St. Gallen

23. Mai 2019 12:03; Akt: 23.05.2019 17:11 Print

80 Studenten feiern in einer Wohnung

In der Nacht auf Donnerstag musste die Stadtpolizei St. Gallen fünf Studentenpartys auflösen. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Partys eskalieren.

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Insgesamt 13 Beschwerden bezüglich Ruhestörungen sind bei der Stadtpolizei St. Gallen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eingegangen. Aufgrund des Lärms mussten fünf Studentenpartys aufgelöst werden. Wie die Stapo SG schreibt, fanden diese jeweils in einer privaten Wohnung statt. «In einer der Wohnungen befanden sich rund 80, in einer anderen rund 70 Studenten», sagt Sprecher Dionys Widmer auf Anfrage.

Zudem mussten fünf Ordnungsbussen wegen Lärms und eine wegen Litterings erteilt werden. Kostenpunkt: 60 Franken für den Lärm und 50 für das Littering. Laut Widmer hat es sich beim Littering nämlich nur um einen Kleinabfall, beispielsweise eine Dose gehandelt. «Grössere Abfallmengen, etwa wenn man das Grillzubehör im Wald stehen lässt, werden mit 200 Franken geahndet.»

Kein Einzelfall

Dass die St. Galler Studenten gern mal über die Stränge schlagen, zeigen auch einige andere Vorfälle der letzten Zeit. Ende November erst eskalierte eine Party von HSG-Studenten. Dabei sollen offenbar Party-Gäste die Eingangstür des SP-Sekretariats in St. Gallen mit einem Schirmständer eingeschlagen haben. Nebst dem Schaden bemerkte Sekretär Guido Berlinger-Bolt-Bolt auch ein Entschuldigungsschreiben an der Tür. Darin verwies man auf eine ausgeartete Party im Haus und entschuldigte sich für den Sachschaden.

Nicht so glimpflich ging eine Halloween-Party der CF (Cercle des Francophones)- Vereinigung aus. Rund 100 HSG-Studenten feierten in dem Studentenlokal. Nach einer Lärmklage rückte allerdings die Polizei gegen 1 Uhr aus, büsste die Veranstalter mit 60 Franken und löste die Party auf. Damit war der Radau aber nicht beendet – ganz im Gegenteil. Betrunkene Studenten begannen die Polizisten zu beleidigen. Sie schmissen mit Flaschen um sich und skandierten: «Fuck the police!». Mehrere Teilnehmer hätten an den Strassenrand und an Mauern uriniert, wie die Polizei schreibt. Zudem wurde eine Baustelle beschädigt. Bis in die Innenstadt mussten die Studenten von der Polizei begleitet werden. Ein betrunkener Randalierer wurde festgenommen.

(juu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LEON am 23.05.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Anstand

    und diese Leute sind die Führungskräfte der Zukunft?!!

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  • Fabian Müller am 23.05.2019 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Littering

    200fr ist viel zu wenig für einen Grill im Wald stehen lassen! Erwischt man einen wie er eine Dose absichtlich ind den Busch wirft 300fr und wenn man einen Grill stehen lässt 1000fr. Dann ist es das erste und letzte mal!

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  • Dumby am 23.05.2019 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich ich ich

    Arme Nachbarn! Auf der Uni ist Sozialkompetenz halt kein Fach

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Meine Rede am 24.05.2019 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    @Fabian Müller

    Stimme Ihnen 100% zu. In Toronto gibt es bei einem Busbahnhof ein Schild mit dem Hinweis, dass man bei Überqueren der Strasse mit einer Busse von 4'000 $ zu rechnen hat. Habe JEDESMAL den Umweg via Unterführung in Kauf genommen. Das wirkt.

  • Daisydream am 24.05.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Studentenpartys mitten in der Woche. Die scheinen ja wirklich schwer beschäftigt zu sein mit lernen. Oder üben schon für eine Zukunft in der Führungsetage.

  • Einä us Bärn am 24.05.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Portemonaie herhalten

    Wir haben auch solche neben unserm Büro in SG. Ganz krass, wenn die Feiern, ist nicht daran zu denken ein wenig zu schlafen. Nicht während der Arbeit. Die wohnen zu Hause alle in einem Haus im grünen, da stört es keinen. Rücksicht kennen die sowieso nicht. Das ist halt so wenn den Kindern keine Grenzen gesetzt werden. Da muss dann später das Portemonnaie herhalten.

  • Bazokkagummi am 24.05.2019 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unreife Typen

    Und nicht vergessen: Am Freitag zur Klimademo zu gehen, am Donnerstag zur Frauendemo zu gehen, am Mittwoch für mehr Stipendien zu demonstrieren, am Dienstag für gratis ÖV für Studis zu demonstrieren , am Montagmorgen jammern über den Stress an der Uni. Samstag und Sonntag Saufen, Autofahren und das Geld verprassen. Und wenn sie nach 100 Semestern den Abschluss geschafft haben dann wird abgezockt und die Arbeitnehmer werden ausgenommen.

    • Herr Student am 24.05.2019 08:50 Report Diesen Beitrag melden

      Opportunist

      tönt gut, wo kann ich mich anmelden?

    • Dankr am 24.05.2019 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bazokkagummi

      So ist es und die bekommen noch Unterstützung.

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  • Rösli Tell dazu am 23.05.2019 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herscht

    die neue Basis für die SVP. Die brauchen auch Ersatz für Mörgeli, Köppel,Schmid u. Co