06. April 2005 09:40; Akt: 06.04.2005 09:41 Print

Zwischenlager Würenlingen besteht Probelauf

Bei der probeweisen Verbrennung von leicht radioaktiven Abfällen im Plasmaofen des Zwischenlagers Würenlingen ist es nur zu kleineren Problemen gekommen.

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22 der rund 300 Fässer konnten zwar eingeschmolzen, aber nicht eingegossen werden.

Grund war eine Unterdruckverschlechterung in der Abgasstrecke der Anlage, wie die Betreiberin Zwilag AG am Mittwoch mitteilte. Der Inhalt der 22 Fässer soll beim nächsten Probelauf zu Ende konditionert werden. Sobald die Anlage abgekühlt ist, wird die Ursache der Unterdruckverschlechterung abgeklärt.

Die Zwilag AG bezeichnet den Mitte Februar begonnen Probetrieb aber insgesamt als «erfolgreich». Es sei der Nachweis erbracht worden, dass die Anlage leicht radioaktive Rückstände verarbeiten kann und dass der Ofen auch über einen längeren Zeitraum zuverlässig funktioniert.

Beim Plasmaofen handelt es sich um die weltweit einzige Anlage dieser Art. Allerdings läuft die Inbetriebnahme nicht ohne Probleme ab. Der Ofen war von der Zwilag AG in eigener Regie fertiggestellt worden, nachdem bei der Erstellung durch ein Totalunternehmen Verzögerungen sowie Liquiditäts- und Personalprobleme aufgetreten waren.

Die Verbrennung der Abfälle findet bei einigen tausend Grad Celsius statt. Dem Abfall wird beim Schmelzvorgang Altglas zugeführt. Damit wird ein chemisch widerstandsfähiger und schwer auslaugbarer Abfallkörper hergestellt, der gut endgelagert werden kann. Das Abfallvolumen wird um den Faktor sechs verringert.

(sda)