Rapperswil-Jona SG

21. Januar 2020 11:38; Akt: 21.01.2020 16:00 Print

«Roger Federers Baupläne sind egoistisch»

Der Verein Rives Publiques wehrt sich gegen die Pläne des Tennisspielers auf seinem Grundstück. Der Präsident hat eine Einsprache eingereicht.

Passanten äussern sich zum Baustart von Anfang Januar. (Video: mwa)
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Auf dem Grundstück von Roger Federer sind zusätzliche Sanierungsarbeiten nötig. Das ist seit anfangs Monat bekannt. Bei Wasserleitungsarbeiten wurde bemerkt, dass der Boden bis rund 90 Zentimeter tief durch Ziegel- und Mauerabfälle belastet ist.

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Braucht es auf dem Grundstück einen öffentlichen Seezugang?

Früher stand auf dem Grundstück eine Ziegelei. Wie aus einem einsehbaren Bauvorhaben auf der Bauverwaltung Rapperswil-Jona hervorging, plant die Familie Federer deshalb eine Altlastensanierung.

Zwei Meter langer Pfad wird gefordert

Gegen die geplante Altlastensanierung hat der Verein Rives Publiques eine Einsprache eingereicht, wie es in einer Mitteilung des Vereins heisst. Der Verein setzt sich für freien Zugang zu den Ufern der Seen und anderen Wasserläufen in der Schweiz ein.

Vereinspräsident Victor von Wartburg sagte gegenüber der «Linth-Zeitung»: «Wir wollen am Ufer des Zürichsees entlang einen zwei Meter breiten Trampelpfad.» Es sei gesetzeswidrig, dass es keinen durchgehenden öffentlichen Seeweg gebe. Für einen Uferpfad auf dem Grundstück von Roger Federer setzte sich der Verein schon letztes Jahr ein. Die Gemeinde winkte damals ab und sagte, sie werde Federer nicht verpflichten, einen öffentlichen Weg zu gewährleisten.

Wenig Kredit für die Einsprache

An der Meinung von Martin Stöckling, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, hat sich bis heute nichts geändert. Er gibt der Einsprache des Vereins wenig Kredit. Der Verein bezeichnet die geplante Dekontaminierung als fragwürdig, denn im Baugesuch wird das Risiko, das von diesen Altlasten für die Umwelt ausgeht, als gering bis inexistent beurteilt.

Andri Pfister, der bei der Stadtverwaltung für Baubewilligungen zuständig ist, hält die Sanierungsarbeiten für eine «gute Sache». Er räumt gleichzeitig aber ein, dass ein Normalbürger wohl auf die Arbeiten verzichten würde.

«Egoistische Ansprüche»

Der Verein wirft der Familie Federer bei den Bauplänen egoistische Ansprüche vor. Die Rede ist etwa von «ungehinderter Sicht auf den See und einen privaten Hafen». Laut von Wartburg ist der Wunsch nach einem vollumfänglichen Zugang zu Schweizer Gewässern in der Öffentlichkeit breit abgestützt. Er sagt zu 20 Minuten: «Es geht mir bei der ganzen Sache nicht um Roger Federer. Es geht um die Seezugänge für die Öffentlichkeit. Natürlich hilft eine solche Persönlichkeit für die Sensibilisierung.»

(mig)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zürichsee am 21.01.2020 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herr von Wartburg

    Ich denke es gibt andere Probleme die sich dieser Verein annehmen sollte. Eine Beseitigung der Altlasten auf eigene Kosten eines Steuerzahler was die Familie Federer ja ist, ist doch auch mal Lobenswert. Und sollte er mit seinem Boot vor der Haustüre anlegen dann sei es ihm gegönnt.

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  • Toni am 21.01.2020 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist nur der Neid

    Wenn ich so prominent wie Federer wäre, möchte ich auch nicht eine Horde Leute ständig vor meinem Haus haben. Es geht ja auch um Sicherheit und Privatleben.

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  • Mario SC am 21.01.2020 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lassen Sie es gut sein.

    Herr von Wartburg, was soll der Einspruch? Rund um den Zürichsee hat es x Plätze wo ich direkt zum See gelangen kann. Muss ich denn immer und an jedem Ort an den See kommen müssen ? Lassen Sie es nun gut sein und zielen Sie nicht auf eine Enteignung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tscho_Malibu am 21.01.2020 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Ich schlage vor oder würde dies so veranlassen, ein Tunnel\Galerie zu bauen Landschaft intrigiert... so ist es für Beide Seiten ein Lösung des Themas.. Ist doch alles machbar...

  • B. W. am 21.01.2020 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Was soll das?!?! Was Roger Federer ist und getan hat für und mit der Schweiz gab ed seit Wilhelm Tell und Winkelried nicht mehr! Wo bleibt der Respekt und Toleranz für eine solche Person!

  • kenner joner am 21.01.2020 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entscheidend ist, dass unsere Gemeindehaussitzer

    mal wieder sich in der Presse zeigen können und gratis Verköstigt werden. Junior, Senior Stöck und Pfurrer wird auch dabeisein. Die Volksmeinung ist denen egal. Schande.

  • Frank am 21.01.2020 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nix da

    Ich verbiete es dem federer! was ich sage, ist Gesetz! Jeder muss sich daran halten! Als Straffe werden seine Kinder ausgepeitscht.

  • popi am 21.01.2020 20:54 Report Diesen Beitrag melden

    Krasser Egoist,

    solange er mehr Geld hat als ich.