Schwarzenbach SG

16. Dezember 2019 08:09; Akt: 16.12.2019 18:35 Print

«Ein lauter Knall riss mich aus dem Schlaf»

In der Nacht auf Montag wurde ein Bancomat der Raiffeisen-Bank in Schwarzenbach SG gesprengt. Erst kürzlich kam es zu einem ähnlichen Fall in Sevelen SG.

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«Es war am frühen Montagmorgen gegen 1.30 Uhr, als es plötzlich einen riesigen Knall gab», berichtet ein Leser-Reporter aus Schwarzenbach SG. Die Explosion habe ihn direkt aus dem Schlaf gerissen. Er habe dann nach draussen geschaut und gesehen, wie sich zwei Personen an einem Bancomaten der Raiffeisen-Bank zu schaffen gemacht haben. «Ich habe gesehen, wie sie etwas herausnahmen. Ich kann aber nicht sagen, ob es Geld war.» Es sei schlicht zu dunkel gewesen.

Der Leser-Reporter habe dann umgehend die Polizei verständigt. Nach etwa fünf bis zehn Minuten seien die Täter verschwunden gewesen. Die Polizei traf erst danach ein.

Zeugen gesucht

Laut der Kantonspolizei St. Gallen ging bei ihnen die Meldung über den Überfall gegen 1.30 Uhr ein. Die Täter hatten auf unbekannte Weise den Bankautomaten gesprengt. Sie entwendeten Notengeld in noch unbekannter Höhe. Anschliessend konnten Anwohner zwei schwarz gekleidete, maskierte Männer beobachten, die zu Fuss in Richtung Industrie, allgemeine Richtung Niederstetten flüchteten.

Die sofort eingeleitete Fahndung der Kantonspolizei St. Gallen mit Unterstützung der Kantonspolizei Thurgau blieb erfolglos. Am Automaten und dem Bankgebäude entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Personen, die Aussagen zum Hergang sowie der Täterschaft machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei St.Gallen, Tel. 058 229 49 49, zu melden.

Fall in Sevelen SG

Am 12. Dezember schlugen Unbekannte auf gleiche Weise und um etwa die gleiche Zeit in Sevelen zu. Auch dort wurde ein Bancomat der Raiffeisen gesprengt. Die Täter konnten flüchten.


(Video: Leser-Reporter)

Der Schaden am Automaten beläuft sich laut Polizei auf mindestens 100'000 Franken. Wie Schneider sagt, konnten die Täter mehrere zehntausend Franken erbeuten.

Ob es sich in beiden Fällen um die gleichen Täter handle, sei noch unklar. «Es wäre theoretisch möglich und wir werden das prüfen», so Kapo-Sprecher Florian Schneider. Die Täter im Fall Sevelen sind nämlich noch nicht geschnappt.

(taw)