Marbach SG

08. September 2019 18:39; Akt: 08.09.2019 18:48 Print

«Ein grosses Wunder, dass der Mann unverletzt war»

Am Samstag verunfallte ein Mann (36) mit seinem Auto in Marbach SG. Sein Fahrzeug überschlug sich und landete im Garten einer Familie. Geschockt schildert diese den Vorfall.

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In der Nacht auf Samstag ist es in Marbach SG zu einem Unfall gekommen. Ein 36-jähriger Mann fuhr auf der Rietstrasse von Marbach SG in Richtung Kriessern SG. Da der Lenker, wie sich später herausstellte, alkoholisiert war, prallte er mit seinem Fahrzeug frontal in einen Betonpfosten. Durch die Wucht des Aufpralls kam das Auto links von der Strasse ab, durchschlug einen Zaun, drehte sich auf das Dach und kam im Garten eines Hauses zum stehen.

«Es war mitten in der Nacht, wir schliefen, als wir von einem lauten Knall geweckt wurden. Es war wie ein Donner», sagt die Bewohnerin des Hauses. Sie sei sofort hellwach gewesen. «Ich lief zum Fenster und habe zuerst nur den am Boden liegenden Betonpfosten gesehen und eine Person, die vorbei ging.» Das Auto bemerkte sie erst, als sie das Fenster öffnete, da es direkt an der Hauswand lag. «Rückblicken dachte ich mir, wäre die Person nur einige Minuten früher durch gelaufen, wäre es übel ausgegangen», so die Anwohnerin. Anschliessend lief ihr Mann mit einer Taschenlampe aus dem Haus. «Ich hatte Respekt, denn ich dachte, der Mann könnte schwer verletzt oder schlimmer zugerichtet sein», schildert der Ehemann die Situation. Der Schaden sei ihm total egal gewesen. Erste Hilfe habe für ihn oberste Priorität gehabt.

«Auto machte einen Salto»

Das erübrigte sich jedoch in Folge: Zur Überraschung der Familie konnte der Lenker selbständig aus dem Fahrzeug klettern. «Er schien geschockt, aber unverletzt», so der Anwohner. «Den schweren Betonpfosten hat es rund 8 Meter weit katapultiert, und das Auto lag auf dem Dach. Ein grosses Wunder, dass der Mann unverletzt geblieben ist.»

Ausser dem Zaun und leichten Abschürfungen an der Wand bieb das Haus intakt. «Man muss sich vorstellen, wie das Auto einen Salto gemacht hat und trotz allem war weder die Scheibe noch die Wand zertrümmert worden.» Auch der Zeitpunkt des Unfalls war mit Glück verbunden. «Normalerweise spielen unsere Kinder auf genau dieser Wiese, wäre es am Tag passiert – unvorstellbar», ergänzte der Mann.

Für die Familie war es eine strenge Nacht, denn schlafen konnten sie kaum noch. «Realisiert, was passiert ist, haben wir erst, als wir um fünf Uhr im Bett lagen», so der Ehemann. Von rund drei Uhr bis fünf Uhr war die Polizei und die Bergungsdienste vor Ort.

Fahrausweis abgenommen

Der Verunfallte musste noch vor Ort seinen Fahrausweis abgeben und wurde von einer Patrouille ins Spital gebracht. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.

(maw)