Tröpfchensystem beim Einkauf

20. März 2020 10:08; Akt: 20.03.2020 10:08 Print

«2 Meter Abstand auch beim Anstehen einhalten»

Detailhändler begrenzen den Zugang zu ihren Läden. Sie raten, wenn möglich früh am Morgen, über Mittag oder gegen Abend einzukaufen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch eine Kundin oder ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

«Richtige Massnahme»

Das sogenannte Tröpfchensystem sorgte bei Kundinnen und Kunden für gemischte Reaktionen. «Ich empfand es als richtig, diese Massnahme zu ergreifen», schreibt etwa ein Leser. So habe er nicht anstehen müssen und er habe sich frei bewegen sowie Abstand einhalten können. Auch Leser Alexander findet die Massnahme nötig, glaubt aber, dass sie nicht weit genug geht: «Viel mehr Chancen werden wir wohl nicht erhalten, bis plötzlich doch noch auf die Ausgangssperre umgestellt wird.»

Überwiegend hagelt es aber Kritik. «Im Laden hat man jetzt genug
Abstand, dafür steckt man sich draussen beim Anstehen an.
Schwachsinnig, dieses System!», findet Leser Lee. Und Reto sagt: «Ab heute also nur noch online bestellen. Diese Wagenschieberei tue ich mir nicht an.» Für Gesprächsstoff sorgt auch die Hygiene bei der Umsetzung des Systems. «Die Karte, die ich heute erhalten habe, wurde ungereinigt an die nächste Person weitergegeben. Super, um die Viren zu verbreiten», so Rolf.

Stosszeiten meiden

Die Detailhändler begrüssen die Präzisierungen des BAG im
Kampf gegen das Coronavirus und halten die getroffenen
Massnahmen für sinnvoll, wie die Interessengemeinschaft Detailhandel und die Swiss Retail Federation mitteilten. Swiss-Retail-Sprecherin Dagmar Jenni empfiehlt den Kunden auch eine Änderung ihres Einkaufsverhaltens.

«Tendenziell kann man sagen, dass die Haupteinkaufszeiten zwischen 9 und 11 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr liegen. Da zurzeit viele Homeoffice machen, ist eine Verteilung auf andere Zeiten sehr gut möglich und gewünscht.» Laut Jenni soll man zudem auch im Wartebereich in der Schlange vor dem Laden den Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten.

(juu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nadine12345 am 20.03.2020 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DANKE/MERCI

    Wann bekommen die in den Lebensmittelläden mal ein Bravo? Die arbeiten schliesslich ohne Schutzanzüge und werden nun zur Überzeit verdonnert... An den Kassen steht auf Deutsch das man hinter der Linie warten solle, nur jeder 4 hält sich daran. Das Verkaufspersonal macht die Kunden darauf aufmerksam, bringt aber nichts, da viele kein Deutsch können und einige das nicht einsehen. Wahnsinnig finde ich, das das Personal an der Kasse ungeschützt ist.... VON MEINER SEITE AUS; MERCI FÜR EURE ARBEIT, EIN RIESIGES BRAVO!!!!

    einklappen einklappen
  • Barbara am 20.03.2020 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tröpfchensystem beim einkauf

    Wenn noch einer behauptet die Kärtchen wurden nicht desinfiziert platzt mir der Kragen. Habe gestern von 13 Uhr bis 20 Uhr nichts anderes gemacht

    einklappen einklappen
  • Markus am 20.03.2020 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Appell an Senioren

    Das System ist gut, braucht aber disziplinierte Menschen. Daher dringend ein Appell v. a. an die Senioren: nicht mehr einkaufen gehen, um Bekannte zu treffen und vor oder im Laden zu reden, sondern einkaufen gehen, 2m Abstand halten und wieder schnell nach draussen gehen. Und bitte nicht dann einkaufen, wenn alle Berufstätigen auch gehen. Danke.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • WV am 21.03.2020 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einzel Abfertigung

    Diese Massnahme ist nicht zu Ende gedacht. Denn dann müsste an der Kasse erst dann der nächste Kunde bedient werden, wenn der vordere fertig ist mit einpacken des Einkaufs. Wenn hinter der Kasse zwei Kunden parallel ihren Einkauf einpacken, ist der Abstand weniger als einen Meter.

  • Lukas G. am 21.03.2020 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Etwas überschätzt

    Ist ja schon gut und so. Aber ich finde es schon eigenartig, wie mache Menschen schon beim Vorbeilaufen auf die Seite springen. Einige scheinen nicht begriffen zu haben, DASS beim Vorbeilaufen keine Ansteckung möglich ist. Sei denn ich Fluche,Singe oder führe Selbstgespräche. Vielleicht liege ich auch falsch...

  • 50+ am 21.03.2020 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so war es heute

    meine Beobachtungen heute in Dörfern aufm Lande: die meisten Leute versuchen sich an die bundesrätlichen Weisungen zu halten, aber es gibt leider Ausnahmen. Bei der Tanke haben anscheinend gewisse Mitbürger keine der 4 Sprachen verstanden. Da müssten noch einige Übersetzungen kommen.

  • Ausländerin, die Deutsch nicht versteht am 21.03.2020 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nicht ohne zu nörgeln

    Wieder so eine wertende Aussage. Sie haben sicher mehrere Migros Filiale besucht, Interviews durchgeführt, diese ausgewertet und dann sind Sie zum Schluss gekommen, dass 88% der Migroskunden kein Deutsch können, deswegen übertreten sie eine selbsterklärende Markierung am Boden.

  • FatCat am 21.03.2020 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Krisenmanagement

    Alle Entscheidungsträger sind total krisenunfähig: Alles too little too late.