kiritisiert. Brauche ich nicht, sorry!

    • Johnny Castaway am 05.10.2014 19:30 Report Diesen Beitrag melden

      Rebellieren

      Ganz im Gegenteil, man s o l l jung sein! Das Privileg der jungen Generationen war es schon immer, dass sie rebellisch waren, die gegebenen Zustände nicht einfach akzeptiert haben und durch ihre Proteste (auch friedliche Formen des Protests!) letztlich auch Veränderungen in der Welt hervorgerufen haben. Das Merkwürdige ist ja gerade, dass viele Jugendliche heute anscheinend so satt und (selbst)zufrieden sind, dass sie gar nicht mehr rebellieren wollen, sondern alles einfach irgendwie schon OK finden. Jugendliche sind heute teilweise konservativer eingestellt als ihre Eltern/Lehrer usw.

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  • Junges Manne 24J am 05.10.2014 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Zyt

    Die Jungen gehen sicher wieder auf die Strasse, wenn es Zeit dafür ist. Im Moment haben wir dafür keine Zeit, da uns die Politik, Wirtschaft und Staat diese "Flausen" mit Mehrarbeit, Mehrabgaben und Verboten/Gesetzen aus den Köpfen vertreiben.