Asylstatistik

16. April 2012 14:06; Akt: 16.04.2012 14:11 Print

Zahl der Asylgesuche bleibt hoch

Über 7100 Personen haben in den ersten drei Monaten des Jahres in der Schweiz um Asyl ersucht. Am meisten Gesuche gehen von Flüchtlingen aus Eritrea ein.

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Ein Flüchtling wartet in der Empfangsstelle für Asylsuchende in Basel. (Archivbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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In der Schweiz sind im ersten Quartal 2012 zwar leicht weniger Asylgesuche gestellt worden als im Vorquartal. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stellen die 7150 Gesuche aber eine Zunahme von 63,6 Prozent dar. Wichtigstes Herkunftsland war Eritrea. Die Zahl der Gesuche aus Tunesien ging zurück.

Nachdem im Januar mit 2653 so viele Gesuche wie seit zehn Jahren nicht mehr gestellt worden waren, ging die Zahl der Asylgesuche danach wieder zurück, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Montag mitteilte. In den Monaten Februar und März gingen je 2248 Gesuche ein.

Die meisten Gesuche wurden von Menschen aus Eritrea gestellt. Aus dem ostafrikanischen Land gingen 1151 Anträge ein. Das entspricht einer Zunahme von 336 Gesuchen oder 41,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die Hälfte der Gesuchsteller stammt aus 4 Ländern

Dahinter folgten Nigeria mit 677 Gesuchen (+ 8,8 Prozent) vor Tunesien mit 664 (- 24,5 Prozent) und Serbien mit 658 Gesuchen (- 12,7 Prozent). Aus den vier genannten Ländern stammten im ersten Quartal beinahe die Hälfte aller Gesuche (44,1 Prozent).

Nach Angaben des BFM lässt sich die hohe Zahl von eritreischen Asylbewerbern «teilweise mit der hohen Zahl von Einreisebewilligungen zur Familienzusammenführung» sowie den auf Botschaften gestellten Gesuchen erklären. Letztere sollen nach dem Willen des Bundesrats in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Hingegen hat die Zahl von Asylgesuchen von syrischen Staatsangehörigen trotz der angespannten Lage im arabischen Land im ersten Quartal nur leicht zugenommen. Insgesamt gingen 296 Gesuche ein (+ 8 Prozent).

Rekordzahl bei den Ausreisen

In den drei ersten Monaten des Jahres reisten 3188 Personen «behördlich kontrolliert» aus der Schweiz aus. Das stellt im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Zunahme von 67 Prozent dar. Es ist gleichzeitig die höchste Zahl seit Erhebung der Ausreisezahlen. Im ersten Quartal fanden zu diesem Zweck auch acht Sonderflüge mit 80 Personen statt.

1227 Menschen wurden an einen Dublin-Staaten überstellt. Rund zwei Drittel davon (829 Personen) wurden von Italien aufgenommen. Im Gegenzug nahm die Schweiz 119 Personen aus Dublin-Staaten auf. Das Dublin-Abkommen besagt, dass derjenige Staat für die Behandlung eines Asylgesuchs zuständig ist, in den der Asylbewerber zuerst eingereist ist.

Doch die Rückführung in einen Dublin-Staat ist in einigen Fällen eine Sisyphusarbeit: 27,7 Prozent der Asylgesuche von nigerianischen Staatsangehörigen und 18,1 Prozent der Gesuche von Tunesiern waren Mehrfachgesuche. Laut BFM waren viele dieser Personen zuvor nach einem negativen Asylentscheid «unter dem Dublin-Abkommen nach Italien ausgeschafft worden».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elias am 16.04.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    4 Dringende, notwendige Massnahmen

    1. Wirtschaftsflüchtlinge konsequent abweisen. 2. Familiennachzug stark einschränken. 3. Ausschaffungsrate krimineller Asylanten steigern, hat abschreckende Wirkung. 4. Personal bei Ämtern, Polizei und Grenzwachkorps massiv aufstocken. Werden solche repressive Massnahmen innerhalb der nächsten 3 Jahren nicht umgesetzt, wird das Asylproblem völlig eskalieren. Es ist 5 vor 12!

