Neue Masche

27. Juli 2014 15:39; Akt: 27.07.2014 19:45 Print

16-Jährige für Escort-Service angeworben

Unsittliches Angebot am Bahnhof in Uttwil: Ein Mann mittleren Alters steckte einer Schülerin (16) einen Zettel mit der Nummer eines deutschen Escort-Services zu.

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Ein etwa 40-Jähriger hat einer 16-Jährigen einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem eine Nummer für einen Escort-Service geschrieben war. (Bild: Keystone)

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«Mit solch einer Figur und Äusseres sollte man Geld verdienen. Begleitagentur sucht tolerante und vollbusige Damen. Absolute Diskretion. Wenn du Interesse hast, ruf an», stand auf einem kleinen Zettel, den ein 16-jähriges Mädchen am Bahnhof in Uttwil von einem Unbekannten erhalten hat. Darunter eine deutsche Handynummer. Wie die Thurgauer Zeitung schreibt, wartete das Mädchen mit Schulbüchern in der Tasche auf den Zug nach Hause, als der etwa 40-Jährige es auf Hochdeutsch anspricht. «Kann ich dir etwas geben?» – «Wieso?» – «Nimm einfach, bitte.» Dann drückt er ihr den Zettel in die Hand.

Gutes Geld in Hotels

«Ich hatte Angst», sagt die 16-Jährige. Auch ihre Mutter ist beunruhigt und empört. «Meine Tochter ist doch noch so jung!» Bei der Kantonspolizei Thurgau sind bisher keine ähnlichen Meldungen eingegangen, wie Polizeisprecher Andy Theler gegenüber 20 Minuten sagt.

Als eine Redaktorin der «Thurgauer Zeitung» die deutsche Nummer wählte, erkundigt sich eine Männerstimme nach ihren Interessen und dem Alter. 23 Jahre sei gut, allerdings suche er eher jüngere Frauen, so der Mann. «Sie müssen tolerant sein und Männern zwischen 30 und 55 etwas Gutes tun», erklärte er. Wie der Mann weiter sagt, würden der Kunde und die Begleitung meist zusammen in Hotels ausgehen. Dafür gebe es «gutes Geld.» Die Begleiterin könne dann selbst entscheiden, ob sie mit aufs Zimmer gehe oder nicht.

Gesetzlich verboten

Wie Andy Theler sagt, gibt es keine Anhaltspunkte, dass hinter diesem Angebot ein Prostitutionsring steckt. Die Kantonspolizei Thurgau rät aber, solche Angebote entschieden zurückzuweisen. Sollte ein Anbieter aufdringlich werden, solle sich die Betroffene an die Polizei wenden.

Seit dem 1. Juli ist ein verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft. Dies besagt, dass bezahlter Sex mit Minderjährigen strafbar ist. Freiern drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren, wenn sie gegen Geld die sexuellen Dienste von Minderjährigen in Anspruch nehmen. Die Prostituierten selbst bleiben straflos.

(jeh)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy am 27.07.2014 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    ich will den mann ja nicht verteidigen aber so wie heutzutage manche jugendliche rumlaufen, kann man nicht mehr wissen wer nun über 18 ist und wer nicht.

    einklappen einklappen
  • Roberto am 27.07.2014 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Mein Gott, sind wir so prüde? Man informiert sich, stellt fest, dass es um Escort geht, und wenns euinem nucht zusagt, sagt man: Danke kein Interesse. Oder funktioniert die grosse Teenieklappe nicht mehr?

  • Sternau am 27.07.2014 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    16 Jahre

    Man will ja das Stimmalter auch auf 16 Jahre runterschraube und als mündig gelten lassen. Sind sie nun noch Kinder oder nicht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maurizio Weggis am 04.08.2014 06:21 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung und Hintermänner

    Die Hemmschwelle beidseitig ist doch auf ein Minimum geschrumpft! Die jungen Frauen sind in Bezug auf Sex offener, die Grenzen zur Prostitution - mit Sex sein Taschengeld oder Studium zu verdienen fast ins bodenlose geschrumpft. Es wundert mich nicht, dass auf diese Art und Weise Nachwuchs gesucht wird. Ob die Mädchen wirklich wissen was sie damit tun würden, bezweifle ich. Der Verteiler für den Service ist wahrscheinlich eh ein Strohmann. Hintermänner-darum geht es! Und Aufklärung der jungen Frauen-aber wer ist dafür verantwortlich? Sicher nicht der Staat-dafür wären Eltern da!!

  • Stella am 30.07.2014 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was jetzt ?

    Wichtig wäre doch nur , dass unsere Töchter und auch Söhne bis zum Teeny-Alter so weit aufgeklärt und selbstsicher sind , dass sie solche Angebote verbal kontern oder im nächsten Abfallkübel zu entsorgen wissen ! Liebe Eltern diese Arbeit lohnt sich, das nennt man Erziehung.

  • Sarah am 28.07.2014 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Empörung für nichts

    Ich finde das nicht mehr Belästigung wie wenn SP oder SVP ihre Flyer hartnäckig an die Frau/Mann z.B. am Bahnhof bringen. Von diesen bekommt JEDER einen Flyer. Den Escortzettel kann ich als junge Frau wenigstens als Kompliment auffassen. Ich muss ja nicht jeder Avance zustimmen. Ausserdem ist Frau heute mit 16 alt genug selber zu entscheiden.

  • neukunde am 28.07.2014 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wie heisst den der Service?

    Die Frage bleibt ja eigentlich wie den der "service" heisst. Müsste man dass nicht auch angeben damit man sich ein ganzes Bild machen kann?

  • candy am 28.07.2014 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    war doch nur ein flyer

    ach gott. er hat sie doch nicht angefallen. er hat ihr einen flyer gegeben. sie kann doch selber entscheiden was sie damit macht.