Angriff auf Ostschweizer Pastor

02. Oktober 2018 22:08; Akt: 02.10.2018 23:20 Print

«Wir lehnen jegliche Form von Gewalt ab»

Pastor Patrick Altendorfer vermutet hinter dem Angriff auf ihn einen deutschen Prediger und sein Umfeld. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

Der Prediger Patrick Altendorfer nach dem Angriff auf ihn. (Video: Leser-Reporter / Tamedia)
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Mit einem Schlagstock, einem Pfefferspray und einem Messer bewaffnet, attackierte ein Vermummter am Sonntagabend den Ostschweizer Pastor Patrick Altendorfer. Dieser wurde laut der Kantonspolizei Thurgau leicht bis mittelschwer verletzt. Altendorfer glaubt zu wissen, wer hinter dem Angriff steckt: «In den letzten zehn Monaten habe ich sehr viel Dubioses über den deutschen Prediger und Evangelisten T. Y.* herausgefunden», sagt er. Dieser steckt hinter dem christlichen Motorradclub «True Life» (wahres Leben).

In einem Video, das Altendorfer am Montag auf die Facebook-Seite der Freikirche gestellt hat, legt er nach: «T.Y.s Schergen haben versucht, mich umzubringen.» Er wisse, um wen es sich beim Angreifer handle.

Differenzen auf Rechtsweg geltend gemacht

Diese Vorwürfe von Altendorfer weist «True Life»-Mitglied K. K. gegenüber 20 Minuten zurück: «Wir distanzieren uns explizit von jeglicher Form der Gewaltanwendung.» Sie seien bestürzt über den Vorfall und hoffen, dass Altendorfer sich rasch von seinen Verletzungen erholt und dass die Täter ermittelt werden können.

«Wir weisen darauf hin, dass wir unsere Differenzen mit Herrn Altendorfer stets einzig und alleine auf dem Rechtswege geltend gemacht, beziehungsweise durchgesetzt haben. Dies belegen auch die bereits eingeleiteten Zivilverfahren, die zum heutigen Zeitpunkt überdies allesamt zugunsten von Herrn Y. entschieden wurden.»

«Wir lehnen jegliche Form von Gewalt ab»

Weiter schreibt K.: «Wir stellen nochmals unmissverständlich klar, dass Herr Y. weder direkt noch indirekt mit dem Vorfall in Verbindung steht und jegliche Form von Gewaltanwendung kategorisch ablehnt.»

Altendorfer hatte Y. bereits früher auf Youtube vorgeworfen, Frauen missbraucht zu haben. Daraufhin hatte Y. Altendorfer angezeigt. Das Bezirksgericht Arbon TG entschied Anfang dieses Jahres, dass Y. nichts nachgewiesen werden könne, berichtete der «Blick». Daraufhin musste Altendorfer einige seiner Youtube-Videos löschen. «Seither hatte ich aber Zeit, Beweise zu sammeln», sagt Altendorfer, «deshalb wollte man mich loswerden.»

* Namen der Redaktion bekannt

(20M)