Hole-Punch Cloud

25. Februar 2019 17:14; Akt: 25.02.2019 18:47 Print

Plötzlich öffnet sich der Himmel über der Schweiz

Über der Ostschweiz zeigte sich am Sonntag ein seltenes Wetterphänomen: sogenannte Hole-Punch Clouds. Zahlreiche User posteten Bilder auf Social Media.

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Plötzlich tut sich mitten in der Wolkenschicht ein Loch auf, als würde von oben jemand hinunter sehen wollen und hätte dafür die Wolken mit einem Schlag aufgebrochen. Im Innern des Lochs wächst eine zerfranste Wolke: Dieser Anblick bot sich am Sonntagnachmittag am Himmel über der Ostschweiz und Graubünden. Dabei waren mehrere Löcher zu sehen. Auf Social Media kursieren zahlreiche Bilder des Phänomens.

SRF-Meteorologe Christoph Siegrist erklärt: «Wenn aus einer höheren Luftschicht Eiskristalle in die Wolkenschicht fallen, können sie Wasserdampf aufnehmen und wachsen auf Kosten der alten Wolken.» Anders gesagt: An der Stelle, wo die Eiskristalle sich an die Wolkenschicht anlagern, löst sich diese auf und gibt ein Loch frei. Die Eiskristalle werden schwerer und fallen nach unten: So bilden sie im Loch eine neue, fransige Wolke, die an eine Feder erinnert.

Sehr selten

Das Phänomen nennt sich Hole-Punch Cloud. Eine deutsche Bezeichnung dafür gibt es nicht, würde man es übersetzen wollen wäre es wörtlich «Loch-Schlag Wolke».

Voraussetzung für das Phänomen ist laut Siegrist eine mittelhohe Schichtwolke, also auf einer Höhe zwischen 4000 und 7000 Metern, mit stark unterkühlten Wassertröpfchen. «Typischerweise herrscht eine Temperatur von -15 °C bis -20 °C, der Wolkentyp heisst Altocumulus», erklärt er. Global gesehen seien nur jeweils 7,8 Prozent der Erde mit diesem Wolkentyp bedeckt: «Schon daher sind die Bedingungen für die Hole-Punch Cloud eher selten gegeben»so Siegrist. Theoretisch könnte das Phänomen aber zu jeder Jahreszeit und in allen Regionen der Schweiz mit selber Wahrscheinlichkeit auftreten.

Woher stammen die Eiskristalle?

Wie das Loch entstehe, wisse man heute zwar. Woher allerdings die Eiskristalle stammen sei noch nicht restlos geklärt. Eine Theorie gehe davon aus, dass dass die Eiskristalle aus höheren Wolken hinunter in die Altocumulus-Wolke fallen. «Am Sonntag gab es darüber aber keine weiteren Wolken, diese Ursache scheidet hier also aus», so der Meteorologe.

Deshalb dürfte hier die zweite Ursache in Frage kommen: Flugzeuge, die durch die Wolkenschicht flogen. «Flugzeuge verursachen eine lokale Ausdehnung der Luft und damit einen Druckabfall. Dies führt zu einer starken Abkühlung der Luft, so dass sich Eiskristalle bilden können», so Siegrist. Der Druckabfall könne entweder am Düsenausgang des Flugzeugs entstehen, weil sich dort die Luft aus der Düse rasch ausdehnt oder an den Flügeln oder Propellern jeweils auf der Seite mit dem starken Unterdruck.


Video: SRF Meteo


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S.W. am 25.02.2019 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Das Loch hat Uriella bei ihrem Abflug hinterlassen.

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  • nidärnschtgmeint am 25.02.2019 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zufall?

    Das war wohl der Landeplatz für Uriellas Raumschiff...

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  • Christoph am 25.02.2019 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das jüngste Gericht

    Das war ein Zeichen. Uriella. Das Raumschiff im Landemanöver.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Erik Weissfensteim am 26.02.2019 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wettermanipulation

    Die Grossmächte forschen schon seit rund 50 Jahren, um Wetter manipulieren zu können.,...

    • Xeno72 am 18.03.2019 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Erik Weissfensteim

      Ja, erfolglos.

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  • Susanne am 26.02.2019 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Aber irgendwie ist es doch immer...

    ...wieder äusserst seltsam, wie manchmal unerklärliche Dinge zusammenpassen. Denn unlängst hiess es doch bei Meteo; "...Das akutelle Hoch Dorit wird in dieser Woche praktisch übergangslos von Hoch ERIKA ersetzt. Letzteres hält dann bis über das kommende Wochenende (23./24.02.) durch...". Und wer ist am Sonntag, 24.02. gestorben? ERIKA Bertschinger-Eicke. Und jetzt schreiben hier viele, dass eben ERIKA abgeholt wurde und desshalb die Wolken so ausssehen... Manchmal darf man einfach nicht zu heftigst darüber den Kopf zerbrechen sonst gibts ein Probeliegen im Burghölzli...

  • Fred am 26.02.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Krass wieviele Leute es gibt, die an Haarp, Chemtrails oder anderen Mist glauben.

    • Adi am 26.02.2019 07:14 Report Diesen Beitrag melden

      Haarp

      Krass wie viel nicht.

    • Dani am 26.02.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      HAARP

      Haarp system.. lege Aluminium in ein Microwelle und sehe und staune. ..z.B. über England wurde Aluminiumpulver grosszügig mit dem Flugzeug über einer Microwellenanlage HAARP verteilt. Siehe den Effekt. aussregnen und folgende Trockenheit. In China hat es sogar geschneit und danach begann eine enorme Dürre... Mit unsere neuen 5G anlage können wir ändliche Ziele verfolgen... Krass das es so viele blinde Menschen gibt.

    • Xeno72 am 18.03.2019 14:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fakenews@Dani

      Quelle zum Experiment in England?

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  • Bas Moss Albisrieden am 26.02.2019 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anflug auf Pristina

    Das ende naht und alke sind verloren,das Fluczeug stürzzt ab

  • Lotte am 26.02.2019 06:26 Report Diesen Beitrag melden

    Damals in Vietnamkrieg

    An alle die wissen wollen wie man das mit einem Flugzeug macht das sprühen. Im Vietnamkrieg wurde auch mit Flugzeugen gersprüht das furchbare Gift Agent Orange Wie? einmal nachlesen .

    • ESEREF am 26.02.2019 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lotte

      Was hat das mit Kondensstreifen zu tun? Einfach nur babbeln...

    • Flor am 26.02.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      Für das Allgemeinwissen

      @ESEREF, "Lynmouth 1952" oder "Operation Popeye" um nur 2 zu nennen. Die Uno belegte Anfang der 70er einen Bann über diese Experimente. Jedoch sind Regenmacher weltweit munter am Werk (ARD, 3.8.2018, Die Regenmacher)

    • ussocom am 26.02.2019 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lotte

      wo liegt der zusammenhang? agent orange war ein entlaubungsmittel, und somit kein gift. zudem wurde es mittels normaler agrartechnik versprüht.

    • Xeno72 am 18.03.2019 14:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lotte

      Das hat Folgendes mit dem Thema hier zu tun: nichts.

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