St. Gallen

30. November 2019 17:02; Akt: 30.11.2019 17:02 Print

Feuer und Flamme für Jugendspiele 2020

In St. Gallen wurde am Freitag das olympische Feuer für die Jugendspiele 2020 in Lausanne in Empfang genommen.

Am Freitag (29.11.2019) wurde in St. Gallen das olympische Feuer übergeben. Video: jeb
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Die Winter-Jugendspiele 2020 werden das erste olympische Fest in der Schweiz sein seit den Winterspielen 1948 in St. Moritz. Zu den Spielen gehört natürlich auch das olympische Feuer. Mitte September wurde das Feuer in Athen entfacht und reist nun während vier Monaten durch die Schweiz.

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Im Video siehst du die Reise des olympischen Feuers von Athen nach Lausanne. Im Flugzeug hatte das Feuer sogar einen eigenen Sitz. Video: zVg

Am Freitag machte die Fackel auf ihrer Reise durch die Schweiz Station in St.Gallen. In einer feierlichen Zeremonie vor diversen Schulklassen und Schaulustigen wurde das olympische Feuer auf dem Gallusplatz in Empfang genommen. Das Feuer entfacht haben die Curler Benoît Schwarz und Malin Da Ros. Da Ros stammt aus St. Gallen.

Langsamster Schwimmer aller Zeiten

Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann hielt vor der Übergabe eine kurze Rede und erzählten den Kindern die Geschichte vom langsamsten Schwimmer aller Zeiten, Eric Moussambani aus Äquatorialguinea, der an den Spielen in Sydney 2000 für eine Überraschung sorgte. Moussambani nahm dank einer Wildcard an den Spielen teil und lernte erst acht Monate davor schwimmen. Da er selbst nicht sicher war, ob er die ganze Strecke absolvieren können würde, standen Rettungsschwimmer an der Seite. Doch durch eine spezielle Wendung gewann er den Vorlauf in der Disziplin 100 Meter Freistil. Die Konkurrenten legten nämlich einen Fehlstart hin und wurden disqualifiziert. Den Vorlauf gewann Moussambani mit der schlechtesten je geschwommenen Zeit in diesem Wettkampf: 1:52,72. Im Halbfinale schied er dann aus.

Regierungspräsidentin Hanselmann wies die Kinder im Publikum darauf hin, dass es sich lohne, für etwas zu kämpfen, auch wenn man nicht immer gewinne. Doch auch Mitmachen sei wichtig. Nach Sidney versuchte Moussambani noch an weiteren Spielen teilzunehmen, doch das klappte nicht. Aber er wurde Trainer des Nationalteams von Äquatorialguinea. Zudem ermunterte die Gesundheitsministerin die Kinder, weiterhin Sport zu treiben.

(jeb)