Tod von Velofahrer (15)

12. Dezember 2019 12:06; Akt: 12.12.2019 12:06 Print

«Wir sind in Gedanken bei der Familie»

Ein 15-Jähriger ist am Mittwoch nach einer Kollision mit einem Auto in Ellighausen TG noch am Unfallort verstorben. Bekannte sind tief betroffen.

Am Mittwoch kurz nach Mittag kam es zwischen Ellighausen und Schwaderloh TG zu einem schweren Unfall. Die Polizei bestätigt ein Todesopfer. (Video: BRK News)
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«Letztes Wochenende habe ich ihn noch gesehen bei einem Schiesskurs», äussert sich ein Mitglied des örtlichen Schützenvereins. Der 15-Jährige war zwar kein Mitglied, aber dennoch aktiver Jungschütze. Das Bedauern im Verein sei gross. «Als ich vom Unfall gelesen habe, wusste ich noch nicht, wer das Opfer ist», so das Mitglied.

Am Abend habe er von jemand anderem aus dem Verein erfahren, um wen es sich handelt. «Es ist für alle eine sehr schwierige Situation.» Viele hätten den Teenager und die Familie in der Gegend gekannt. «Wir sind in Gedanken bei der Familie und wünschen ihr viel Kraft», so das Vereinsmitglied.


(Am Tag danach am Unfallort. (Video: mig)

Andere Schüler waren dabei

Zum Unfall kam es am Mittwoch kurz nach 12 Uhr. Der 15-jährige Velofahrer bog vom Höhenweg auf die Greestrasse ein. Dabei kam es zur Kollision mit einem Auto. Der Velofahrer wurde beim Unfall unter dem Auto eingeklemmt. Der Teenager verstarb noch vor Ort. «Der Teenager war mit anderen Schülern unterwegs», so Kapo-Sprecher Matthias Graf. Diese blieben beim Unfall körperlich unversehrt. Eine Drittperson habe dann die Polizei verständigt.

«Wir sind in Gedanken bei der Familie»

Bei der Autofahrerin wurde eine Blut- und Urinprobe entnommen. «Dies wird bei solch einem Unfall standardmässig gemacht», erklärt Graf. Vor Ort gab es am Mittwoch keine Verdachtsmomente, dass die Autofahrerin unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs gewesen sei. Derzeit würden die Spuren, die am Mittwoch am Unfallort gesichert wurden, ausgewertet. Zudem werde der Unfall genau rekonstruiert. Darüber, wer und ob jemand Schuld hat, werde schliesslich die Staatsanwaltschaft entscheiden.

Gefährliche Stelle

Laut mehreren Anwohnern handelt es sich beim Unfallort um eine heikle Stelle. «Es war eine Frage der Zeit, bis hier etwas Schlimmes passiert», äusserte sich am Mittwoch eine Anwohnerin. Der Gemeinde sei das Problem bekannt gewesen. Allerdings handle es sich um eine Kantonsstrasse.

(mig/taw)