Test

05. Februar 2018 13:12; Akt: 05.02.2018 17:39 Print

Kann man mit der Post ein Nötli verschicken?

von V. Fehlmann - Briefe verschicken kann jeder. 20 Minuten wollte es aber wissen und hat die Nerven der Post-Mitarbeiter etwas strapaziert. Kamen die verschickten Objekte an?

Kommen die vier Sendungen beim Empfänger an? (Video: V. Fehlmann)
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Briefe und haufenweise Pakete – das ist es, was die Pöstler meistens täglich in Briefkasten stecken. Ist die Adresse einmal etwas ungenau oder stimmt die Postleitzahl nicht, wird der Empfänger oft darauf hingewiesen. 20 Minuten wollte deshalb wissen, wie weit man gehen kann.

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Haben Sie beim Verschicken von Briefen auch schon Fehler gemacht?

Um Verpackungsmaterial zu sparen, wurden die vier Testobjekte – ein Feuerzeug, ein Shotfläschchen, eine Packung Salami und eine Zehnernote – einfach ohne Couvert eingeworfen. Die Adressen und Marken wurden direkt draufgeklebt.

Ob die Sendungen bei den Empfängern angekommen sind, sehen Sie im Video. Nur so viel sei verraten: Die Zehnernote fand tatsächlich den Weg in den Zielbriefkasten. Allerdings kam sie anders an, als sie aufgegeben wurde: Sie steckte in einem Couvert mit dem Hinweis, dass Bargeld eigentlich nicht lose versendet werden darf.

Ab in die Briefklinik

«Die Zehnernote ist offenbar in der Briefklinik ‹behandelt worden›», erklärt Post-Sprecherin Jacqueline Bühlmann. «Dort werden beschädigte Sendungen, Funde (Gegenstände wie Schlüssel usw.), Sendungen mit fehlender Postleitzahl oder unanbringliche Sendungen repariert, verpackt, vervollständigt und wenn möglich an den Adressaten weitergeleitet – oder auch an den Absender zurückgeschickt, je nach Situation.»

Das heisst jedoch nicht, dass man einfach alles in den Briefkasten werfen darf, was durch den Schlitz passt. Tatsächlich kennt auch die Post Grenzen: Was als Brief gilt, ist klar geregelt. Die maximale Grösse beträgt 35,3 x 25 x 2 Zentimeter. Das Gewicht darf ein Kilogramm nicht überschreiten. Die Adresse sollte immer vollständig sein, damit Verwechslungen ausgeschlossen sind. Namen sollten ausgeschrieben werden. «Die Adresse muss den vollständigen offiziellen Strassennamen sowie die Hausnummer beinhalten», heisst es auf einem Merkblatt der Post weiter. Und: «Postleitzahl und Ort dürfen in keinem Fall fehlen.»

Feuerzeug ist ein Gefahrengut

Auch die korrekte Frankierung ist klar beschrieben. Je grösser oder schwerer ein Brief ist, desto teurer wird das Versenden. Ist ein Brief ungenügend frankiert, muss der Absender nachzahlen. Sollte dieser nicht bekannt sein, wird der Betrag dem Empfänger in Rechnung gestellt.

Auch die Verpackung macht es aus. Sendungen, die beispielsweise eine spezielle Form haben, müssen von der Post manuell sortiert werden. Dasselbe gilt für gewisse Verpackungsmaterialien, die falsche Platzierung der Adresse und des Barcodes oder Pakete mit welliger oder schräger Oberfläche.

«Mit der korrekten Verpackung und Adressierung der Sendung sorgen Sie dafür, dass Ihre Briefe reibungslos verarbeitet und rechtzeitig zugestellt werden können», erklärt Bühlmann. Auch für ein Feuerzeug gelten eigentlich bestimmte Regeln. Es zählt nämlich zu den Gefahrengütern und müsste korrekterweise mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet werden. Ohne Verpackung hat der Pöstler beim Test aber wohl auch so erkannt, was er ausliefert.

Was haben Sie schon Lustiges verschickt oder erhalten? Schicken Sie uns ein Bild davon via feedback@20minuten.ch!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter. am 05.02.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Dass selbe gilt für die Post.

    Nur weil es durch den Schlitz passt, heisst dass nicht das ich die Gratiszeitungen oder Spendenaufrufe empfangen will.

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  • a.sch. am 05.02.2018 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    bitte mit 1000.- testen!

    das würde uns alle interessieren :)

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  • Lili am 05.02.2018 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Läuft

    Wir haben mal ein Rüebli eingeworfen, mit Adresse und Briefmarke drauf. Es ist tatsächlich angekommen! Chapeau an die Post :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Julia am 06.02.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Häxähüsli

    Wir haben mal (vor Jahren) eine Postkarte verschickt, Adresse: Name, "Häxähüsli", PLZ und Ort. Ist angekommen. Gut es gab dort wohl auch nur ein Haus, dass wie ein Hexenhäuschen aussah.

  • r.merz am 06.02.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    in Deutschland nicht!

    In der Schweiz Geld per Briefpost verschicken kein Problem. In Deutschland aber gar nicht zu empfeheln.

  • Larsen Landwehr am 05.02.2018 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie bei der Post wird gestolen

    Nein mein Schwiegervater hat meinen Sohn 100 SFr gesendet. Dabei bei der PLZ. eine Stelle falsch angegeben. Und auch seine korrekte Absender Adresse darauf geschrieben. Der Brief kam nicht an und auch nicht zurück. Die Bemühungen in Zurzach am Schalter waren reine Vertröstung.

  • John Livers am 05.02.2018 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    bei uns

    sowas würde hier in Russland nie funktionieren, 100 % Geld weg

  • Peter Post am 05.02.2018 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    Mangel an Zwischenmenschlichkeit

    Viel Geplapper um Lapalien. Menschlichkeit, Liebe (nicht Sex), Mitgefühl, Anteilnahme, Freundlichkeit und andere gute Charaktereigenschaften können leider auch per Post nicht versendet werden.