Aus Messie-Wohnung

07. Dezember 2011 05:00; Akt: 07.12.2011 00:03 Print

67 Katzen aus dem Elend gerettet

von Marlene Kovacs - Tierschützer und das Veterinäramt haben 67 Katzen per Zwangsräumung aus einer Wohnung in Bürglen TG geholt. Die Wohnung sei komplett zugemüllt gewesen. Die Büsi-Halterin versteht die Welt nicht mehr.

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Die 45-Jährige und ihr Mann hielten die Tiere jeden Alters in ihrer 4 1/2-Zimmer-Wohnung. Nach einer Kontrolle im August folgte das teilweise Tierhalteverbot: Bis Mitte September hätten die Katzen aus der Wohnung entfernt werden müssen. Doch nichts geschah. «Deshalb folgte die Zwangsräumung», so Kantonstierarzt Paul Witzig. Zwei Katzen dürfen die Halter behalten. Weil die Besitzerin gestern Morgen die Tür nicht öffnete, musste ihr Mann in Polizeibegleitung von der Arbeit geholt werden. «Die ganze Wohnung hat nach Kot und Urin gestunken», so Witzig.

Die Kisten, in die die Tiere gesteckt wurden, transportierte der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) ab. «Die Katzen werden nun bei verschiedenen Tierschutzvereinen im Thurgau untergebracht», sagt TTSV-Präsident Reinhold Zepf. Zuerst mussten die Katzen – darunter neun Jungtiere – aber von Tierärzten untersucht werden. «Der Zustand der Katzen ist nicht schlecht. Sie haben allerdings Parasiten in den Ohren», so Francisca Oberhänsli von der Kleintierpraxis in Märstetten. Sie würden nun noch kastriert und geimpft. Laut Zepf kostet die Aktion rund 20 000 Franken. «Wir hoffen deshalb, dass wir die Katzen bald vermitteln können.»

Die Besitzerin weiss, dass sie die Situation nicht mehr ganz unter Kontrolle hatte. «Vor einem Jahr waren es noch acht Tiere. Sie haben sich dann sehr schnell vermehrt», sagt sie. Die gestrige Aktion kann die 45-Jährige aber trotzdem nicht ver­stehen. «Ich möchte meine Katzen wieder zurück. Ihnen ging es sehr gut bei uns.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Verena Gautschi am 08.12.2011 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Wieso wurde nicht schon bei der ersten kontrolle etwas unternommen,auch im August wurde nicht eingegriffen,spätestens im august musste man doch sehen,dass die Menschen ,total überfordert waren,für was ist den ein Kantonstierarzt ,den dieTierschützer dürfen ja nicht von sich aus eingreifen,es hätte viel leid,Stress verhindert werden können bei den Katzen.Auch kann ich nicht verstehen,dass alle kosten wieder die Tierheime übernehmen müssen,die eh schon wenig geld haben,einen Teil müssten die Tiermessis übernehmen.

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  • Verena Gautschi am 08.12.2011 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Wieso wurde nicht schon bei der ersten kontrolle etwas unternommen,auch im August wurde nicht eingegriffen,spätestens im august musste man doch sehen,dass die Menschen ,total überfordert waren,für was ist den ein Kantonstierarzt ,den dieTierschützer dürfen ja nicht von sich aus eingreifen,es hätte viel leid,Stress verhindert werden können bei den Katzen.Auch kann ich nicht verstehen,dass alle kosten wieder die Tierheime übernehmen müssen,die eh schon wenig geld haben,einen Teil müssten die Tiermessis übernehmen.