Dampfen

28. März 2019 11:24; Akt: 28.03.2019 11:24 Print

15-Jährige greifen zu «gestylten» E-Zigaretten

Erstmals liegen für das Konsumverhalten bei E-Zigaretten Zahlen vor. Die Stiftung Sucht Schweiz ist nicht erfreut über die Entwicklung.

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Gut 11'000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren aus der ganzen Schweiz wurden 2018 von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit befragt. Im Fokus der national repräsentativen Studie stehen die 15-Jährigen.

Dabei gab gut die Hälfte der Buben an, mindestens einmal an einer E-Zigarette (manchmal auch E-Verdampfer genannt) gezogen zu haben. Bei den Mädchen ist es ungefähr ein Drittel. Der Konsum ist damit höher als bei herkömmlichen Zigaretten.
Als Hauptgrund wurde am häufigsten «Neugierde», gefolgt von «einfach weil ich es mag», genannt. Die Befragung zeige, so Sucht Schweiz, dass Jugendliche offen für neue Produkte seien.

Die Stiftung betrachtet diese Entwicklung als bedenklich. Sie wirft die Frage auf: «Begünstigen diese Produkte, die heute ohne Altersbeschränkung, modern gestylt und mit verschiedenen Geschmacksrichtungen verkauft werden, eine neue nikotinabhängige Generation?»

Zahlen bei herkömmlichen Substanzen stabil

Der Jugendschutz sei gefordert, zumal für diese Produkte auf Bundesebene heute weder ein rechtlich verbindliches Abgabealter noch Werbeeinschränkungen bestünden, sagt Grégoire Vittoz, Direktor von Sucht Schweiz. Bereits reagiert hat die Kioskbetreiberin Valora. Für E-Zigaretten gelte schon jetzt das Mindestalter 18.

Bei herkömmlichen Substanzen zeigen die Resultate nur geringe Veränderungen. Die Zahl derer, die mindestens einmal in der Woche Zigaretten rauchten, blieb gegenüber 2014 praktisch identisch. Das Gleiche gilt für den Alkohol- und Cannabiskonsum.

Alles was du zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern wissen musst, findest du hier.

(dmo)