St. Gallen

21. Oktober 2019 18:42; Akt: 21.10.2019 18:42 Print

«Dümmstes Tier der Welt ist der Mensch»

Die Bilder der Abfallberge nach Openairs sorgen in den sozialen Medien jeweils für Furore. Nach dem Olma-Jahrmarkt ist dies neu.

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Die Olma und der Jahrmarkt in St. Gallen sind zu Ende und zurück bleibt vor allem der Abfall. Für viele scheint das ein unübersehbares Problem, ähnlich wie bei den Openairs. So auch für den St. Galler Stadtpolizisten Roger Spirig. «Die zahlreichen Mitarbeiter des Strasseninspektorates Ost der Stadt St.Gallen leisteten dieses Jahr wieder jeden Morgen Unglaubliches», schreibt Roger Spirig in einem Facebook-Beitrag. Denn die Besucher des Jahrmarktes und der Olma trafen am Morgen nie vermüllte Strassen an.

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«Die vielen Besucher konsumieren allerhand. Ich wünschte mir, dass der Abfall, in den wirklich vielen Behältnissen, entsorgt wird», schreibt Spirig. Auf den Bildern, die er auf Facebook gepostet hat, kann man das Ausmass des liegengelassenen Abfalls deutlich sehen. Die Bilder zeigen den Abfall am Ende von einem einzigen Tag.

Das Resultat der Demonstrationen

«Im Herbst 2020 sehen wir, ob mein Wunsch in Erfüllung geht.» Der Wunsch nach mehr Achtsamkeit bei den Besuchern für die Abfallentsorgung. Diese Hoffnung teilen auch andere. «Hoffentlich geht der Wunsch in Erfüllung», kommentiert eine Frau den Beitrag des Stadtpolizisten. Andere zeigen sich genervt: «Und jeden Freitag wird für die Umwelt demonstriert. Ist das das Resultat?» Ein anderer User schreibt: «Dümmstes Tier der Welt ist der Mensch.»

Die Stadtpolizei und das St. Galler Strasseninspektorat stehen in regelmässigem Kontakt und lassen Erkenntnisse zur Abfallproblematik jeweils in die Planung kommender Jahrmärkte einfliessen. Da es laut Angaben der Stadtpolizei genügend Möglichkeiten gibt, seinen Abfall zu entsorgen, liege das Problem anderorts.

Dass die Mülltonnen bei tausenden Besuchern pro Tag schnell voll sind, ist bekannt. «Wir prüfen zusammen mit dem Strasseninspektorat, ob wir die Abfalleimer noch häufiger leeren müssen», sagt Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen.

Sünder werden gebüsst

Tagsüber scheint das Problem kleiner als abends. «Wenn die Strassen noch leer sind, sehen die Besucherinnen und Besucher die Abfalleimer logischerweise viel besser», erklärt Kohler. Aus diesem Grund entsteht der grösste Teil des herumliegenden Abfall auch erst gegen Abend. Dann füllten sich die Strassen und die Sicht werde eingeschränkt.

«Personen, die Littering betreiben, werden noch vor Ort gebüsst», sagt Kohler. Die Strassen seien aber meist überfüllt. Dies mache es schwierig die Vergehen zu sichten. «Eine Busse für Littering beläuft sich grundsätzlich auf 50 Franken.» Bei grösseren Mengen könne die Busse auch 200 Franken betragen.

(maw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • madran am 21.10.2019 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchelei

    Soviel zu dem Umweltbewusstsein der Menschen. Wieviele haben gestern wohl grün gewählt, wieviele waren an einer Klimademo? Alles nur Heuchelei!!!

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  • Bruno 60 am 21.10.2019 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    wie mancher Klimastreiker war dabei?

    möchte ja nicht wissen, wie mancher Klimastreiker und Schüler da auch mitverantwortlich ist! hauptsach Chilbi und es geht etwas ab! hauptsach Klimaneutral und die anderen sollen dann schauen! sind ja immer die anderen, wenn die Wälder, die Wiesen, die Gewässer bei uns und das Meer mit Abfällen verschmutzt ist! Hauptsach Demontieren und Streiken und vorderen! das das ist Geil! aber selber im Luxus und Überfluss Leben! Bravo!

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  • Peter am 21.10.2019 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz ist sauber

    Laut ihrer Umfrage sind es also nur 7% die diesen Müll machen... Einsperren, saftige Bussen, Sozialarbeit und fertig lustig....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sankt Galler am 22.10.2019 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues....

    Was? Neu?? Das ist schon jahrelang jedes Jahr so. Das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun :-)

  • weiterstudieren am 22.10.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    veranstalter ebenso anprangern

    Warum gibts keine depotbecher? Da erledigt sich die entsorgung meist von alleine. Hauptsache einwegbecher verteilen und sich dann noch wundern.

  • Grüniger am 22.10.2019 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wirds besser.

    Wir Schweizer haben die Grünen gewählt. Benzin, Heizung, Fliegen und vieles mehr wird hoch besteuert. Dann bekommen wir von unseren Politiker das Geld wieder verteilt. Das gibt wieder Arbeitsplätze und ev wird noch was für das Verteilen übrigbleiben. Merksches?

  • Bruno Hochuli am 22.10.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die Eintritte drastisch erhöhen.

    Es gibt eine Lösung, man verlangt 300 Franken Eintritt und sauberen verlassen des Platzes werden 250 Franken zurück erstattet. Alle werden jammern, viel zu teuer, aber sie selber können es ändern, wenn sie wollen.

  • Schweizerin am 22.10.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem Abfall beginnen

    Und was sehen wir vorallem: Aludosen! Also fängt mal an und macht was gegen diesen Abfall was, entweder mit Depot oder nicht mehr produzieren, bitte Grüne, packt das mal an, auch wenn ihr es mögt, diese Dosen.