Bundesratswahlen

06. Dezember 2018 10:34; Akt: 06.12.2018 11:06 Print

«Egal, ob Bundesrat ein Mann oder eine Frau ist»

Zwei Frauen folgen auf Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard. Was erhoffen sich Frauen vom Wechsel? Werden Fraueninteressen im Bundesrat nun stärker verfolgt?

(Video: 20 Minuten)
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Fulminant und eindeutig: Zum ersten Mal sind zwei Bundesrätinnen an einem Tag gewählt worden. 117 Bundesräte stehen seit der Gründung des Bundesstaats nun 9 Frauen im Bundesrat entgegen. Frauenorganisationen wie Alliance F sprechen darum auch von einem «historischen Tag für die Schweiz». Andere betrachten die Wahl nüchterner. Es sei beschämend, dass die doppelte Frauenwahl heutzutage als unüblich und überraschend bejubelt werde, sagen feministische Kreise.

Wir haben in Bern Frauen gefragt, was sie von der Wahl der zwei Bundesrätinnen halten und was sie sich von ihnen erhoffen. Werden Fraueninteressen im Bundesrat nun stärker verfolgt? Ist es überhaupt wichtig, dass Frauen im Bundesrat adäquat vertreten sind?

Uneinigkeit bei Passanten

«Nicht unbedingt», sagt Femke (17) aus Speicher AR. Schlussendlich komme es auf die Kompetenzen an und nicht darauf, ob die gewählte Person männlich oder weiblich sei. «Egal ob ein Bundesrat männlich oder weiblich ist – die Erwartungen sollen an Männer wie auch an Frauen gleich sein», fügt Vera (18) aus Herisau AR hinzu. «Hauptsache sie machen ihren Job richtig und gut.»

Ähnlicher Meinung ist auch Sidney (17) aus Zofingen AG. Es sei aber schade, dass man sich darüber freuen müsse, dass zwei neue Frauen im Bundesrat sässen. «Das sollte doch längst normal sein.» Frauen und Männer würden über viele Themen anders denken, daher sei eine entsprechende Repräsentation der Frauen im Bundesrat sehr wichtig.

Ein grösserer Fokus der neuen Bundesrätinnen auf Gleichberechtigung und Lohngleichheit wird aber von fast allen Befragten erhofft. Nicole (26) aus Luzern betont die Symbolhaftigkeit der Frauen-Doppelwahl. «Ein Bundesrats-Bild mit sieben greisen Männern ist definitiv weniger fortschrittlich als eines, auf dem auch drei Frauen darauf abgebildet sind.»

(dk/jk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • giorgio1954 am 06.12.2018 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grund Frauenquote?

    Alle sagen und schreiben ständig, es kommt auf die Kompetenz an. Und trotzdem berichten die Medien ständig von Frauenquoten, seien zu tief, noch nie so viele Frauen im BR, Quote sei immer noch zu tief, Frauen, Frauen, Frauen. Wieso eigentlich? Wieso braucht es eine Quote, wenn es auf die Kompetenz ankommt?

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  • Mann am 06.12.2018 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Männerbenachteiligung?

    Die systematische Männerbenachteiligung beim Pensionsalter, beim Sorgerecht für Kinder, oder Dienstpflicht in Armee und bei Bewerbung als Polizeiaspirant wird wohl kaum aufhören...

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  • Cagari am 06.12.2018 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Qualität statt Quantität

    Riesen Theater wer von welcher Partei,wieviele Frauen ect. Egal ob 4 SP oder FDP Bundesräte im Amt wären, alles Frauen oder Männer.. alles egal In erster Linie ist massgebend ob Jemand die Qualitäten ein solches Amt auszuüben beherrscht oder nicht. Mir spielt es keine Rolle von welcherPartei und welches Geschlecht die Person besitzt. Primär muss sie fähig sein für das Land und Bevölkerung das Beste zu erreichen und zu dessen Wohle das möglichste zu tun

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mann am 07.12.2018 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ehepaar seit 52 Jahren..wir arbeiten beide.. machen beide Ferien..ärgern uns beide.. lachen beide..beide haben Geld oder halt auch etwas weniger..also hört endlich auf mit de gegeneinander Bixen..das Miteinander ist Lebens Kunst..Lebensfreude..!

  • D. oof Er. Mann am 07.12.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeit Wert

    Zum #Feminismus (hier im Forum explodiert): Welche Feministin möchte mich heiraten? Ich werde jeden Tag: Einkaufen, Ausschlafen, Rauchen, Putzen, an der Sonne liegen, Kochen, Saufen, Kiffen, blabbern und sonstiges mit dem Nachbarn, mit den Kindern spielen und Hausaufgaben machen, etc. Du wirst jeden Tag: Früh aufstehen, 200% arbeiten gehen, die Geleise und Schwellen der SBB verlegen, mit geschnittenem Haar Militärdienst leisten, mir reichlich Geld überweisen, mich zum Essen einladen, sämtliche Rechnungen zahlen, die Steuererklärung ausfüllen, die Pneu vom Auto wechseln und tanken, etc.

  • PJM am 07.12.2018 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Differenz 5 Jahre

    Die Lebenserwartung der Frauen ist 85 und das der Männer 81. Das AHV-Alter der Frauen ist 64 und das der Männer 65. Der Lebensabend für die Frauen ist 21 und das der Männer 16 Jahre. Darum entstehen die horrenden jährlichen Mehrkosten in zweistelliger Milliardenhöhe für die Frauen. Man hätte das AHV-Alter der Frauen nie senken dürfen. 1948 war das AHV-Alter für Männer und Frauen bei 65.

  • PJM am 07.12.2018 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klagen und Beschwerden

    Damit die Männerdiskriminierungen in der Schweiz endlich aufhören muss jeder Mann, wenn er direkt betroffen ist, ein Klage oder Beschwerde einreichen. Wenn es nötig ist bis an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte EGMR in Straßburg.

  • ein feminnistischer gedanke am 07.12.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen sind soooo schwach

    Eigentlich ist es Zeit das wir unsere körperliche Überlegenheit ausnutzen und die Frauen als Sklaven halten ;-)

    • D. oof Er. Mann am 07.12.2018 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      ein feministischer Gedanke mehr

      Die Frauen haben dir eingeflüstert du seist stark und sie seien schwach. Frauen sind genial, die doofen Männer merken nicht dass sie schon lange als Sklaven gehalten werden. Darum mein feministischer Gedanke: Geniale Frauen an die Arbeit und Doofe Männer an den Herd!

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