Solidarität

09. Januar 2015 09:39; Akt: 09.01.2015 12:27 Print

«Charlie Hebdo» – Kundgebung in St. Gallen

von Qendresa Llugiqi - Am Tag nach dem Attentat auf «Charlie Hebdo»: Rund 100 Personen haben sich auf dem Marktplatz in St. Gallen in Gedenken an die Opfer versammelt.

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Seit dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» vom Mittwoch in Paris gab es weltweite Solidaritätskundgebungen – auch in St. Gallen. Die Gewerkschaft für Medien und Kommunikation «syndicom» organisierte eine spontane Kundgebung mit dem Motto «Für (Presse) Freiheit, gegen Gewalt». Gegen 18.30 Uhr traf man sich am Lämmler-Brunnen auf dem Bahnhofplatz, um dann am Demonstrationszug durch die Altstadt und an der anschliessenden Gedenkminute vor dem Waaghaus auf dem Marktplatz in St. Gallen teilzunehmen. «An der Aktion nahmen rund 100 Personen teil», so Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen. Viele Medienschaffende waren an der Kundgebung ebenfalls präsent.

Auf mehreren Transparenten war der Solidaritätsslogan «Je suis Charlie» zu lesen. Auch wurden zwölf Fackeln und Kerzen für die Opfer des Anschlags gezündet.

«Angriff auf Meinungs- und Medienfreiheit»

Der Mordanschlag auf das Satiremagazin wurde in Ansprachen von Dominik Dietrich, Syndicom-Regionalsekretär, Tagblatt-Chefredaktor Philipp Landmark und Monika Simmler, St.Galler SP-Kantonalpräsidentin, thematisiert und verurteilt.

«Der Anschlag ist ein Angriff nicht nur auf die Meinungs- und Medienfreiheit, er richte sich vielmehr gegen unsere ganze Gesellschaft», sagte Chefredaktor Landmark gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

Gedacht wurde auch der 118 Journalistinnen und Journalisten, die im Jahr 2014 bei der Ausübung ihres Berufs ermordet worden sind.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • effe am 09.01.2015 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    für Pressefreiheit sein, aber noch nicht gemerkt, dass wir im Westen schon lange keine Pressefreiheit haben. Vor allem was westliche Aussenpolitik und das System allgemein betrifft.

  • Gastro am 09.01.2015 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    ich finds traurig

    sterben 12 Franzosen machen wir ein riesen Thema, verseuchen die Amis den halben Nahen Osten mit Uranmunition ist es uns allen egal, auch dass niemand es berichtet. Von wegen Pressefreiheit

  • SAlexander am 09.01.2015 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird Zeit..

    .... das auch mal Muslime auf die Straßen gehen, um gegen die Gewalt Ihrer fehlgeleiteten Glaubensangehörigen zu protestieren!! Seid Jahren treten tausende Christen weltweit aus der Kirche aus (auch ich) wegen Protzresidenzen, Missbrauch etc. Angesichts der zahlreichen schrecklichen, religiös motivierten Anschläge muslimischer Gewalttäter im Nahen Osten, in Afrika und nun auch hier in Europa, würde mich dabei interessieren, wieviele Muslime ihrem Glauben den Rücken gekehrt haben, um sich auf diese Weise deutlich von all diesen Verbrechen zu distanzieren!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Silvie am 10.01.2015 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Satire

    Es braucht die Satire,denn es ist traurig genug ,dass es die freie Meinungsäusserung eigentlich gar nicht mehr gibt.

    • The Man who am 10.01.2015 22:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Satire mit Verstand

      Da hast du recht, nur sollte man den Begriff Satire nicht für plumpen Schulbuben Humor missbrauchen der - von dem muss man ja zumindest ausgehen- nichts ausser provozieren soll. Satire ist nicht für die Spass Gesellschaft gedacht, sie soll durch lockeren Umgang mit Schrift oder Bild zum denken und hinterfragen anregen der Witz dabei, es muss nicht mal zwingend lustig sein(siehe Georg Schramm, Volker Pispers und "Viktor Müller") aber kollektiv provozieren sollte und darf sie auf keinen Fall. Sie soll parodieren nicht lügen.

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  • Anna Meier am 10.01.2015 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Union

    Pressefreiheit hin oder her, Satire wird nur benutzt um Dinge auszusprechen die sonst verboten sind (Deckmantel Satire). Warum glauben die alles tun zu dürfen? Witzig ist es ja eh nicht...

    • Satyr am 10.01.2015 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht immer witzig, richtig!

