Ricken

13. Juli 2014 15:32; Akt: 13.07.2014 15:32 Print

34 Unfälle in drei Jahren - Politik will Antworten

Zwischen Ricken und Gebertingen hat die Polizei in drei Jahren 34 Unfälle registriert. Anwohner kritisieren den Belag seit Jahren. Nun fordern Politiker Antworten.

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Dass der Strassenbelag am Ricken äusserst rutschig ist, davor warnen Anwohner der Rapperswilerstrasse schon seit Jahren. Sie sind sich sicher, dass manch ein Unfall hätte verhindert werden können, hätte man ihre Bedenken früher ernst genommen. Wie Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen, registrierte die Kantonspolizei St. Gallen allein in den Jahren 2011 bis 2013 34 Unfälle auf der Strecke zwischen Gebertingen und Ricken.

Nicht eingerechnet ist der tödliche Unfall vom 30. Juni dieses Jahres, bei dem ein 21-Jähriger aus dem Kanton Schwyz mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem Lastwagen kollidierte.

Unfall brachte Stein ins Rollen

Noch am Unfalltag wurde in der Unfallkurve das erlaubte Tempo von 80 auf 60 km/h reduziert. Zusätzlich wurden am Tag des Unfalls weitere Signalisationen «Schleudergefahr» installiert.

Aber: «Die Warnungen der Anwohner hätten früher ernst genommen werden müssen.» Dieser Überzeugung sind sowohl CVP-Nationalrat Jakob Büchler wie auch SVP-Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder. Beide wollen nun von der St. Galler Regierung Antworten zu den Vorkommnissen am Ricken, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt.

Bereits am Montag will Keller-Inhelder verschiedene Fragen an die Regierung richten. Keller-Inhelder will wissen, «wie im Kanton St. Gallen Unfälle erfasst, ausgewertet und Massnahmen ergriffen werden». Zudem stellen sich für die SVP-Kantonsrätin Fragen zu dem umstrittenen Belag. Keller-Inhelder: «Die Prüfung des Belages ergab, dass dieser gerade noch zulässig sei.» Keller-Inhelder will nun wissen, «ob nicht vielmehr relevant sei, dass der Belag erwiesenermassen rutschig ist, als sich auf die grenzwertigen Ergebnisse der Überprüfung abzustützen».


(taw)