Neue Präsidentin

31. August 2019 15:57; Akt: 31.08.2019 19:54 Print

Ronja Jansen (24) ist neue Juso-Chefin

Die Jusos versammeln sich am Samstag in Trimbach SO. Im Rahmen der ausserordentlichen Jahresversammlung wird die Nachfolge von Tamara Funiciello (29) bestimmt.

Die neue Juso-Chefin im Interview. (Video: jk)
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Tamara Funiciello (29) war für über drei Jahre an der Spitze der Juso. Im April hatte sie ihren Rücktritt angekündigt: Es sei Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Im Rennen um ihre Nachfolge standen sich am Ende zwei 24-Jährige Nordwestschweizerinnen gegenüber: Mia Jenni und Ronja Jansen. Beide sehen in Tamara Funiciello ein Vorbild.

Im zweiten Wahlgang wurde schliesslich die Baslerin Ronja Jansen zur neuen Chefin der Jungsozialisten gewählt. Sie erhielt 91 Stimmen und lag damit genau 1 Stimme vor der Aargauerin Mia Jenni. Im Vorfeld der Wahl konnte keine klare Favoritin ausgemacht werden. Entsprechend gestalteten sich die Ergebnisse des ersten Wahlgangs.

Wer word Nachfolgerin von Tamara Funiciello?

Ronja Jansen kommt aus dem Baselbiet, arbeitet für eine NGO und amtet als Co-Präsidentin der Juso Baselland. Die Juso sei nicht nur eine Partei, sondern auch eine Bewegung, sagte Jansen in ihrer Rede vor der Wahl. Sie plädierte für eine ökologische, feminstische und radikale Juso. «Diese Partei hat mich verändert. Ganz am Anfang war ich schüchtern. Ich versteckte mich während der Pause meiner ersten Parteiversammlungen auf dem WC, weil ich mich nicht traute, jemanden anzusprechen. Doch nun bin ich mutig geworden», sagte Jansen.



Funiciello würdig verabschiedet

Tamara Funiciello hat derweil eigene Pläne, der Politik wird sie kaum den Rücken kehren. Auf der SP-Liste kandidiert Funiciello für einen Sitz im Nationalrat. In Trimbach wurde sie mit minutenlangem Applaus von ihren Parteikollegen verabschiedet. Auch Funiciello bedankte sich bei ihrer Partei, von der sie stets viel Rückendeckung erhalten habe. «Ich habe mehr Tränen an diesem Rednerpult vergossen, als es im letzten Jahr in Italien geregnet hat», so Funiciello in ihrer Rede. Sie sei froh, dass eine weitere Frau die feministische Position der Juso in Zukunft weitervertreten werde.

«Ab heute beginnen wir eine neue Tradition, in der wir nicht Präsidentschaften vergleichen, sondern gemeinsam immer weitermachen», sagte Funiciello im Hinblick auf ihre Nachfolgerin, der sie alles Gute wünschte.

(jk)