Strandfestwochen Rorschach

07. August 2018 05:45; Akt: 07.08.2018 10:45 Print

Besucher wurde geraten, in den See zu pinkeln

Grosser Ärger für einen Leser-Reporter: Er besuchte am Freitag die Strandfestwochen in Rorschach – und fand keine Toiletten. Er solle in den See pinkeln, hiess es. Nun reagierte der Veranstalter.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«An den Strandfestwochen in Rorschach werden Getränke und Essen verkauft, es spielt Live-Musik. Es ist wie ein kleines Openair-Fest. Jedoch bietet sich für die rund 500 bis 800 Personen beim Durchgehen keine Toiletten-Möglichkeit», berichtet ein Leser-Reporter 20 Minuten. Weder Standbetreiber noch Sicherheitsleute hätten gewusst, wo sich eines befindet.

Umfrage
Nutzen Sie öffentliche WCs?

«Auf Nachfrage wurde mir vom Personal gesagt, dass das nächste WC der See sei», so der Mann. Das sei doch vor allem für Frauen «katastrophal». Jemand anderes verwies ihn dann an das WC am Bahnhof. Dort habe man jedoch Schlange stehen müssen, um den Schlüssel dafür zu erhalten und um 23 Uhr sei es ohnehin geschlossen gewesen. Für ihn ist klar: «Geld verdienen an teuren Getränken und Speisen reicht einfach nicht für ein gelungenes Fest.»

«So viele Besucher waren nicht geplant»

Veranstalter der Strandfestwochen, die vom 1. bis 12. August in Rorschach stattfinden, ist Dario Aemisegger. Auf Anfrage sagt er: «Wir waren selbst überrascht. So viele Besucher waren nicht geplant.» Am Freitag, 3. August seien rund viermal so viele Menschen gekommen wie erwartet. «Wir hatten die ToiToi-Installation erst für Samstag geplant», gibt Aemisegger zu. Er versichert aber, dass nun genügend sanitäre Anlagen vorhanden seien: «Übers Wochenende stehen acht ToiTois zur Verfügung. Unter der Woche sind zwei Häuschen und vier Pissoirs aufgebaut.» Zudem habe er veranlasst, dass bei den fest installierten WC-Häusern längere Öffnungszeiten gelten.

Auf Anfrage bei der Stadt Rorschach heisst es, dass ein Veranstalter verpflichtet ist, genügend WC-Container bereitzustellen. Eine konkrete Zahl könne man aber nicht nennen. Es liege im Ermessen des Veranstalters, angesichts der erwarteten Besucher zu bestimmen, was angemessen sei. Bei vorherigen Events in Rorschach, etwa dem Sandskulpturenfestival, seien zu wenige Sanitäranlagen noch nie ein Problem gewesen.

(juu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 07.08.2018 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinnoptimierung

    warum die ToiToi erst am Samstag und nicht bei Festbeginn installiert wurden, bleibt ein Rätsel. Oder doch nicht?

    einklappen einklappen
  • reto grüder am 07.08.2018 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schwach

    Auch wenn nur ein gast käme bräuchte man ein wc das ist doch selbstverständlich??!!

  • Gastronom am 07.08.2018 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder Gastrobetrieb muss WC haben

    Wie wurde dieses Fest von den Behörden bewilligt ? Kann ja nicht sein, dass bewirtet werden darf ohne WC-Installationen ! Wo Behörden bewilligen herrscht Fetterliwirtschaft !

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Veranstalter anderer Anlässe am 07.08.2018 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    OK?

    Was ist denn das für ein OK? Jeder der schon Mal einen Anlass organisiert hat, so klein er auch sein mag, weiss, dass IMMER Toiletten organisiert werden müssen. Diese kosten ja auch nicht alle Welt...

  • Tante e am 07.08.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Höörli i dä suppe

    Es ist das erste festival !! Erfahrungen müssen gesammelt werden. Der rat (in den see pinkeln) war sicher nicht besonders intelligent. Das jetzt so breitzutreten aber ungerecht. Ein tolles festival, angebrachte preise, die bands spielen für kollekte und das ganze 12 tage!! Zudem hat der veranstalter das problem erkannt und reagiert. Ein fehler und alles was toll ist rückt in den hintergrund. Freut euch besser über ein tolles neues festival und unterstützt den veranstalter. Damit ist allen besser geholfen. Eine bereicherung für rorschach. Gut machen sie das herr aemisegger :))))

  • Elfriede Mally am 07.08.2018 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemals in ein Gewässer pinkeln

    Wenn wir irgendwohin gehen, egal ob Messe oder Markt oder ein Aussichts-Bergrestaurant ist für mich das erste: Wo ist das WC ? Sollte es keines haben, fahren wir sofort weiter.

  • Stan am 07.08.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist die Regel

    Eine Sauerei ist das. Dieser Veranstalter hat überall Probleme, er kümmert sich um seinen Profit aber nicht um die Probleme. Wenn er einmal eine Busse erhält weil er sich nicht an Vereinbarungen hält, beginnt das Gejammer.

  • Karin am 07.08.2018 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur der Gewinn zählt !!!

    Es ist eine Respektlosigkeit dem See gegenüber, wenn man den See als Pissoir oder als Toilette benutzt!!! Wahrscheinlich wollte der Veranstalter ganz einfach Kosten sparen und damit den Gewinn optimieren. Und egal, ob 10 oder 1000 Personen kommen, auch diese 10 Personen haben ein Recht auf eine Toilette. Solche Veranstaltungen meide ich konsequent. Eine saftige Busse sollte der Veranstalter bekommen!!!