Einbrüche in Badis

10. September 2019 05:01; Akt: 10.09.2019 14:47 Print

«Es ist nicht korrekt, was die Leute anstellen»

Während den Sommermonaten fand eine Serie von Einbrüchen in Badis statt. Die Verantwortlichen ziehen nun Konsequenzen.

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Der heisse Sommer zog nicht nur Badegäste, sondern auch Einbrecher an. Nun neigt sich die Badesaison dem Ende zu – diverse Badis haben seit dieser Woche geschlossen.

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Am Bodensee etwa ereignete sich eine Reihe von Einbrüchen in Badis. Auch sonst waren im Kanton St. Gallen mehrmals Diebe in Schwimmbäder eingebrochen. Im Schwimmbad in Ebnat-Kappel kam es in diesem Jahr gleich zu drei Einbrüchen, während in Arbon in einer Nacht im Schwimmbad, im Ruderhaus des Seeclubs sowie ins Strandbad und -restaurant eingebrochen wurde.

Oftmals war dabei der Sachschaden um einiges höher als das erbeutete Diebesgut. So wurden etwa beim Einbruch in Arbon gerademal zwischen 30 und 40 Franken gestohlen, während der Sachschaden zwischen 4000 und 5000 Franken betrug, berichtet das «Tagblatt».

Umständliche Reparaturen

«Wir hatten vor zwei oder drei Jahren bereits Einbrüche erlebt. Solch massive Sachbeschädigungen lösen klar Betroffenheit aus. Es ist nicht korrekt, was die Leute mit den Räumlichkeiten anstellen», berichtet Walter Wüstiner, technischer Mitarbeiter der Gemeinde Goldach.

«Vor allem ist es mühsam im Betrieb», weiss Adrian Rüegg, Ratsschreiber der Gemeinde Ebnat-Kappel. Wenn Türen oder Einrichtungen kaputt seien, müssten diese ersetzt werden, was umständlich sei und die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden sowie den Betrieb unterbreche. «Die Ungewissheit mag ein komisches Gefühl geben, was es vielleicht zu einer schwierigen Situation für die Angestellten macht.»

Um Einbrüche zukünftig zu vermeiden, würden sie vor allem mit der Polizei zusammenarbeiten, so Wüstiner weiter. «Wir lassen uns beraten, wie die Sicherheitsvorkehrungen umzusetzen und welche Anpassungen zu machen sind.»

Mehr Einbrüche als zuvor

Laut der Kantonspolizei St. Gallen ist es im Kanton in diesem Jahr zu 15 Einbrüchen in Badis gekommen, mehr als in anderen Jahren. Auch die Kantonspolizei Thurgau sagt, dass die diesjährige Zahl über dem Schnitt liege.

«Wir vermuten, dass sich die Täterschaft auf Badis spezialisiert hat», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kapo St. Gallen. Auch sein Thurgauer Kollege Michael Roth gibt an, dass ein Zusammenhang zwischen den Einbrüchen im Oberthurgau nicht auszuschliessen sei. «Wir sind daran, die Spuren auszuwerten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber noch zu früh, um einen eindeutigen Zusammenhang zu bestätigen.»

(del)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz Gerber am 10.09.2019 06:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeiten haben sich gewandelt

    Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber früher (80er-Jahre) gab es das noch nicht...

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  • WednesdayAddams am 10.09.2019 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logo

    Doch logisch von welcher Gruppe dies verursacht wird ;)

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  • vreni stoffel am 10.09.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und sollte mal einer.....

    ....geschnappt werden, so ist er am anderen Tag wieder frei und kommt straflos davon. Die Begründung ist : In seiner Heimat darf man dieses Delikt und die Kuschelrichter spielen mit. und der Schaden zahlt der Steuerzahler.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • es gibt viel zu tun.....!! am 10.09.2019 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augen auf.....

    An alle, die genug haben von "wir schaffen das": Da gibts nur eine Lösung, die solche Kriminalität verhindern kann: im Oktober die Partei wählen, die für uns und unsere Schweiz kämpft!!!!!!!

