Rickenbach TG

17. Oktober 2019 19:21; Akt: 17.10.2019 19:21 Print

«Bei jedem Regen habe ich Angst»

Roland Wagner aus Rickenbach TG ist besorgt. Grund ist die Tanne auf dem Nachbarsgrundstück. Bei jedem Regen drohe sie, auf sein Hausdach zu kippen.

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Der Rickenbacher Roland Wagner fühlt sich von der Gemeinde im Stich gelassen. Grund dafür ist eine 25 Meter hohe Tanne, die auf dem Nachbarsgrundstück steht, wie die «Wiler Nachrichten» schreiben. Dazwischen fliesst der Alpbach.

Der 83-Jährige macht sich Sorgen, die Tanne könnte auf sein Haus krachen. Der Grund: Der Baum stehe auf Nagelfluh, einem Gestein, das sich bei Hochwasser des Alpbach aufweiche. «Bei jedem Regen habe ich Angst», so Wagner. Auch bei starkem Wind sei es gefährlich, da die Tanne derart hoch sei.

Schon einmal passiert

Seine Angst ist nicht unbegründet. Vor ein paar Jahren traf das Horrorszenario nämlich tatsächlich ein. Eine Tanne, die an der gleichen Stelle stand, krachte Wagner tatsächlich auf das Dach. Die Kosten für die entstandenen Schäden habe er selbst übernehmen müssen. Ein zweites Mal müsse so etwas wirklich nicht passieren, findet der Rentner.

Der Rickenbacher hofft nun, dass sich bald etwas ändert. Er habe die Gemeinde schon vor drei Monaten über die Situation informiert, geschehen sei aber nichts. Eine Kontaktaufnahme mit dem Nachbarn sei bisher gescheitert. Ein Schreiben blieb unbeantwortet. Ohnehin habe man den Nachbarn kaum gesehen, aktuell ist er im Ausland.

Keine Angelegenheit der Gemeinde

Laut dem Rickenbacher Gemeindepräsident Ivan Knobel liege das Anliegen von Wagner nicht in seinem Zuständigkeitsbereich. Dies, weil die Tanne auf Privatgrundstück steht. «Ob die Tanne gefällt wird oder nicht, muss der Grundstücksbesitzer entscheiden», so Knobel.

Der Besitzer des Privatgrundstücks teilt auf Anfrage von 20 Minuten mit, dass ihm die Situation nicht bekannt sei und er diesbezüglich auch nie von Herrn Wagner angesprochen worden sei. «Falls Herr Wagner aber auf mich zukommen würde und es sich die Tanne tatsächlich als gefährlich erweist, würde ich sie selbstverständlich fällen», teilt er mit.

(del)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomi am 17.10.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Headline

    Puh, fast hätte ich die Meldung des Tages verpasst...

  • Greengo69 am 17.10.2019 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok

    Und das soll in den NEWS erscheinen...?

  • Peter N. am 17.10.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Grundeigentümer aussprechen

    Wieso sucht er denn nicht das Gespräch mit dem Nachbarn?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maria am 18.10.2019 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langeweile

    Diesem Herrn muss es schon langweilig sein. Besorgt ihm wirklich das oder das diese ihm die ausscht versperrt?

    • Josef am 18.10.2019 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Maria

      Dass Sie mit Ihrer Lobhudelei in die Zeitung gehen, muss ungemein sexy wirken

    • Baobab am 18.10.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Joseph

      Frei nach Karl May. Gemeinde: Aus krummer Rippe wurde sie geschaffen, versuche nicht sie zu biegen, denn sie bricht.

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  • Frau am 18.10.2019 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schriftlich

    Lieber Herr Wagner laut Gesetz muss der Nachbar für die Schäden an ihrem Hause aufkommen wenn der Baum auf seinem Grundstück ist. Und bestimmt nicht sie. Suchen sie das Gespräch mit ihm , wenn es nichts bringt informieren sie ihn schriftlich dass er die Kosten zu tragen hat. Eingeschrieben! Vielleicht reagiert er dann. Sie sind dann auf der sicheren Seite dass sie ihren Nachbarn informiert haben. Alles Gute

    • Fräulein Baumeler am 18.10.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Objektivieren

      Die Frage ist, ob vom Baum eine Gefahr ausgeht. Der anerkannte Spezialist, den so eine Einwohnergemeinde vermitteln soll, kann das beurteilen. (Wahltag sei Zahltag.)

    • lLeib + Leben am 18.10.2019 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Erkennen und benennen

      Sicherheit und Bildung erreichen in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Also muss Gemeindepolitik sehr wohl und zwingend besorgt sein, dass die Sicherheit der Einwohner im landesüblichen Masse gewährleistet wird.

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  • StanX am 18.10.2019 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich ein Versicherungsfall

    Würde man meinen. In einem vergleichbaren Fall weigerte sich aber die Versicherung den Haftpflichtfall zu bezahlen, da Sturmereignisse von der Deckung ausgenommen sind. Wofür hat man denn eine Versicherung?

  • Hobbit am 18.10.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Tanne ist das nicht.

    Wenn es sich bei Bild 1 um das Ding im Hintergrund handelt, ist das keine Tanne, sondern ein Waldsterben.

    • St. Erben im Thurgau am 18.10.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Hefenhofen Tourismus

      Hegen und Pflegen. ("Schönholzer" sei ein ursprünglich im Thurgau beheimatetes Familien-Geschlecht...?)

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  • Aus gutem Holz geschnitzt am 18.10.2019 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Selber machen

    Man könnte ja selber zur Säge greifen und den Baum schneiden?

    • Erdbeerholz verleimt am 18.10.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      Mediation

      Früher hätte der Dorfpfarrer die Kirche wieder in die Mitte des Dorfes gestellt. Sowas lief früher wie am Schnürchen. (Love, Peace und kleine Preise.)

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