Anti-WEF-Aktion

02. Februar 2011 16:26; Akt: 02.02.2011 16:38 Print

«Sprengsatz» war eine 1.-August-Rakete

Der von WEF-Gegner installierte Sprengsatz auf dem Areal der Helvetia-Versicherung in St. Gallen war eine Feuerwerksrakete. Die Polizei fand keinen Zündmechanismus.

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Beim «Sprengsatz», den mutmassliche WEF-Gegner vor einer Woche an ein Bürofenster der Versicherung Helvetia in St. Gallen geklebt hatten, handelte es sich um eine modifizerte 1.-August-Rakete. Dies gab die Polizei am Mittwoch bekannt.

Der «pyrotechnische Gegenstand», so das Communiqué, enthielt keinen elektrischen Zündmechanismus. Die Rakete hätte direkt mit einem Feuerzeug gezündet werden können.

Sprengstoffspezialisten hatten vor einer Woche den verdächtigen Gegenstand vom Bürofenster entfernt. Die Polizei war mit 15 Mann ausgerückt, hatte Strassen abgesperrt und einen Teil des Helvetia-Gebäudes evakuiert.

Angriff galt der HSG

Der Angriff zu Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos könnte der Universität St. Gallen (HSG) gegolten haben, die direkt nebenan liegt. Möglicherweise verwechselten die Täter die Gebäude. In einem Mail an «20 Minuten» wurde ein Angriff auf die «Kaderschmiede des Kapitals» angekündigt.

Die Polizei klärt ab, ob ein Zusammenhang mit den Vorfällen am WEF in Davos besteht. Die Spuren würden miteinander verglichen, hiess es.

(sda)