Tat im Vorarlberg

29. Juli 2014 12:55; Akt: 29.07.2014 12:59 Print

16-jähriger Vergewaltiger auf freiem Fuss

Ein 16-jähriger Lehrling ist am Montag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er hatte nach dem Georgs-Fäscht in Gaissau eine 20-Jährige vergewaltigt.

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Die 20-Jährige wurde nach dem Georgs Fäscht in Gissau vom 16-Jährigen vergewaltigt und schwer verletzt. (Bild: Georgs Fäscht)

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Nach 14 Tagen wurde der 16-Jährige, der einer schweren Vergewaltigung beschuldigt wird, am Montag unter Auflagen aus der Untersuchungshaft in Feldkirch entlassen. Das beschloss Haftrichter Günther Höllwarth. Der Jugendliche hatte zugegeben, dass er nach einem Fest Anfang Juli in Gaissau eine 20-Jährige vergewaltigt und dabei schwer verletzt hatte.

Beim Täter bestehe weder Flucht- noch Verabredungsgefahr, sagt Verteidiger German Bertsch gegenüber den «Vorarlberger Nachrichten». Zudem sei er geständig und man müsse nicht damit rechnen, dass er eine solche Tat wiederhole. Deshalb liege kein Grund vor, der eine weitere Untersuchungshaft gerechtfertigt hätte, so Bertsch.

Kein Alk mehr

Zu den Auflagen zählt, dass der Lehrling Bewährungshilfe durch Sozialarbeiter in Anspruch nimmt. Zudem muss er an einem Anti-Aggressionstraining teilnehmen. Auch darf der Beschuldigte keinen Alkohol mehr trinken. Nach eigenen Angaben war er während der Tatzeit betrunken. Sollte er gegen die Auflagen verstossen, muss er wieder in Untersuchungshaft.

Gutachten prüfen

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat mittlerweile Beschwerde gegen die Entlassung eingelegt. Nun ist das Oberlandesgericht Innsbruck am Zug. Wie der Verteidiger weiter sagt, seien die Ermittlungen nach wie vor nicht abgeschlossen. In Arbeit sei ein toxikologisches Gutachten, das klären soll, ob das 20-jährige Opfer bei dem Übergriff betäubt wurde. Den geistigen Zustand des Tatverdächtigen soll ein gerichtspsychiatrisches Gutachten klären, das ebenfalls bereits beauftragt wurde. Wenn die Ergebnisse vorliegen, werde die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit einer Anklage prüfen.

(jeh)