Verletzte bei Filmdreh

19. Januar 2020 10:27; Akt: 19.01.2020 17:35 Print

«Es waren richtige Waffen im Spiel»

In Rapperswil-Jona sind bei Filmaufnahmen in einer Bar drei Personen verletzt worden. Eine Person musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

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Schock am Filmset: Bei Dreharbeiten in der Boomerang Bar in Rapperswil-Jona SG sind am Samstag drei Personen verletzt worden. Sie wurden getroffen, als in einer Szene Waffen eingesetzt wurden, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Sonntag mitteilte. Mediensprecher Markus Rutz sagt: «Es waren auch richtige Waffen im Spiel. Es wurde aber nicht mit scharfer Munition geschossen, sondern mit Knallpatronen.»

Eine Gruppe von 25 Personen war am Samstagmorgen mit dem Filmdreh in der Boomerang Bar Jona beschäftigt. Nachdem die ersten Sequenzen ohne Zwischenfälle gedreht worden waren, wurden bei einer Szene mit Waffen drei Personen verletzt. Rutz sagt: «Aus welcher Waffe die Schüsse abgefeuert wurden, die zu den Verletzten führte, wird derzeit ermittelt.» Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist, ob bei der Schussabgabe Teile der Knallpatrone oder andere Gegenstände, welche sich im Lauf der Waffe befanden, zu den Verletzungen führten.

«Filmcrew arbeitet professionell»

Der Produzent des Filmes ist der Polizei bekannt. «Die Filmcrew bestand aus rund acht Leuten und sie arbeiten professionell», sagt Rutz. Die verletzten Darsteller seien Laienschauspieler. Ob für die Dreharbeiten eine Bewilligung notwendig war, ist noch nicht bekannt. Der genaue Ablauf der Drehaufnahmen in der Bar wird noch abgeklärt.

Bei den Verletzten handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 24 respektive 34 Jahren und einen 54-jährigen Mann. Die 24-Jährige wurde mittelschwer verletzt mit einem Helikopter ins Spital geflogen, die beiden anderen mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Manuel Rigamonti, der Besitzer der Bar, sagt: «Ich habe die Location für den Filmdreh zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um einen Mafiafilm.» Mit dem Film habe er nichts zu tun. Er wisse auch nicht, wie es zu dem Vorfall mit den Verletzten kam.


(mig/sda)