Whatsapp-Verbot in Winterthur

30. Januar 2019 10:36; Akt: 30.01.2019 10:36 Print

Lehrer dürfen nicht mal mehr den Eltern schreiben

Lehrer aus Winterthur müssen für den Kontakt mit Eltern auf neue Apps ausweichen. Whatsapp dürfen sie nicht mehr benützen.

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Whatsapp wird komplett aus den Winterthurer Lehrerzimmern verbannt. Dies hat die Zentralschulpflege (ZSP) der Stadt Winterthur beschlossen. Zwar durften Lehrkräfte bereits seit letztem Mai nicht mehr mit den Schülern via Whatsapp kommunizieren, weil das Mindestalter auf 16 Jahre angehoben worden war.

Das Verbot wurde nun ausgeweitet, wie der «Landbote» berichtet. Nun darf die App auch nicht von den Lehrpersonen untereinander oder im Kontakt mit den Eltern verwendet werden.

Heikler Umgang mit Daten

Der Grund sei, dass bei der Nutzung von Whatsapp fortlaufend Kontaktdaten aus dem Adressbuch an Whatsapp und Facebook übertragen würden. Die Daten werden in die USA weitergeleitet und dort gespeichert. Heikel daran ist auch, dass sogar Kontaktdaten von Personen weitergeleitet werden, die Whatsapp nicht verwenden und die auch nicht in die Bekanntgabe ihrer Daten eingewilligt haben.

Anhand des Merkblatts «Digitale Kommunikation» der Abteilung Schule und Computer werden den Lehrpersonen mögliche Alternativen zu Whatsapp vorgeschlagen. Die Lehrer sollen mit den Eltern entweder via Mail, SMS oder andere Nachrichten-Apps wie beispielsweise Wire kommunizieren. Diese App sei nicht nur kostenlos, sondern auch datenschutzkonform.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave am 30.01.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ein erster Schritt gegen diese unverschämte Datensammlerei.

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  • Anruf am 30.01.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Telefon

    Wie wäre es mit einfach kurz anrufen. Oder ist das nicht mehr cool genug.

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  • die welt nicht am 30.01.2019 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verstehen

    was hat Whatsapp mit der Schule zu tun und wiso zum Henker muss der Lehrer den Eltern schreiben?!?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rebell am 31.01.2019 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    längst zu spät

    Dafür dürfte es eh längst zu spät sein, sind bereits genügend Daten fremdgespeichert worden von den Anbietern, das ein Wechsel auch nicht mehr viel bringt, da trotz Beteuerungen oder Datenschutzbestimmungen trotzdem niemand sicher sein kann, das andere Anbieter nicht doch Daten sammeln.

  • Quedenker am 31.01.2019 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung was abgeht

    Bevor Ihr über eine Fliege wie Watsapp herzieht solltet Ihr euch besser informieren was ALPHA ist und was dieser Megakonzern im Sinne hat.

  • tüechlidrugger am 31.01.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Was mich am meisten stört

    Ist dass jeder erwartet man hat ein Handy mit Abo und breitband Verbindung hat. Bezahlt das jemand für einem? Nein es ist teuer hier wie sonst nirgendswo. Ich finde den Entscheid nur schon deshalb richtig weil man nicht verlangen kann das jeder sowas hat solange das nicht von der Allgemeinheit bezahlt wird. Dito all die anderen Ideen. Schlussendlich sind die Apps auch für die Handysucht verantwortlich, wenns zehnmal piept in der Stunde weil man Zehn Apps installiert hat. Und alles bloss damit ich die Breitling oder Jaguar Werbung sehen kann obwohl sich das unsereins nie leisten kann.

    • Maja am 31.01.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      Mimimi

      Hab Prepaid. Gibt schliesslich ueberall Wifi. Wenn ich doch mal mobiles internet brauche, zahl ich halt die paar Franken.

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  • Mensch zu Mensch am 31.01.2019 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Telefonkette

    Ausser bei Vermisstmeldungen, Unfällen oder Krankheiten und dergleichen sollte man nicht speziell kommunizieren. Technologische Mittel sollten nur bei Bedarf gebraucht werden. Man muss heutzutage wissen, dass man seine Mitmenschen auch mal in Ruhe lassen sollte - das ist einfach in unserer Smartphone-Welt überaus wichtig! Haltet euch voneinander fern, es sei denn man will miteinander reden - dort gilt ja genau das Gegenteil: lieber einmal Zuviel miteinander reden, als einmal zu wenig. Aber eben: Smartphone nur nutzen, wenn es eine Hilfe ist. Nicht einfach aus Gewohnheit.

  • Robin L. am 31.01.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Whats App wird weltweit genutzt. Weil jetzt ein bisschen daten aus der Schweiz gespeichert werden die sowiesoh nicht ausgelesen werden können da ja keine übersetzung von schweizerdeutsch zu einer anderen Spache gibt. Ob die Daten nun von Whatsapp gesammelt werden oder von jemand anderem, kommt auch nicht mehr darauf an. Die Lehrer dürfen Whatsapp nicht mehr untereinander nutzen.... Was soll das, die Lehrer wollen vielleicht auch mal Privat miteinander schreiben. Ein neues Gesetz, ohne überdenkung....