Offiziersgesellschaft

29. Juni 2017 11:42; Akt: 29.06.2017 11:52 Print

Wird das Militär dank Soldatinnen attraktiver?

von A. Schawalder - Frauen müssen künftig vielleicht ins Militär. Der Präsident der Offiziersgesellschaft, Stefan Holenstein, findet das gut.

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Herr Holenstein, der Bundesrat prüft die Dienstpflicht für Frauen. Finden Sie das eine gute Idee?
Stefan Holenstein: Ich halte diesen Schritt für sinnvoll. Eine Dienstpflicht für Frauen ist ein konsequenter Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Das kann natürlich nicht von heute auf morgen geschehen, aber langfristig ist das eine gute Lösung. Für den Anfang wäre es gut, wenn der Orientierungstag für Frauen obligatorisch wäre.

Umfrage
Denken Sie, dass das Militär dank Frauen für junge Männer attraktiver wäre?
29 %
5 %
34 %
32 %
Insgesamt 5757 Teilnehmer

Gäbe es überhaupt genügend Platz in der Armee, wenn nun auch Frauen eingezogen würden?
Nur weil es eine Dienstpflicht für Frauen gäbe, bedeutet das nicht, dass die Armee doppelt so gross wird. Die Zahl der Soldaten würde etwa gleich bleiben, nur wäre ein grösserer Teil davon Frauen. Das wäre natürlich gerade am Anfang ein Zusatzaufwand für die Armee, da eine gewisse Reorganisation nötig ist. Und es müssten beispielsweise stets mehr Personen auf Tauglichkeit geprüft werden. Die Vorteile von Frauen in der Armee überwiegen aber klar.

Welche Vorteile wären das denn?
Ein Vorteil wäre natürlich numerisch: Wenn auch Frauen Dienstpflicht leisten, ist es vorbei mit der Soldatenknappheit. Zu den qualitativen Vorteilen: In gewissen Bereichen der Armee fällt es schwer, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden, etwa bei den Ärzten oder Informatikern. Wenn die Armee aus viel mehr Personen auswählen kann, könnte sie diese Lücken leichter schliessen.

Glauben Sie, dass das Militär attraktiver für junge Männer wäre, wenn auch mehr Frauen Dienst leisten würden?
Das ist eine interessante Frage. Das kann ich so aber nicht beantworten. Die Aufgabe des Militär ist es nicht, attraktiv zu sein, denn die Armee ist eine Pflicht. Ich denke jedoch, dass Frauen einen positiven Effekt auf das Klima in der Armee hätten.

Was wäre mit Frauen, die Mütter werden oder ein Kind haben? Müssten die auch in die Rekrutenschule oder in den WK (Wiederholungskurs)?
Sicher muss man auf die Mutterschaft einer Soldatin Rücksicht nehmen. Das ist auch heute schon so. Wie das aber konkret ausgestaltet sein sollte, muss erst noch vertieft analysiert werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John l'Éveillé am 29.06.2017 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beweis!

    Die Feministinen wollen nur die Vorteile der Gleichberechtigung aber auf keinen Fall die Nachteile

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  • Eidgenosse69 am 29.06.2017 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleich wie wir, oder?

    Emdlich soll die Gleichberechtigung, nicht nur auf Vorteilen, sondern auf der Verteilung der "Nachteile" aufgebaut werden. Nichts als Recht, sonnst soll eine Frau zahlen, wie die Männer auch.

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  • James Hetfield am 29.06.2017 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logik?

    "Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit als Männer", sagt die SP-Dame. Liebe Frau Wey, das sind FREIWILLIGE Arbeiterinnen, ich kenne aus meinem Umfeld - leider - bspw. niemanden, der wohltätig unterwegs ist/war. Nur weil einige Frauen das machen, sollen alle anderen auch von deren Arbeit profitieren können?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Querdenker am 29.06.2017 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dienstpflicht nicht gleich Militär

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie Dienstpflicht immer wieder mit Militär gleichgesetzt wird. Ich glaube es gäbe genügend Aufgaben für alle Männer und Frauen in diesem Land, welches man im Rahmen von Militär, Zivilschutz, Zivildienst oder zB auch im Landdienst, um die Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen, abdecken könnte.

  • VW am 29.06.2017 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Geben und Nehmen...

    Wehrpflicht für Frauen gerne- aber bitte nur, wenn die Ungleichheit bei Löhnen und Renten wegfällt und es ein staatlich finanziertes Kinder-Betreuungsmodell gibt, was dafür sorgt, dass Frauen nicht auch noch durch das Zurückstecken für die Familien weiter benachteiligt und finanziell zurückgeworfen werden im Alter.

  • Robinson am 29.06.2017 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ungleichheit im 21. Jh

    Es ist ganz Einach: Entweder sollen alle Männer und Frauen Militärdienst leisten müssen oder es muss gar niemand Militärdienst leisten. Gleichberechtigung im 21. Jahrhundert. Gruss von einem Durchdiener, der die 300 Tage durchgezogen hat.

  • m.h. am 29.06.2017 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Warum den

    Warum fühlen sich linke Frauen Diskriminiert? Gleiche Rechte gleiche Pflichten das ist doch das was immer alle wollen? Oder etwa nicht?! Feminismus ist eben nicht die Lösung weil Feminismus den Vorteil sucht und nicht das gleiche Recht.

  • Bmax am 29.06.2017 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Firepower

    Wur brachen nicht mehr Leute im Militär, sondern eine die klein aber schlagkräftig ist. Eine Armee mit den modersten Waffen (Firepower). Ob dann Männlein oder Fraulein am Drücker ist, ist ziemlich egal.