Besorgte Bauern

28. Januar 2013 13:43; Akt: 28.01.2013 13:54 Print

«Bald könnten die Wölfe Kälber reissen»

Das Wolfsrudel vom Calanda-Gebiet wagt sich immer weiter in Siedlungsgebiete vor. Mehrere Male wurden die Tiere im Churer Rheintal gesehen. Die Viehzüchter sind besorgt.

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Die acht Wölfe vom Calanda halten sich nicht mehr länger nur in der Höhe auf. Das Rudel ist laut dem «St. Galler Tagblatt» oft im Talgrund beobachtet worden - am häufigsten in der Gegend von Untervaz. Es soll mehrmals auch am Tag gesichtet worden sein, das Geheul sei in der Nähe von Siedlungsgebieten hörbar.

Die Tiere folgten dem Wild in tiefere Lagen, laut Hannes Jenny vom Amt für Jagd und Fischerei Graubünden ist dies im Winter ein völlig normales Verhalten. Bisher ist es zu keinen Zwischenfällen gekommen, allerdings ist die Bevölkerung skeptisch. «Dass sich ein Wolfsrudel in Siedlungsnähe aufhält, ist eine neue Situation, der Mensch muss erst lernen, damit umzugehen», sagt Jenny gegenüber der Zeitung.

Niemand weiss, wie sich das Rudel verhalten wird

Anders ist die Situation bei den Nutztieren. Im Sommer werden die sechs Wolfsjungen fast erwachsen sein; bleibt das Rudel zusammen, könnte es gemäss Jenny dann nebst Ziegen und Schafen auch grössere Tiere wie Kälber gefährden. «Die Landwirtschaft ist mit dem Rudel gefordert», so Jenny gegenüber 20 Minuten Online. Man wisse nicht, wie es sich verhalten werde, bereits begonnene Massnahmen wie das Einsetzen von Schutzhunden auf den Alpen müssten fortgesetzt werden. Auch ist unklar, in welchen Gegenden das Rudel im Sommer jagen wird. Jenny rechnet damit, dass es bis ins Glarnerland und den Kanton St. Gallen vordringen wird.

Mitglieder des St. Galler Schafzuchtverbandes haben sich vergangene Woche bereits zu einem Informationsabend getroffen. Die Stimmung war «emotionsgeladen», so Martin Keller, Präsident des Verbandes, zum «St. Galler Tagblatt». Viele hätten gefragt, wie es mit der finanziellen Entschädigung bei Wolfrissen aussehe. Auch der Herdenschutz war ein Thema. Keller ist überzeugt, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gibt und sich vor allem die kleineren Alpen einen solchen nicht leisten können. Werde der Wolf zur Bedrohung, müssten sich kleinere Alpen zusammenschliessen oder den Betrieb einstellen. Er fordert mehr Geld von der öffentlichen Hand für den Schutz von Herden. Wünsche die Bevölkerung den Wolf, müsse sie auch bereit sein, mehr für den Schutz auszugeben.

(feb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geronimo am 28.01.2013 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Jammeris...

    Würde wetten, wenn das Wolfsfleisch eine Delikatesse wäre, würden die Bauern statt Schafe und Rinder, Wölfe züchten....Aber sobald eine Tierart keinen wirtschaftlichen Nutzen für den Mensch hat ist sie böse und gehört nicht in die Schweiz...

  • marco.H am 30.01.2013 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wölfe Natur Bauern Geld und Aengste

    Könnte Könnte. Es könnteIhnen auch der Himmel auf den Kopf fallen. Es gab mal Wölfe in der Schweiz, man konnte damit leben. Jezt lernen wir es halt wieder. Jammern statt konstruktive lösungen suchen ,ist nicht angebracht.Genau so wehnig wie alles abzuknallen. Man hat die Fehler vor 100 jahren gemacht, wollen wir sie denn unbedingt widerholen????Wir haben uns Geistig, aber auch nur Geistig zu sehr von der Natur entfernt, zeit sich wieder zu nähern und sich mit ihr zu befassen,und nicht gegen sie zu arbeiten. Denn wenn die Natur mal gegen uns arbeiten wird sind wir Chancenlos.

  • Deborah Schütz am 28.01.2013 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    wer frisst denn Hirschsalsiz+Lammbaten??

    Och... da fressen die Wölfe den Jägern wohl das Schiessziel weg... Wie Unnatürlich!!!!!!!! Liebe Bevölkerung, Die Wölfe fressen keine Kinder!!!! Und wehe einer der sich Beklagt über den Wolf, isst jehmals wider einen Hirschsalzis, Lammbraten oder Rehrücken!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andi R am 30.01.2013 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Total überflüssig

    In der überbevölkerten Schweiz als einem der am dichtesten besiedelten Länder der Erde sind Wölfe ebenso fehl am Platz wie Bären und Luchse. Diese Tiere gehören nach Kanada oder nach Sibirien wo es genügend Platz hat. Was wir hier mit Millionen an Steuergeldern für ein Theater betreiben um einen Anschein von Naturschutz vorzugaukeln während gleichzeitig das Land zubetoniert wird ist einfach lächerlich. Wieso soll ich als Steuerzahler für die gerissenen Schafe bezahlen und für all die staatlich bezahlten Wolfsexperten die einem einreden wollen dass die Schweiz ein Wolfsparadies sei?

  • marco.H am 30.01.2013 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wölfe Natur Bauern Geld und Aengste

    Könnte Könnte. Es könnteIhnen auch der Himmel auf den Kopf fallen. Es gab mal Wölfe in der Schweiz, man konnte damit leben. Jezt lernen wir es halt wieder. Jammern statt konstruktive lösungen suchen ,ist nicht angebracht.Genau so wehnig wie alles abzuknallen. Man hat die Fehler vor 100 jahren gemacht, wollen wir sie denn unbedingt widerholen????Wir haben uns Geistig, aber auch nur Geistig zu sehr von der Natur entfernt, zeit sich wieder zu nähern und sich mit ihr zu befassen,und nicht gegen sie zu arbeiten. Denn wenn die Natur mal gegen uns arbeiten wird sind wir Chancenlos.

  • Deborah Schütz am 28.01.2013 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    wer frisst denn Hirschsalsiz+Lammbaten??

    Och... da fressen die Wölfe den Jägern wohl das Schiessziel weg... Wie Unnatürlich!!!!!!!! Liebe Bevölkerung, Die Wölfe fressen keine Kinder!!!! Und wehe einer der sich Beklagt über den Wolf, isst jehmals wider einen Hirschsalzis, Lammbraten oder Rehrücken!!!!

  • Geronimo am 28.01.2013 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Jammeris...

    Würde wetten, wenn das Wolfsfleisch eine Delikatesse wäre, würden die Bauern statt Schafe und Rinder, Wölfe züchten....Aber sobald eine Tierart keinen wirtschaftlichen Nutzen für den Mensch hat ist sie böse und gehört nicht in die Schweiz...

  • Sad am 28.01.2013 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Bauern!

    Jetzt ist aber mal gut. Lieber esse ich weniger Milch, Käse und Fleisch! Als das die Bauern wieder etwas zum jammern haben. Wir haben diesen Tieren den Lebensraum gestohlen, und nicht umgekehrt!!!!!