    • Franz am 10.09.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

      ja ja, die Retter...

      der Nation sind wieder unterwegs! Sie sind heute schon die stärksten und was haben sie erreicht? Aber ja, stimmt! Es ja immer die anderen Schuld! Aber wählt nur weiter und hoffe, dass langsam immer mehr die Gehirnwäsche ablegen.

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  • Bartli am 10.09.2019 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    An was könnte das liegen?

    Es ist einfach sehr traurig, so was gab es in den 80igern noch nicht oder selten. Unser Land hat sich in einigen Dingen sehr negativen verändert. Das Herz blutet. Zu gerne würde ich erfahren, an was das wohl liegen könnte.

    • Gabi am 10.09.2019 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Und schon wieder

      jemand der behauptet das früher alles besser war! Wo haben sie gelebt oder haben sie alles vergessen?

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  • Jasmin am 10.09.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Und unsere Regierung schaut dem bunten Treiben einfach nur zu.Wenn die EU oder UNO nicht dagegen unternimmt machen wir auch nichts.

    • Bartli am 10.09.2019 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      Die schaden, überall Kameras am Ende

      WednesdayAddams. Von welcher Gruppe denn, wird das verursacht? Wenn es denn diese Gruppe gibt; warum wird das nicht klar und deutlich erwähnt? Ich bestehe darauf. Ich verabscheue diese Brut, wegen denen werden wir alsbald überall nur noch überwacht. Daher sollte man uns reinen Wein einschenken.

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  • Laura am 10.09.2019 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Böser Plan?

    Warum will man alle Leute bei uns Integrieren.Das ist doch nicht mehr normal.Warum sieht der Bundesrat keinen Handlungsbedarf?Was ist das für einen böser Plan gegen die eigene Bevölkerung?

    • Bartli am 10.09.2019 14:53 Report Diesen Beitrag melden

      Weiter so

      Damit alles noch krimineller wird, die ehrlichen, folgsamen Bürger hier bezahlen dann die Quittung, neben dem ein ganzer Rattenschwanz auch noch wegen den Kriminellen verdient. Mein Ergebnis, wenn ich mir das genau überlege.

    • Franz am 10.09.2019 15:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Laura

      1.) Wo steht es von wo die waren? 2.) Merken sie wirklich nicht wieso in der letzten Zeit so viele Berichte sich immer um das Gleiche schreiben? Willkommen in den modernen bzw. medialen Wahlkampf! Das war früher auch besser als heute und die Menschen waren auch weniger beeinflussbarer. Aber ja, machen sie was sie wollen. Am Schluss sind es eh immer die Anderen schuld.

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  • Nigg Mohr am 10.09.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind früher

    auch eingebrochen. In heissen Sommernächten. In den 70er Jahren. 11 resp. 12 Uhr ja war alles zu. Was macht man da? Nacktbaden. Meist waren wir Gruppen von 10 und mehr Personen. Hettlingen und Wiesendangen waren bevorzugt. Die waren abgelegen. Die Zäune waren nicht hoch. Gute Erlebnisse. Erwischt wurden wir nie.

    • Bartli am 10.09.2019 14:56 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Vergleich

      Aber wir haben nicht geklaut und derart Sachschäden hinterlassen, wegen lumpiger kleiner Geldbeträge in der Badi. Ein Unterschied.

    • Badifritz am 10.09.2019 20:00 Report Diesen Beitrag melden

      Genau!

      Wir haben damals alles dafür getan, dass das nächtliche (Nackt-)Bad (mit der Liebsten) nicht auffällt. Wir wollten ja am nächsten Wochenende wieder... Heute weiss ich, dass der Bademeister genau Bescheid wusste wer wann mit wem da war aber er hat uns gelassen weil es nie Dreck oder Schaden gab, wir ohnehin alle ein Saisonabo hatten, er das früher auch gemacht hatet. :-)

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