16. Oktober 2003 11:26; Akt: 16.10.2003 11:28 Print

Wird ein Toter zum Nationalrat gewählt?

Der 63-jähriger Waadtländer Nationalratskandidat Pierre-Alexandre Aebi der Liste Nationale Aktion/Schweizer Demokraten ist am Dienstagabend tot in seiner Wohnung in Lausanne gefunden worden.

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Die Umstände seines Hinschieds sind noch nicht geklärt.

Die Leiche war von einem Nachbarn gefunden worden, der sich Sorgen gemacht hatte. Da der Mann bereits vor einigen Tagen verstorben war, brauche es zur Abklärung der Todesursache eine gerichtsmedizinische Untersuchung, erklärte eine Sprecherin der Lausanner Polizei am Mittwoch zu einem Bericht der Zeitung «24 Heures».

Der Waadtländer ist bereits der zweite verstorbene Nationalratskandidat. Im Kanton Basel-Stadt starb im August eine Kandidatin der «Volks-Aktion gegen zu viele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat» des Rechtsradikalen Eric Weber. Der Tod der 19- jährigen Frau wurde einen Tag nach Einreichung der Liste gemeldet.

Für das Wahlprozedere ändert sich nichts. Laut Bundesgesetz über die Politischen Rechte Art. 36 werden «Stimmen für Kandidaten, welche seit der Bereinigung der Listen (...) verstorben sind, als Kandidatenstimmen gezählt.»

(sda)