Kontroverse im Web

28. Juli 2014 10:59; Akt: 28.07.2014 15:32 Print

«Der Typ vom Escort-Service gehört bestraft»

Ein Unbekannter versucht, eine 16-Jährige für einen Escort-Service zu gewinnen. Die 20-Minuten-Leser reagieren heftig auf die Geschichte, besonders Frauen. Andere nehmen es locker.

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Die Escort-Geschichte wird kontrovers diskutiert. (Bild: Keystone)

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Die Geschichte wirft hohe Wellen im 20-Minuten-Talkback: Eine 16-Jährige wird am Bahnhof Uttwil von einem Unbekannten angesprochen. Auf dem Zettel, den er ihr zusteckt, steht die Nummer einer Escort-Agentur. Als die kontroverse Geschichte publik wird, lassen die Kommentare nicht lange auf sich warten.

Von seiner Tochter hätte der Unbekannte sicher eine saftige Ohrfeige kassiert, meint 20-Minuten-User Thomas Hugener. Sie selbst habe Kampfsport trainiert, genau um für solche Situationen gewappnet zu sein, schreibt Leserin Nora. Und nicht wenige finden: Der Zettelverteiler und seine Hintermänner gehören bestraft.

«Es ist ja nichts passiert»

Doch es gibt auch andere Sichtweisen unter den Kommentaren:
Es frage sich, wie die 16-Jährige herumlaufe, so ein Leser. Er sei nicht erstaunt, dass eine Schülerin ein solches Angebot erhalte, zumal viele in dem Alter bereits aussähen wie 20.

Andere pflichten ihm bei: Der Unbekannte habe schliesslich nicht wissen können, wie alt die Schülerin sei. Zettel wegschmeissen und die Sache sei gegessen – es sei ja nichts passiert, so der Tenor.

Geschehen sei in diesem Fall zwar nichts, findet Nutzer Sone Chabis. Doch was, wenn das Mädchen tatsächlich die Nummer auf dem Zettel gewählt hätte?, fragt er sich. Und überhaupt: Was sei das für ein Typ, der wildfremden Mädchen Zettel einer Escort-Firma zusteckt?

«Nicht jede Frau ist käuflich»

Bedenken hat auch Leserin Maria. Sie finde diese aktive Anwerbung für einen Escort-Service total daneben. Einmal dabei, sei es zur Prostitution nur ein kleiner Schritt. Das Vorgehen spiegle das Wunschdenken einiger wider, dass jede Frau käuflich sei.

Manche Leser (vor allem jene mit weiblichem Pseudonym) zeigen sich besorgt, dass Mädchen auf diesem Weg in die Prostitution abgleiten könnten. Andere finden das Verhalten – Alter hin oder her – ganz einfach unanständig und sprechen von sexueller Belästigung.

(tso)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy am 27.07.2014 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    ich will den mann ja nicht verteidigen aber so wie heutzutage manche jugendliche rumlaufen, kann man nicht mehr wissen wer nun über 18 ist und wer nicht.

    einklappen einklappen
  • Roberto am 27.07.2014 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Mein Gott, sind wir so prüde? Man informiert sich, stellt fest, dass es um Escort geht, und wenns euinem nucht zusagt, sagt man: Danke kein Interesse. Oder funktioniert die grosse Teenieklappe nicht mehr?

  • Sternau am 27.07.2014 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    16 Jahre

    Man will ja das Stimmalter auch auf 16 Jahre runterschraube und als mündig gelten lassen. Sind sie nun noch Kinder oder nicht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maurizio Weggis am 04.08.2014 06:21 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung und Hintermänner

    Die Hemmschwelle beidseitig ist doch auf ein Minimum geschrumpft! Die jungen Frauen sind in Bezug auf Sex offener, die Grenzen zur Prostitution - mit Sex sein Taschengeld oder Studium zu verdienen fast ins bodenlose geschrumpft. Es wundert mich nicht, dass auf diese Art und Weise Nachwuchs gesucht wird. Ob die Mädchen wirklich wissen was sie damit tun würden, bezweifle ich. Der Verteiler für den Service ist wahrscheinlich eh ein Strohmann. Hintermänner-darum geht es! Und Aufklärung der jungen Frauen-aber wer ist dafür verantwortlich? Sicher nicht der Staat-dafür wären Eltern da!!

  • Stella am 30.07.2014 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was jetzt ?

    Wichtig wäre doch nur , dass unsere Töchter und auch Söhne bis zum Teeny-Alter so weit aufgeklärt und selbstsicher sind , dass sie solche Angebote verbal kontern oder im nächsten Abfallkübel zu entsorgen wissen ! Liebe Eltern diese Arbeit lohnt sich, das nennt man Erziehung.

  • Sarah am 28.07.2014 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Empörung für nichts

    Ich finde das nicht mehr Belästigung wie wenn SP oder SVP ihre Flyer hartnäckig an die Frau/Mann z.B. am Bahnhof bringen. Von diesen bekommt JEDER einen Flyer. Den Escortzettel kann ich als junge Frau wenigstens als Kompliment auffassen. Ich muss ja nicht jeder Avance zustimmen. Ausserdem ist Frau heute mit 16 alt genug selber zu entscheiden.

  • neukunde am 28.07.2014 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wie heisst den der Service?

    Die Frage bleibt ja eigentlich wie den der "service" heisst. Müsste man dass nicht auch angeben damit man sich ein ganzes Bild machen kann?

  • candy am 28.07.2014 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    war doch nur ein flyer

    ach gott. er hat sie doch nicht angefallen. er hat ihr einen flyer gegeben. sie kann doch selber entscheiden was sie damit macht.