Swiss Arctic Project

10. April 2018 21:59; Akt: 11.04.2018 10:57 Print

So überlebt man auch in einem Arktis-Blizzard

von D. Krähenbühl - Kaum kamen die Teilnehmer der Arktis-Expedition zum ersten Mal zusammen, mussten sie sich bereits in einer Extremsituation beweisen.

Während des Vorbereitungs-Weekends mussten die Teilnehmer zeigen, wie gut sie zusammenarbeiten können.
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Minus 15 Grad Celsius, eine Sichtweite von wenigen Metern und ein Wind, der bis ins Mark fährt: Gemäss Meteorologen trifft bald ein Blizzard auf die fünf Teilnehmer des Swiss Arctic Projects. Nun sind ihre Überlebenskenntnisse gefragt. Innert kurzer Zeit müssen sie sich in den Schnee eingraben, darin ein Zelt aufstellen und so beweisen, dass sie das Überleben der Gruppe auch unter widrigsten Umständen sicherstellen können.

Die Übung, die das Arbeiten unter Stress trainieren und den Teamzusammenhalt stärken soll, ist Teil des Swiss Arctic Projects, einer Forschungsreise von Expeditionsleiter Charles Michel. Die fünf Teilnehmer der Klima-Expedition hatten sich in einem Casting gegen Hunderte andere Teilnehmer durchgesetzt. Ihre Mission: Möglichst viele Personen in der Schweiz über die Auswirkungen des Klimawandels zu informieren und aufzuklären. Schon im Juli werden sie in Richtung Arktis aufbrechen.

Volles Programm

Dieses Wochenende ging das Abenteuer für die Gewinner der Arktis-Forschungsreise weiter. Auf der Lenzerheide auf 1473 m ü. M. kamen sie zum ersten Mal als Team zusammen. Von Michel erhielten sie eine umfassende Sicherheitsschulung.

Die eisige Kälte des Meeres oder Eisbären an Land seien nämlich nicht die einzigen Gefahren. «Auch ein Brand an Bord des Expeditionsschiffs MV San Gottardo wäre verheerend.» Neben Ausführungen zur Reise wurden die Teilnehmer auch in die Kameratechnik eingeführt und zum Umgang mit den Medien instruiert.


Die Teilnehmer beim Swiss Arctic Project: Joëlle Perreten, Antoine Carron, Tessa Viglezio, Janine Wetter und Jasmin Huser.

Klima-Report zum Permafrost

Zudem definierten die Teilnehmenden gemeinsam den «Student Climate Report» zum Thema Permafrost, der während der Expedition zusammengestellt wird. Zu diesem Anlass sprach Konrad Steffen, weltbekannter Arktis-Forscher und Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), zum Arktis-Team.

«Jedes Jahr verliert Grönland 360 Gigatonnen Eis», sagt Steffen. «Zum Vergleich: In den Schweizer Alpen gibt es insgesamt ‹nur› 60 Gigatonnen davon.» Das Auftauen des Permafrosts sei alarmierend – besonders für die Schweiz. «Bergstürze wie in Bondo, als rund vier Millionen Kubikmeter Gesteinsmaterial zu Tal donnerten, dürften in Zukunft keine Ausnahmeerscheinung mehr sein», prognostizierte er.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr.Ice am 10.04.2018 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..unnütze Aktion...

    ..und am Schluss liegt noch der Müll herum...kennen wir vom Mt.Everest

  • Thor am 10.04.2018 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Echt ist was anderes

    Widrig wird es erst, wenn nichts mehr funktioniert. Dies hier ist nur ein schöner Ausflug.

  • John Doe am 11.04.2018 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kasperlitheater!

    Ist alles, was mir dazu einfällt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sulejka am 11.04.2018 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das ist doch nicht so kalt

    wenn andere Menschen bei -50°C überleben können wie auf der norw. Insel wo niemand gebären oder sterben darf, leben über 2000 Menschen..also sind -15°C doch echt keine grosse Sache.

  • M.N. am 11.04.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Die gewählte HSG-Studentin Jasmin Huser hat erklärt, dass sie in ihrem Leben schon viel herumgereist und herumgeflogen ist, dabei habe sie viele Umweltprobleme gesehen und wolle jetzt etwas dagegen tun. Kaum 20 Jahre alt, ist sie also schon um die halbe Welt geflogen (Kerosin ist ja so klimafreundlich) und schippert jetzt mit dem Schweröl-Schiffchen in die Arktis um ein bisschen im Schnee zu spielen. Gut so, Frau Huser, genauso retten wir die Welt vor der Klimaerwärmung! Selber kräftig die Klimaerwärmung ankurbeln und den anderen Menschen dann erklären, sie müssen ihr Verhalten ändern!

  • Dosty am 11.04.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Öko-Fussabdruck

    Ich gehe davon aus, dass das Schiff mit Solarzellen betrieben wird ;-)

  • John Doe am 11.04.2018 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kasperlitheater!

    Ist alles, was mir dazu einfällt!

  • Vincent the Sandcorn am 11.04.2018 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Wenn die Population weiter derart fortschreitet werden wir es wohl oder übel den Inuit gleich tun müssen. Es sei den eine globale Seuche würde das Gleichgewicht wiederherstellen, woran wir besser nicht denken wollen.