Militärunfall am Sustenpass

14. August 2019 18:48; Akt: 14.08.2019 18:48 Print

«Die Nachricht von seinem Tod hat mich getroffen»

In Kreuzlingen ist die Trauer nach dem tödlichen Militärunfall am Sustenpass gross. Der verstorbene Rekrut war in der Thurgauer Gemeinde aufgewachsen.

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Der Verunfallte wurde nur 22-jährig. Er hat beim Unglück vor einer Woche sein Leben verloren, als ein Militärfahrzeug auf dem Susten 100 Meter in die Tiefe stürzte. Der zweite junge Mann, der im Fahrzeug sass, ist mittlerweile aus dem Koma erwacht. Es gehe ihm besser, heisst es beim Bund.

Der verunglückte Rekrut wuchs in einem Kreuzlinger Wohnquartier auf und war bis zu seinem Tod in der Jubla als Leiter aktiv. Ein ehemaliger Nachbar erinnert sich: «Er war immer aufgestellt und lebhaft. Die Nachricht von seinem Tod hat mich getroffen.» Zuletzt gesehen hat er ihn vor drei Jahren. Sie haben sich über die Berufslehre des jungen Mannes unterhalten.

Anteilnahme in den sozialen Medien

In seiner Freizeit war er als Hobby-Filmemacher aktiv. Er hat zusammen mit Kollegen bei einem Kurzfilmwettbewerb einen Preis gewonnen. Zudem betreute er mit einem Kollegen einen Youtube-Kanal.

In Kreuzlingen ist die Betroffenheit über die Nachricht des Todesfalles gross. Die Nachricht, dass der Rekrut aus ihrer Ortschaft stammt, macht die Runde. In den sozialen Medien drücken viele ihr Bedauern aus oder richten aufmunternde Worte an die Trauerfamilie. So heisst es etwa: «Mit dem Tod eines geliebten Menschen verliert man vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit» oder «Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen».

Der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger wurde am Dienstag von einem Stadtratskollegen informiert. Er sagt: «Ich bin sehr betroffen. Wir von der Stadt werden uns bei der Trauerfamilie melden und unsere Trauer ausdrücken.»

(mig)