Fauxpas

28. November 2013 22:07; Akt: 29.11.2013 10:06 Print

Wie aus Eveline Widmer-Schlumpf ein Mann wurde

Die Feriendestination Davos-Klosters hat in einer Werbeaktion aus unserer Finanzministerin kurzerhand einen Mann gemacht.

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Wenn der Finanzminister in Wirklichkeit eine Finanzministerin in: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

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Die Werbeoffensive der Skidestination Davos-Klosters für preiswerte Ferien im Bündnerland soll witzig sein: «Liebe Bundesräte, an einem Schulreisli im Winter hätte auch der Finanzminister Freude.» Nur hat die Schweiz keinen Finanzminister, sondern mit Eveline Widmer Schlumpf eine Finanzministerin. Eine bündnerische noch dazu. Rund hundert solche Plakate hängen zurzeit im Raum Zürich.

«Das ist ein peinlicher Fauxpas», sagt Kommunikationsberater Marcus Knill. Und auch das Informationsportal Infosperber macht sich lustig über die Werbeaktion: «Davos-Klosters macht aus Eveline Widmer-Schlumpf einen Mann. Das ist weder originell noch lustig, sondern peinlich.»

«Wir haben erst gemerkt, dass uns ein Fauxpas unterlaufen ist, als es bereits zu spät war», sagt Nuot Liehta, Sprecher der Destination Davos-Klosters. Man habe die Werbung bewusst geschlechtsneutral halten wollen. Dass der Finanzminister eigentlich eine Frau ist, habe man natürlich schon gewusst. Lietha aber betont, dass «wir mit den Plakaten niemanden verletzen oder beleidigen wollten». Sollte dies passiert sein, entschuldige man sich.

Schliesslich diene aber Werbung dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. «Und das ist uns ja offensichtlich gelungen.» Kommunikationsprofi Knill pflichtet bei: «Jetzt ist Davos-Klosters in aller Munde. Der Lapsus hat dem Erfolg der Werbung keinen Abbruch getan.»

(dp)