Mehrfach überschlagen

27. Februar 2020 16:19; Akt: 27.02.2020 17:58 Print

«Die Soldaten hatten ganz grosses Glück»

Ein Betankungslaster der Schweizer Armee kam in Reute AR von der Strasse ab und überschlug sich mehrfach. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon.

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Am Mittwochabend um 17.45 Uhr ereignete sich auf der Heidenerstrasse in Reute AR ein Verkehrsunfall mit einem 32 Tonnen schweren Betankungslastwagen der Schweizer Armee. Der LKW kam aus noch ungeklärten Gründen von der Strasse ab und überschlug sich mehrmals.


In Reute AR kam am Mittwochabend ein Militärfahrzeug von der Strasse ab und überschlug sich mehrmals. (Video: BRK News)

Wie «BRK News» schreibt, sass ein ausgebildeter Fahrer am Steuer. Der Chauffeur sowie sein Beifahrer konnten das havarierte Fahrzeug selbstständig verlassen. «Die Soldaten hatten ganz grosses Glück», so Marco Diem, Presse- und Informationsoffizier des Aufklärungsbataillon 11, zu 20 Minuten. Die betroffenen Soldaten seien nach einem Check-up im Spital bereits am gleichen Abend wieder zur Truppe gestossen. «Bis auf kleine optische Schürfungen sind die Soldaten mit einem grossen Schreck davon gekommen», so Diem.

Bei den Insassen handelt es sich um WK-Soldaten des Aufklärungsbataillons 11, die in der Region Appenzell/Rheintal ihren Wiederholungskurs absolvierten. Ob die Soldaten den bis zum 13. März laufenden WK absolvieren werden, sei noch unklar. Das Bataillon lasse den Beteiligten und den Kameraden Zeit, um sich vom Unfall zu erholen.

Unfallursache unklar

Zum Unfallzeitpunkt herrschten schwierige winterliche Strassenverhältnisse. Die genaue Unfallursache werde nun ermittelt. «Wir legen grossen Wert auf die Ausbildung unserer Fahrer. Insbesondere werden sie auch auf winterliche Verhältnisse vorbereitet», sagt Diem. Der Betankungslaster fahre mit den richtigen Reifen und erfülle alle Sicherheitskriterien. «Glücklicherweise ist in unserem Bataillon in jüngster Vergangenheit kein anderer solcher Unfall vorgekommen», so Diem.

Die mit mehreren tausend Litern Diesel gefüllte Treibstoffzisterne wurde nicht beschädigt. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Die Bergung des verunfallten Fahrzeugs gestaltete sich schwierig und äusserst aufwendig. Für die Bergung wurde eine private Abschleppfirma hinzugezogen. Sie dauerte mehrere Stunden. Der LKW wurde den Experten der Schadenszentrale VBS überstellt.

Im Einsatz stand der Feuerwehr-Zweckverband Oberegg-Reute, die Regionale Feuerwehr Heiden-Grub-Eggersriet-Wolfhalden (Regiwehr), die Kantonspolizei Appenzell-Ausserrhoden, die Berufsfeuerwehr St. Gallen, zivile Bergungsteams, die Militärpolizei, das Feuerwehrinspektorat beider Appenzell sowie Funktionäre vom Amt für Umwelt.

(fss)