Starker Schneefall

02. Februar 2019 08:21; Akt: 03.02.2019 11:02 Print

Strecke zwischen Bergün und Filisur wieder offen

Im Engadin kam es wegen den starken Schneefällen zu Zugausfällen und Verspätungen. Reisende müssen eine Umleitung nehmen.

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Die RhB hatte mit den starken Schneefällen zu kämpfen. Kein Durchkommen im Kanton Freiburg: Viele Autofahrer blieben am Freitagabend im Schnee stecken. (1. Februar 2019) Ein seit dem Sonntagabend in Zuoz GR vermisster Skitourengänger (27) wurde tot aufgefunden. (16. Januar 2019) «Auf der Melchsee Frutt wird das Restaurant ‹Gemsy› von den Schneemassen befreit», schreibt ein Leser-Reporter. Die Skischule Klosters muss die Schienen der Parsenn-Bahn vom Schnee freischaufeln. «Frauenpower» - schreibt die Leserreporterin dazu. Eine Allee aus Schnee in Klosters GR fotografierte ein Leserreporter am 15. Januar. Auch auf den Dächern liegen gewaltige Schneemassen. An der «Portes du Soleil» im Wallis ist am Montag eine Lawine heruntergegangen, die ein Opfer gefordert hat. Bereits gehen einigen Läden im Engadin die ersten Lebensmittel aus. Kein Durchkommen: Disentis GR ist von der Aussenwelt abgeschnitten. In Arosa liegt fast zwei Meter Schnee. Disentis ist weder per Zug noch auf der Strasse erreichbar. Der Zug nach Davos blieb im Schnee strecken und musste nach Klosters zurück geschoben werden. Dort mussten sich die Reisenden erst durch den hohen Schnee am Perron kämpfen. Schneebedeckte Strassen fordern am Samstagmorgen Geduld – Autofahrer sollten mehr Zeit einplanen. (12. Januar 2019) Ein 22-jähriger Autofahrer ist in der Nacht auf Freitag auf einen Parkplatz in St. Moritz gedriftet. Dabei verlor er die Kontrolle über das Auto und landete auf der Talpiste. Er war angetrunken. 18 Zentimeter Schnee auf dem Dach: Dieser Autofahrer in St. Gallen wurde angezeigt. Hier warens gar 28 Zentimeter. Am Donnerstag hat eine Lawine auf der Schwägalp Teile eines Hotels sowie mehrere Autos verschüttet. Drei Personen wurden verletzt. Sie wurden ins Spital gefahren und sowohl medizinisch als auch psychologisch betreut. Personen werden keine vermisst. In der Nacht auf Freitag brachten Busse 75 Personen ins Tal. Die Schneemassen sind ins Hotel Säntis eingedrungen. «Ich habe plötzlich eine Druckwelle gespürt», berichtet ein Mitarbeiter des Hotels. Ein Grossaufgebot von Rettungskräften war vor Ort. Hier werden die Personen in Sicherheit gebracht. Sax SG Während die nördliche Schweiz im Schnee versinkt, scheint im Tessin die Sonne. Pfäfers SG «Aktuell 75 cm im Garten», meldet eine Leser-Reporterin aus Bühler AR. Axalp ob Brienz. Herisau AR Maugwil bei Bronschhofen SG Niederuzwil SG Eggersriet SG Uerkheim AG Auf der Mariazeller Bürgeralpe landete ein Lehrer nach einem Sturz kopfüber im Neuschnee. Die Retter konnten ihn nur noch tot aus den Schneemassen bergen. Winterliches Erwachen am Donnerstagmorgen in der Schweiz: Hier in Rapperswil BE. St.Gallen Rotmonten: «Aktuell 45-50 cm Neuschnee», meldete ein Leser-Reporter frühmorgens. In Deutschland steckt die Harzer Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken, dem höchsten Berg im Mittelgebirge, fest. Mitarbeiter der Bahn versuchen, die Wagen vom Schnee zu befreien. In Österreich schneit es ganze Gemeinden zu. Diverse Gebiete sind nicht mehr erreichbar. Auch im deutschen Bayern schneit es ununterbrochen. Am Mittwochmorgen waren die Strassen rutschig. Eine Schneeball führte am Montag zu einem Auffahrunfall. In Klosters GR präsentierte sich die Winterlandschaft am Dienstagmorgen (8. Januar 2019) von ihrer schönsten Seite. In Österreich bereitet man sich auf die Höchste Lawinenwarnstufe vor. In Klosters gab es viel Neuschnee, laut Meteonews innerhalb von 24 Stunden 55 Zentimeter. Das Dorf versinkt schon fast im Schnee. Die Last des nassen Schnees war für das Dach einer Einstellhalle in Altstätten SG wohl zu schwer. Es stürzte am Sonntagnachmittag ein. Personen kamen keine zu Schaden. Im Osten der Schweiz ist die Lawinengefahr «gross». Was tun, wenn es schneit? Einen Schneemann bauen natürlich! Irchelpark in Zürich: Der erste grosse Schnee im Flachland lockt die Menschen raus. Was ist denn das? Ein Kleinkind beäugt einen Schneemann. Schlitteln auf dem Zürichberg. Manche nehmen den Schnee mit Humor. Im Flachland bildete sich zumindest vorübergehend vielerorts eine geschlossene Schneedecke, wie zum Beispiel hier in Bern. Sogar das Bundeshaus wurde leicht «angezuckert». Im Kanton Schwyz verletzten sich bei Verkehrsunfällen mehrere Personen. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden kam es zu zahlreichen Selbstunfällen. Winter in Felsberg GR. Ein eingeschneites Hochlandrind in Hinwil. Winterschwimmen in der Thur. Märchenhaftes Klosters. Klosters. In Hägglingen rutschte ein Salzstreuer-LKW in eine Mauer und kippte um. Beim Unfall verletzte sich der Fahrer leicht und musste ins Spital. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken. Die Bergung des LKW dauerte mehrere Stunden. In dieser Zeit war auch die Strasse nach Hägglingen blockiert. Es bilden sich allmählich immer mehr Schneemänner. Der Schnee reicht dafür aus. Wie im Grossen, so auch im Kleinen. Und in allen Farben. Einige Tiere zeigen sich erfreut über den ersten Schnee. Lucky freut sich über den Schnee. Hier wird in Volketswil gespielt. Winterritt in Bülach. Auch Beryll hat Freude. In Zeglingen BL lässt sich ein Baum erkunden. Andere Tiere betrachten das weisse Spektakel lieber aus warmer Sicherheit. Auch in Schwaderloch AG schneit es. Lyss BE. Muhen AG Turbenthal ZH Trogen AR Neuheim ZG. Zürich Schnee in Ramsei BE. Schachen bei Herisau. Volketswil ZH. Diessenhofen TG. «Leiser Schneefall in Sumiswald», schreibt ein Leserreporter zu diesem Bild. In Tamins GR hat es schon Schnee. Paar Stunden später sah es am Fuss des Zürcher Hausbergs so aus. Näfels/Mollis GL Urnäsch AR Urnäsch AR Stein SG Bürglen TG Mels SG Zürich Dietlikon ZH