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  • andre merz am 16.04.2012 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    die schweiz verkommt!

    dank unseren unfähigen politikern! unglaublich!

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  • Mario Alves am 16.04.2012 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genug ist genug 

    Haben da jetzt nicht Philipp Müller und Pirmin Bischof am Freitag in der Arena mehrmals und mit Nachdruck betont dass Leute aus Drittstaaten lt Gesetz rein Null Anspruch haben auf Familiennachzug. Warum gilt dieses Gesetz nicht für Asylanten aus Eritrea. Kann mir das jemand erklären? Einmal mehr ist das Gesetz nicht für alle gleich. Und die mit dem Leben bedrohten Leute aus Eritrea fliegen dann noch auf unsere Kosten zu uns in die Schweiz, und passieren dabei den Zoll in ihrer Heimat problemlos. Wie blöd sind wir denn. Mit den Leuten aus Eritrea geschieht das gleiche wie seinerzeit mit den Leuten aus Sri Lanka. Plötzlich stellen wir fest dass über fünfzig tausend da sind, vorläufig aufgenommen. Irgend etwas muss passieren. Ich möchte gerne nach Jordanien und bezahlt mir das Migrationsamt auch den Flug? Irrtum denn ich bin nur Schweizer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt am 18.04.2012 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Last

    Weiter so, wir dürfen gerade stehen für Unkosten, Der BR sollte mal sehen das es vorwärts geht. Und eine Bremse einführen, nicht dem Volke die Last zumuten!

  • Renate Mäder am 17.04.2012 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer verlassen Schweiz

    Bald werden die Schweizer selber zu Auswanderern, weil man es im eigenen Land nicht mehr aushält. Mein Auswanderungswunschland wäre aus heutiger Sicht Kanada.

  • Mike Theissl am 16.04.2012 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Interesse

    Ich finde es auch schade, dass der gesamte Bundesrat, diese und andere Artikel zu Themen vom Volk nicht zu sehen bekommt oder niemand von denen sich dafür interessiert.

  • Michel aus Zürich am 16.04.2012 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Aber der SVP den Rücken kehren...

    Ich verstehe es einfach nicht...alle jammern rum und trotzdem lasst ihr die SVP fallen. Ja klar...das letzte Jahr war nicht gerade von Erfolg gekrönt und es wurden Fehler gemacht, aber so wie die Schweiz im Moment nach "links" rutscht...denkt ihr wirklich so wird das alles besser? Ich wusste nicht wie naiv das Schweizer Volk sein kann...und das wird wenn es so weitergeht, sehr bald im eigenen Land zur Minderheit gehören!

  • Luc Dissyer am 16.04.2012 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schade was hier so steht...

    Ja die tragen Kopftücher...muslims! Nein. Der grösste Teil ist christlich orthodox und da tragen einige auch Kopftücher. Eritrea ist der am meisten militarisierte Staat der Welt. Wir wissen, wie die Kommentare zeigen, nur wenig von deren Kultur und Leben. Aber diese Pauschalisierungen und Angstmacherrei hier ist ja schlimm. Wurde DEINE Schwester im Militär vergewaltigt? Wurde DEINE Mutter verschleppt, weil du nicht auf Deutsche schissen wolltest? Wurde DEINE Schwester gefoltert weil sie der Opposition angehört? Uns schweizer geht es sooo schlecht!

    • Anita Wenger am 16.04.2012 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wo sind die Schwestern?

      Diese Zustände müßen wir uns ja nicht auch noch ins Land holen, oder? Übrigens, die meisten "Flüchtlinge" welche momentan ins Land strömen sind Männer. Hmm, wo sind denn IHRE Schwestern? Geht es denen nun beßer?

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