Arbon TG

13. August 2019 04:46; Akt: 13.08.2019 07:14 Print

«Mein Boot Sharky wurde entweiht»

Unbekannte sind am Wochenende im Hafen von Arbon in ein Boot eingebrochen. Der betroffene Bootsbesitzer fordert nun Massnahmen.

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Bootsbesitzer R.L. ist seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Seegänger. Am Samstag musste der 57-Jährige einen herben Dämpfer hinnehmen. In sein Boot wurde im Hafen von Arbon eingebrochen. R.L. sagt: «Mein Boot Sharky wurde entweiht. Für mich ist der Einbruch eine klare Verletzung der Privatsphäre.» Es sei besonders mental sehr belastend für ihn, da in seinem Boot viel Herzblut drin stecke, und da sei es ein Schock, wenn sich jemand auf seinem Boot austobe.

Die Unbekannten haben auf dem Boot Zigarettenstummel im WC zurückgelassen und Bierdosen sowie Esswaren an Deck. Der Sachschaden hält sich mit rund 100 Franken in Grenzen. Dennoch meldete der Bootsbesitzer den Vorfall bei der Polizei. Nun werden die Beweisstücke sichergestellt und die Untersuchungen eingeleitet. Der Thurgauer Kantonspolizei ist der Vorfall bekannt. Wie die Polizei bestätigt, gab es in den letzten Jahren wenige vergleichbare Fälle mit Sachbeschädigungen im Hafen von Arbon.

Forderung nach mehr Schutz

Seinem Frust hat der Bootsbesitzer auch in einem Post auf Facebook freien Lauf gelassen. Darin heisst es auch: «Überreste sind gesichert und das Gute an der ganzen DNA-Datenbank-Geschichte ist, dass auch noch nach Jahren solcher Abschaum überführt werden kann.»

Darüber hinaus fordert L. besseren Schutz der Boote im Arboner Hafen: «Bei anderen Bootsplätzen hat es Türen mit einem Code. Unbekannte haben so keinen Zutritt zu den Booten. Das sollte am Fritz-Jenny-Steg auch möglich sein.» Unter seinem Post haben sich weitere Bootsbesitzer gemeldet, die ebenfalls Opfer wurden von Sachbeschädigungen am selben Hafen.

Angesprochen auf allfällige Sicherheitsmassnahmen winkt der zuständige Hafenmeister Hans Schuhwerk ab: «Das kommt nicht in Frage. Zudem bringt nur eine Türe mit einem Code nicht viel.» Schuhwerk sagt weiter, dass der Hafen auch ein beliebter Ort für Touristen sei. Der gesamte Hafen solle für sie zugänglich bleiben. Etwas ändert sich aber. Die Beleuchtung des Stegs ist seit Montag wieder in Betrieb. Diese war zuvor aus Sicherheitsgründen wegen dem hohen Wasserstand ausgeschaltet gewesen.

(mig)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • steffen am 13.08.2019 05:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einzelne Täter

    Das ist nicht in Ordnung und würde mich auch ärgern. Es ärgert mich aber auch, wenn Seewege dank den Reichen nicht mehr von der Öffentlichkeit zugängig ist.

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  • Ady am 13.08.2019 05:25 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Boot wurde

    Geschändet ? Ah ja wirklich? Das hätte ich zugerne beobachtet, habe ich noch nie gesehen das Boote geschändet werden...

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  • Walter A. Tell am 13.08.2019 05:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung

    Warum keine Kamera mit Sensor umstellen? Sie wählt auch automatisch Telefonnummern.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heiri Jost, Arbon am 13.08.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage an den edlen Herr Kapitän

    Was hat denn Herr Bootsfahrer während seinen "Cruises" schon alles in den See geworfen. Vielleicht macht er dazu eine Aussage? Wahrscheinlich nicht

    • Gero F am 14.08.2019 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      Und Sie meinen

      @Heiri Jost, Arbon: Und Sie meinen der See könnte sich nun gerächt haben?

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  • Bötlerin am 13.08.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wasser flach halten..

    Also erstens ist es nicht in Ordnung es sich in fremden Eigentum "gemütlich" zu machen und auch noch den Müll da zu lassen! Egal ob die Reinigung 100.-- oder mehr kostet! Was die Stege, und nur die Stege betrifft, sollte nur für Liegeplatzmieter zugänglich sein. Auch in anderen Mietverhältnissen wie zb. Schrebergärten ist nur den Mietern der Zutritt gestattet. Nicht jeder der Steuern zahlt, hat alle Rechte! Gott sei Dank ist nicht mehr passiert, hätte schlimm enden können (Rauchen und Benzin).....

  • Mauro P am 13.08.2019 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Vandalen und Verbrecher

    Solche Vandalen die keinerlei Rücksicht vor fremdem Eigentum haben, sollten verhaftet werden und zu hohen Geldbussen verurteilt werden. Das gilt für alle Chaoten die lieber Nichtstun, Streiken oder sonst der Gesellschaft auf der Tasche liegen.

    • Gabriel am 13.08.2019 14:21 Report Diesen Beitrag melden

      Finde ich auch

      Also vor allem die Bauern. Verschmutzen die Umwelt aufs Gröbste und liegen uns auf der Tasche.

    • H. T. am 14.08.2019 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mauro P

      Meine Erfahrung ist ,dass das oft Jugentliche sind (nicht immer ) und ihre Eltern sich wie Stauffacher schützend vor sie stellen . Besser wäre sie müssten gerade stehen für ihre Missetat , dann nämlich würden Sie auch etwas daraus lernen .

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  • Marco am 13.08.2019 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Kanonen auf Spatzen schiessen

    Also verstehe ich das richtig? 100 Franken Sachschaden und diese "Verbrecher" haben nichts geklaut, sondern sogar noch Dinge dagelassen, wie z. B. eine teure Sonnenbrille? Die Zigi-Stummel entsorgt?... ich liebe unser Land und unsere trivialen Sorgen

  • Michi am 13.08.2019 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Tja das ist halt mit dem freien Seezugang nun mal so. Man kann es den Leuten nicht verübeln, wenn sie das mit dem Besitzt nicht mehr so richtig verstehen. Bei RF wird gefordert, dass jeder über sein Besitz latschen darf jedoch bei I.F ist der Seezugang auf dem Boot verboten... verständlich wenn das zur Verwirrungen führt ;)

    • Rigorosa am 13.08.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Nein das ist nicht so

      Seit wann ist bei einem öffentlichen Seezugang das Betreten von fremden Privatbooten inbegriffen und erlaubt? Sie verwechseln da etwas Entscheidendes.

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