Greenpeace

22. Juni 2016 15:57; Akt: 23.06.2016 10:09 Print

Zu viel Pestizid auf Schweizer Erdbeeren

Die Ergebnisse verschiedener Erdbeerproben sind erfreulich. Alle Grenzwerte werden eingehalten. Doch Greenpeace warnt: Insgesamt seien 20 verschiedene Pestizide festgestellt worden.

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Pestizid-Rückstände: Eine Erntehelferin bei der Erdbeerlese. (Bild: Keystone)

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Die Umweltorganisation Greenpeace hat auf Schweizer Erdbeeren aus konventionellem Anbau Pestizid-Rückstände festgestellt. Grenzwerte wurden keine überschritten. Greenpeace warnt vor einem «Pestizid-Cocktail». Laut Obstverband können die Erdbeeren «ohne Bedenken genossen werden».

Greenpeace hat auf vier Erdbeerfeldern im Thurgau und im Berner Seeland Proben genommen. Zudem hat die Umweltorganisation in zehn verschiedenen Läden 16 Schalen mit Schweizer Erdbeeren gekauft.

In einem unabhängigen Labor wurden die Proben auf Pestizid-Rückstände untersucht. Der Befund ist eigentlich erfreulich: Alle geltenden Grenzwerte wurden eingehalten.

20 verschiedene Pestizide

Wie Greenpeace in einer Medienmitteilung schreibt, liessen die Resultate dennoch aufhorchen. Es seien insgesamt 20 verschiedene Pestizide nachgewiesen worden. Auf mehr als der Hälfte der im Detailhandel gekauften Erdbeeren seien gleich vier oder mehr Pestizide festgestellt worden.

Bei der staatlichen Bewertung von Risiken werde jeder Rückstand und jeder Stoff einzeln für sich betrachtet, kritisiert Greenpeace. Das spiegle aber nicht die Realität wider, wie der Erdbeertest gezeigt habe.

Pflanzen vor Schnecken schützen

Von «einem guten Zeugnis für Erdbeerproduzenten» spricht der Schweizer Obstverband. Bei allen Proben seien die gesetzlichen Höchstwerte der Wirkstoffkonzentrationen sehr deutlich unterschritten worden. «Die festgestellten Konzentrationen sind bis 1000 Mal tiefer als die erlaubten gesetzlichen Limiten.»

Schweizer Produzenten würden so wenig Pflanzenschutzmittel einsetzen wie nur möglich, heisst es in einer Medienmitteilung des Verbandes. Ganz ohne gehe es aber nicht: «Jeder Hobbygärtner weiss: Bei diesem nassen Wetter muss dafür gekämpft werden, dass die Schnecken die Pflanzen nicht wegfressen.»

(kko/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rex Aragon am 22.06.2016 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mach mit!

    Erdbeeren , Gurken und Tomaten im Balkon Topf zu pflanzen. schmecken viel besser und ohne Pestizide!!-)

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  • Thom am 22.06.2016 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Ich habe meine eigenen Erdbeeren. 50% gehören mir und 50% den Tieren. Dafür absolut Giftfrei.

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  • Denk Esel am 22.06.2016 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lug und Betrug

    Glaube kein Wort. Alles Lug und Betrug. Denkt daran: Unsera Pharma Industrie hat kein interresse an gesunden Menschen!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lukas am 23.06.2016 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Wie ist das eigentlich, weiss das jemand? Also: Wenn ich Erdbeeren mit der erlaubten Dosis Pestizide esse, danach einen Apfel mit den erlaubten Grenzwerten und weitere Nahrungsmittel ebenfalls mit den erlaubten Werten, habe ich dann doch ein ungesundes Pestizidlevel erreicht? Oder bleiben die Hersteller beim Minimum?

    • Petra Wyler am 23.06.2016 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort: Artikel lesen

      «Die festgestellten Konzentrationen sind bis 1000 Mal tiefer als die erlaubten gesetzlichen Limiten.» ..... Da müssen Sie aber viele Äpfel, bzw. Früchte essen. Der Grenzwert liegt auch nochmals mit einem Sicherheitsfaktor tiefer, damit ganz bestimmt NICHTS passiert.

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  • Susanne am 23.06.2016 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Susie

    Wieviel Chemie steckt eigentlich in Erdbeeren aus Spanien? Hat Greenpeace diese auch schon mal überprüft?

    • M.G. am 23.06.2016 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      Weniger Chemie aber dafür Grundwasser

      der Provinz Almeria. Das "Mar del Plastico" produziert aktuell über 3 Mio. Tonnen Gemüse jährlich, der Wasserverbrauch ist so hoch das die ganze Provinz im Sommer auszutrocknen droht. Wegen der riesigen Produktionsmenge ist das Abwasser extrem mit Pestiziden verseucht. Dazu kommen die skandalösen Arbeitsbedingungen der marokkanischen Landarbeiter während die Gemüsebauern selbst zu den reichsten Bürgern Spaniens zählen. Das entspricht aber genau der Philosophie der EU-Agrarpolitik: möglichst billige Lebensmittel in den Discountern durch gezielt subventionierte Überproduktion.

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  • ursula am 23.06.2016 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltakivisten

    ach ja , greenpeace. kümmert sich nicht um unser grösstes problem . die gewissen us flugzeuge die ständig über unsere köpfe chemikalien ausbringen , um die " globale erwärmung " zu stoppen. stoppt doch mal diese , oder sind das die grössten spender für greenpeace ?denke schon deshalb wird nichts dagegen unternommen !

    • Mammaleone am 23.06.2016 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ursula

      Chemtrails? du glaubst das auch noch? Schon mal was von Verschwörungstheorie gehört? Nein? dann Google mal...

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  • Igel am 23.06.2016 04:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so zum sagen

    Nach Greenpeace sollten die Leute verhungern. Nicht einmal die Luft ist Sauber. Komme mir vor wie ein Staubsauger. Übrigens ist vermeintliche Bergluft nach neuesten Studien schlimmer als im Mittelland. Weil Schmutzpartikel in die Höhe getragen sich dann auch da ablagern.

  • Igel am 23.06.2016 04:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Veganer

    Da ich sowiso selten Beeren esse betrifft es mich weniger. Habe lieber Bio Gemüse tiefgefroren und gibt keine Abfälle.

    • Lachmit am 23.06.2016 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Igel

      Das freut uns doch sehr, dann können wir mehr Beeren mit Pestiziden essen.

    • Sonja am 23.06.2016 08:02 Report Diesen Beitrag melden

      Igel

      von wegen keine Abfälle. Tiefkühlkost gibt wohl Abfälle und das nicht zu knapp

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