Brand in Oberriet SG

07. Oktober 2018 12:31; Akt: 07.10.2018 16:51 Print

«Eine Person sprang aus dem Haus»

Polizeisprecher Hanspeter Krüsi nimmt gegenüber 20 Minuten Stellung zum verheerenden Brand in Oberriet SG.

Interview mit Hanspeter Krüsi. (Video: 20 Minuten)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Kurz nach 03.30 Uhr ging bei der Feuerwehr ein Brandalarm aus Oberriet SG ein. Als die Rettungskräfte beim Restaurant Sonne erschienen, stand das Gebäude bereits in Flammen. Das Feuer forderte zwei Menschenleben. Um wen es sich handelt, ist noch unklar.

Zwei weitere Menschen konnten gerettet werden. Polizeisprecher Hanspeter Krüsi zu 20 Minuten: «Eine Person sprang selber hinunter. Eine weitere konnte mit der Leiter in Sicherheit gebracht werden.» Beide mussten ins Spital. Krüsi sagt: «Es besteht der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung.» Die verletzten Männer können das Spital noch heute verlassen.

Restaurant Sonne brennt aus

Das starke Feuer behinderte die Rettungskräfte extrem. «Man konnte nicht ins Objekt, auch nicht mit Atemschutzgeräten. Das Feuer brannte zu stark. Obwohl man wusste, dass sich wohl noch weitere Menschen im Gebäude befanden, musste man die Suche aufgeben.»

Keine Hinweise auf eine Brandstiftung

Kurz nach acht Uhr fand die Feuerwehr zwei tote Menschen im Restaurant auf. Nun gilt es das Gebäude nach weiteren möglichen Opfern zu durchforsten. «Eine Liste des Einwohneramts zeigt, dass rund sieben Menschen im Gebäude wohnten. Es gibt allerdings Hinweise, dass Leute weg sind, ohne sich abzumelden. Diese müssen nun ermittelt werden.»

Bis am frühen Sonntagnachmittag sind bei der Kantonspolizei keine Meldungen über vermisste Personen eingegangen. Der Brandschutt wird nun genauestens untersucht. «Es wird daher auch einige Zeit dauern, bis mit Sicherheit gesagt werden kann, dass sich keine weiteren Personen zum Zeitpunkt des Brandes im Haus aufgehalten haben.»

Die Ermittler untersuchen ob das Feuer im Zusammenhang mit weiteren Bränden in der Region steht. «Bei jedem Brand wird in alle Richtungen ermittelt. Im Moment gibt es allerdings keine Hinweise auf eine Brandstiftung», so Krüsi.

(fss)