Aadorf TG

08. Juni 2011 23:09; Akt: 08.06.2011 21:39 Print

«Rennfahrer» machen Strassen unsicher

von Tobias Bolzern - «The Fast and the Furious» im Thurgau: In Aadorf treffen sich Fahrer von getunten Karossen regelmässig, um Rennen durch das Dorf zu fahren. Die Anwohner sind vom grossen Lärm genervt.

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Aadorf: Auch auf der Morgentalstrasse sollen sich die Raser Rennen liefern. (tob)

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Aufheulende Motoren und quietschende Reifen: Die Strassen in der idyllischen 8000-Seelen-Gemeinde Aadorf werden am Wochenende regelmässig zu Rennstrecken erklärt. Fünf bis sechs Autofahrer sollen jeweils mit ihren getunten Autos durchs Dorf jagen. «Sie treffen sich beim Bahnhofskiosk oder beim Coop», sagt ein Anwohner. Dann brettern sie zwischen 21 und 23 Uhr mit massiv überhöhter Geschwindigkeit die Bahnhofstrasse hinunter, wenden bei einem Kreisel und rasen wieder zurück.

Das stört vor allem die Leute im Quartier: «Der Lärm ist enorm. Ich habe mein Schlafzimmer nicht zur Strasse, höre aber immer das Heulen der Motoren», so eine Anwohnerin. An den Rennen beteiligt sollen unter anderem ein gelbes, ein schwarzes und ein blaues Auto sein, wie ein Augenzeuge der «Thurgauer Zeitung» erzählt.

Die Polizei hat derzeit keine Anhaltspunkte zu den «Rennfahrern», wie Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage sagt. Wichtig sei jedoch bei solchen Fällen, sofort die Polizei zu alarmieren und nicht erst am nächsten Morgen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eduard J. Belser am 11.06.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Betroffene müssten halt handeln!

    Es durfte doch mit der heutigen Technik kein Problem sein, die Polizei sofort informieren, wenn sich die Gasfuss-Kriminellen beim Bahnhof oder Coop zusammenrotten. Auch die Beweise für die Raserorgien lassen sich mit jedem modernen Handy problemlos als Video sichern. Aber dazu müsste man handeln. Sich nur genervt im Bett auf die andere Seite drehen bringt es eben nicht. Mein Telefon liegt für solche Fälle neben dem Bett.

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  • Eduard J. Belser am 11.06.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Betroffene müssten halt handeln!

    Es durfte doch mit der heutigen Technik kein Problem sein, die Polizei sofort informieren, wenn sich die Gasfuss-Kriminellen beim Bahnhof oder Coop zusammenrotten. Auch die Beweise für die Raserorgien lassen sich mit jedem modernen Handy problemlos als Video sichern. Aber dazu müsste man handeln. Sich nur genervt im Bett auf die andere Seite drehen bringt es eben nicht. Mein Telefon liegt für solche Fälle neben dem Bett.