      Satire hat nicht den Zweck witzig sein zu müssen, liebe Anna, sie spricht Dinge aus die zum Nachdenken anregen soll und kann witzig sein. Auch sind satirisch angezeigte Dinge oft aus einer anderen Warte zu betrachten, dann kommt man oft erst darauf was damit gesagt werden wollte...

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  • Hope am 09.01.2015 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr traurig...

    Ich bin vor einigen Jahren mit meiner Familie aus dem Nahen Osten geflüchtet...Seitdem können wir nur zu schauen,wie immer wieder Bekannte, Freunde & Familien Mitglieder getötet werden...und es ist kein Ende in Sicht...mit Waffen, Geld & Unterstützung aus dem Westen! Es ist so traurig, was aus der Menschheit passiert...Wo ist nur euer Anstand, Respekt & eure Toleranz geblieben?

    • Claudia am 09.01.2015 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Traurig...

      ja ja der böse Westen... Schön wenn man immer den anderen Schuld geben kann... Aber im Westen leben, das ist ok...

    • patrick am 10.01.2015 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @claudia

      schön das es immer noch leute gibt die nicht kapieren wie die welt funktioniert... warum wollen echt alle in den westen? und auch beim terrorismus, is und al quaida sind vom westen mitfinanzierze terrorgruppen das sollte man schon wissen.. auch geopolitik, wirtschaft etc wer diktiert dem bitte wem was er zu tun hat? und warum sind wohl die meisten länder aus denen der rohstoff für die industrie kommt schwellen oder 3 welt länder? es stimmt mich immer wieder traurig wieviele leute es gibt die einfach keine sekunde ihres lebens darüber nachdenken wie und warum alles so ist.. dabei ist es so simpel und durchschaubar aber ebben für was nachdenken wenn man auf der seite lebt, welcher es gut geht...

    • The Man who am 10.01.2015 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Danke Patrick

      Eigentlich macht man es dermassen dilettantisch das es sogar den Menschen im Westen auffallen müsste, aber wie du sagst es gibt sehr Warheitsresistente Leute und die Medien sind halt auch keine Hilfe. Ist es nicht Zufall (Einzelfall jedenfall nicht)wie den Geheimdiensten oder besser Geheimgesellschaften wider mal alles entgegenkommt der eine Stellt sich der andere vergisst seinen Pass ein anderer ist so blöd und hängt das Telefon nicht auf und die Bevölkerung fleht darum uns die Rechte zu beschneiden und 24h Überwachung. Und das alles wegen dem Glauben an Gott den man uns sowieso austreiben will.

    • coyote am 10.01.2015 17:08 Report Diesen Beitrag melden

      Kei Regierig regiert Geld, Geld regiert!

      Es ist offensichtlich, dass sehr viel nur mit Geld von Nato/Usa/Fed/CIA/Iluminatis/147 grössten Firmen usw. geregelt wird. Da der Mensch "menschlich" ist, ist vieles schon verlohren und jeder 2te lässt sich lieber billig bestechen, als er Verantwortung selbst übernimmt. Fakt ist, dass der Mensch an sich nicht mehr als ein negativer Ökofaktor ist. Hier mehr wie im Herkunftsland. Ein Überschussprodukt ohne Mass ist der Mensch! Eben "menschlich". Sorry Hope. Aber so kann mans auch sehen.

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  • killuminati am 09.01.2015 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    echt?

    Charlie hebdo ist der 11. September frankreichs

    • M.G. am 10.01.2015 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Verhältnis

      Ok jetzt übertreibst du. An 9/11 sind 3000 Menschen gestorben. Es ist inakzeptabel und sehr traurig was passiert ist in Frankreich, aber das lässt sich auf keinen Fall mit den 9/11 Angriffen vergleichen.

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  • Andy K am 09.01.2015 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Über andere lacht man am besten.

    Seit einer Weile kann man sich kaum noch diese flachen Comedy und Unterhaltungssendungen anschauen. Mit Humor oder Satire hat das schon lange nichts mehr zutun. Seit z.B. Herr Raab mobbing als humoristische Unterhaltung einsetzt ohne Rücksicht auf diejenigen die er verunglimpft scheinen alle Hemmschwellen gefallen zu sein. Satire darf alles... aber nicht alles was sich Satire nennt ist wirklich Satire. Zu oft dienen die Publikationen nicht mehr der humorvollen Unterhaltung sondern vielmehr der verunglimpfung einer Person oder Gruppe. Nun auch dann rechtfertigt das keinen Anschlag. Aber Pressefreiheit ist kein Mobbingfreipass!