«Mathe mit Max»

27. November 2013 21:30; Akt: 28.11.2013 09:15 Print

Wunderkind (10) gibt seine erste Mathestunde

Er darf nicht an die ETH – dafür geht er jetzt selbst unter die Dozenten. Am Mittwoch zeichnete Mathe-Genie Maximilian seine erste Nachhilfestunde für Gymnasiasten auf.

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Nach einigen Vorbereitungsarbeiten war es am Mittwochnachmittag so weit: Maximilian aus dem Kanton Luzern setzte sich vor die Kamera und erzählte von Achsensymmetrie und Schnittpunkten. Aufgenommen wurde das Video in einem Büro des Start-up-Unternehmens Diplomero in Zürich. Für dessen Online-Learning-Portal gibt das 10-jährige Mathe-Genie im Internet Nachhilfe in Mathematik auf Gymnasialniveau.

Dies hat viele Medien auf den Plan gerufen. Denn seit diesem Sommer ist das Schweizer Wunderkind, das mit 9 Jahren die Mathe-Matur im Sack hatte, weltweit bekannt. Unter anderem haben japanische und indische Zeitungen über den Jungen berichtet, den die ETH als Student abgewiesen hatte. Maximilian, der mittlerweile ein Programm an der Uni Zürich besuchen darf, liess sich vom Rummel nicht beeindrucken: «Ich bin eher ein ruhiger Typ», sagt er selbst. Konzentriert bereitete er sich auf die Aufnahmen vor und beantwortete immer wieder Fragen von Journalisten.

Vor Ort waren auch die Eltern von Maximilian. Der Vater bereitet gemeinsam mit seinem Sohn die zehnminütigen Lektionen vor. Maximilian brachte die Aufzeichnungen ohne grosse Aufregung hinter sich. Auch ein paar Versprecher brachten den Jungen nicht aus der Ruhe. «Falls so etwas passiert, kann man es nochmals aufnehmen.» Den Kurs «Mathe mit Max», mit dem Maximilian Gymnasiasten in mehreren Lektionen auf die Matura-Prüfungen vorbereitet, gibts auf diplomero.com für 69 Franken.

(nj)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rainer Zufall am 28.11.2013 02:57 Report Diesen Beitrag melden

    Von den Eltern versaut.

    Der Junge tut mir leid. In all seinen Interviews kommt er dermassen überheblich rüber. Der Vater (Mathematik-Professor) hat ihm wohl schon sämtliche Mathematik beigebracht und dabei ganz vergessen, ihn etwas Menschlichkeit und Empathie zu lehren. Und nun wurde er dermassen darauf getrimmt, etwas unheimlich besonderes zu sein, dass er die Leistungen seiner Mit-Gymnasiasten nur als "nichts besonderes" und ihr natürliches Verhalten als "affig" bezeichnet, nur um noch hervor zu streichen, wie sehr er doch über ihnen steht. So wird er in seinem Leben sicher viele Freunde finden.

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  • Roland Kämpe am 28.11.2013 05:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herrje

    Ach du Schande, in dem Alter schon so arrogant. Sollte der jemals Professor werden, tun mir seine Studenten jetzt schon leid. Na, immerhin der Papa scheint Freude zu haben an seinem - betont viereinhalb Jahre lang auf Mathematik getrimmten - Nachwuchstaschenrechner.

  • Dominik K. am 27.11.2013 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindheit ist Wichtig

    Bin ich froh das ich ne schöne kindheit hatte :D Mit freunden drausen spielen etwas Super Mario spielen und mit der Familie die coolsten dinge machen :) die man so als 10 jähriger hald üblich macht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cora S. am 29.11.2013 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Er kann nicht anders...

    Was man in den Kommentaren als "überheblich" bezeichnet, sind klare Verhaltensmuster und ist nicht böse gemeint von ihm. Seine Wortwahl ist extrem ungeschickt, auch das ist ein ziemlich klares Anzeichen. Meiner Meinung nach ist er betroffen vom Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Ich komme darauf, weil ich selber ein "Aspie" bin und seine Aussagen nachvollziehen kann, obwohl ich selber kein grosses Interesse an Mathematik habe. Er sagt einfach was er denkt ohne über die Formullierung nachzudenken... Vielleicht sollte 20 Minuten mal Aufklärungsarbeit leisten in Sachen Asperger-Syndrom?

  • Babs am 28.11.2013 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Balance ist das A und O

    So wie's sich anhört, ist der Junge einfach teilhochbegabt, wie die meisten hochbegabten Kinder. Sie fassen den Schulstoff allgemein schneller auf wie die anderen, sind aber meist nur in einem Fach ( oder mathematisch oder sprachlich) hochbegabt. Wenn als Eltern / LehrerIn nicht speziell drauf geachtet wird, geht das Soziale gerne unter. Es ist auch schwierig die Balance zu finden, zwischen zusätzlichem Stoff futtern oder gelangweilten Kinder. Im Idealfall wird schulfremder Stoff gefuttert, so können die Kinder ihr Wissensdurst stillen, hängen aber in der Schule nicht ab.

  • Simon am 28.11.2013 22:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schon wieder

    Diese Kind macht mich noch wahnsinnig

  • mama mia am 28.11.2013 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    hochbegabt = unerwünscht ?

    Wäre Max ein Sport- oder Musiktalent, hätte er sicher viele Fans. Leider sind intellektuelle Talente nach wie vor unerwünscht und werden von der Gesellschaft geächtet anstatt genutzt. Max erscheint nur deswegen "arrogant" weil seine Ausdrucksweise nicht zu seinem Alter passt, dafür kann er aber nichts! Sollte er sich denn "blöd stellen" um nicht aufzufallen? Liebe 20 Minuten Redaktion, bitte greift doch mal das Thema auf und informiert euch z.B. beim Elternverein für hochbegabte Kinder (

  • Mensch am 28.11.2013 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Kind...

    das nicht wie ein Kind spricht und formuliert? Mani Matter würde singen: Es metaphysischs Grusle het mi packt! Wenn ich dieses Kind sehe und sprechen höre, dann ist sowas schlicht unnatürlich! Kinder, die wie Erwachsene sprechen sind ganz klar manipuliert, ob jetzt bewusst oder unbewusst. Ich befürchte, dieser Junge wird noch sehr schmerzliche Erfahrungen machen müssen dadurch, dass er und ev. auch seine Eltern das Gefühl haben, er sei etwas GAAANZ BESONDERES. und könne mal so kurz die Kindheit abkürzen und ohne "Erleben"erwachsen werden... ich drücke die Daumen... das kommt eher nicht gut!!