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Der Winter hat den Schweizer Verkehr derzeit im Griff: Im Engadin sind am Samstagmorgen aufgrund der starken Schneefälle Strecken der Rhätischen Bahn (RhB) gesperrt worden. Züge fielen aus und es kam zu Verspätungen.

Im Bergell und im Oberengadin fielen in der Nacht rund 70 Zentimeter Neuschnee, wie Urs Graf von Meteoschweiz am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA sagte. Die RhB musste deshalb am Morgen aus Sicherheitsgründen die Berninalinie für den Zugverkehr sperren. Erst ab 13.30 Uhr konnten die Züge wieder verkehren, wie die RhB mitteilte.

Bergün - Filisur gesperrt

Bahnersatzbusse konnten auf der Strecke keine verkehren, weil es zu gefährlich war. Insbesondere im Raum Engadin/Bernina müsse am Nachmittag weiterhin mit Verspätungen gerechnet werden, hiess es.

Am Nachmittag wurde aufgrund von Schneerutschgefahr im Albulatal ausserdem die RhB-Strecke zwischen Bergün und Filisur von 16 Uhr bis Betriebsschluss gesperrt. Am Sonntagmorgen konnte sie wieder geöffnet werden.

A12 gesperrt

Bereits in der Nacht hatte sich die Wetterlage auf den Verkehr ausgewirkt – jedoch auf jenen auf der Strasse. So war am Freitagabend die A12 zwischen Châtel-St-Denis FR und Vevey VD für mehrere Stunden gesperrt gewesen. Die starken Schnee- und Regenfälle beeinträchtigten den Strassenverkehr im Kanton Freiburg stark.

Teilweise hatten Autobahnabschnitte geschlossen werden müssen, damit der Schnee weggeräumt werden konnte. Gegen Mitternacht hatte sich der Autoverkehr auf der A12 normalisiert.

Weitere 10 Zentimeter in Lugano

Sogar im Tessin schneite es kräftig. Bis Freitagnachmittag waren bis zu 15 Zentimeter Schnee gefallen. In der Nacht auf Samstag kamen gemäss Meteoschweiz in der Magadino-Ebene, Locarno-Monti oder Brissago noch einmal 10 bis 15 Zentimeter dazu.

In den höheren Lagen, zum Beispiel im Maggiatal, fielen 20 bis 25 Zentimeter, in Biasca in der Leventina gab es 20 Zentimeter. Aber auch in den tieferen Lagen schneite es weiter, in Lugano gab es gemäss Meteoschweiz 10 Zentimeter Neuschnee.

Der Schneefall führte ausserdem dazu, dass die für Samstagabend um 19 Uhr vorgesehene Partie der Super League zwischen Lugano und Thun nach einer Platzinspektion am Vormittag verschoben werden muss.

Zum Zeitpunkt der Absage lagen über 30 Zentimeter Schnee auf dem Terrain des Cornaredo. Nach der Platzinspektion sei es so gut wie ausgeschlossen, dass das Terrain bis Spielbeginn spielfähig gemacht werden könne, schrieb der FC Lugano in einem Communiqué.

Schneepause im Flachland

Meteorologe Graf rechnet bis am Abend mit einer Schneepause. Am frühen Sonntagmorgen soll die Schneefallgrenze am Alpennordhang dann wieder bis ins Flachland sinken. In den Voralpentälern erwartet Meteoschweiz im Verlaufe des Tages bis zu 25 Zentimeter, im zentralen und östlichen Mittelland kann es 5 bis 10 Zentimeter, lokal sogar 15 Zentimeter Neuschnee geben.

Im bündnerischen Puschlav, im Bergell, im Val Münstair, im Gebiet zwischen Oberalppass und San Bernardino sowie im Westen des Unterwallis bleibt nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) die Lawinengefahr gross. Das entspricht der zweithöchsten von fünf Gefahrenwarnstufen. Im Rest der Alpen und in Teilen des Jura ist die Lawinengefahr erheblich.

(bee/sda)