Auto und Babynahrung

14. August 2019 21:09; Akt: 14.08.2019 21:09 Print

Leser wollen Drillingseltern beschenken

von Ilona Himmelberger - Die Geschichte der Drillingseltern Esin und Erkan bewegt die 20-Minuten-Leser. Zahlreiche Personen und ein Babynahrungshersteller wollen die junge Familie unterstützen.

Esin und Erkan erzählen über die Erfahrung mit ihren Drillingen. (Video: 20 Minuten)
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Am 8. Juli erblickten die Drillinge Evin, Lorin und Mevan das Licht der Welt. Die frischgebackenen Eltern erzählten 20 Minuten von ihrer Freude, aber auch von ihren Sorgen: «Windeln und Milchpulver sind teuer, vor allem in dreifacher Menge», sagte Mutter Esin, deren Mann Erkan im Detailhandel arbeitet. Die Geschichte über die junge Drillingsfamilie berührt die Leser von 20 Minuten. Viele wollen mit den Eltern in Kontakt treten, um sie zu beglückwünschen oder ihnen ihre Unterstützung anzubieten.

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Ein Auto und gratis Babynahrung

Eine Leserin schreibt, sie sei bereit, der Familie ihren VW Touran zu überlassen. Dieser habe 150’000 Kilometer auf dem Buckel, sei aber tadellos im Schuss. Ein Unternehmen, das Babyartikel herstellt, würde der Familie gerne ein Geschenk schicken. Andere boten etwa einen Kinderwagen an.

Auch ein Hersteller von Babynahrung möchte die Familie unterstützen. Laut einem Aussendienstmitarbeiter können alle Familien, die Drillinge bekommen, Unterstützung beantragen. Sie können dann für rund 250 Franken Babynahrung nach freier Wahl beziehen. Es gebe aber auch andere Firmen, die solche Unterstützung anbieten würden.

Familie bedankt sich

Erkan und Esin freuen sich sehr über diese Solidarität und danken allen Lesern. «Der Bezug von Babynahrung ist eine willkommene Art der Unterstützung», so Vater Erkan. Das Leben mit gleich drei Babys sei eine grosse finanzielle Herausforderung. «Da wir keine Sozialfälle werden möchten, nehmen wir eine kleine finanzielle Unterstützung natürlich gerne an.» Mehr Mühe hätte er allerdings mit der Annahme grösserer Geschenke. «Ein Auto wäre schon etwas anderes. Wir würden uns unwohl fühlen, so etwas Grosses anzunehmen.»

Nach dem Artikel hätten sie eine Flut von Reaktionen bekommen. Die Mehrheit der Nachrichten sei positiv gewesen: «Wir sind immer am Abarbeiten der Zuschriften. Sie haben uns sehr gefreut.» Auch freut es den Vater mit kurdischen Wurzeln, dass der Artikel im familiären Umfeld so gut aufgenommen wurde. «In unserem Kulturkreis könnte nämlich das Zeigen von Fotos von Neugeborenen vor dem 45. Lebenstag auch auf Unverständnis stossen», so Erkan. Zum Glück hätten aber alle positiv reagiert.