Flughafen St. Gallen

11. März 2011 13:43; Akt: 11.03.2011 15:24 Print

AUA will sich nicht verdrängen lassen

Die Austrian Airlines (AUA) hat dem neuen Konkurrenten «People's Vienna Line» auf der Strecke Altenrhein-Wien definitiv den Kampf angesagt. Es geht ihr um den Vorarlberger Markt.

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Die Austrian Airlines (AUA) kämpft am Flughafen St. Gallen um ihre Stellung am Vorarlberger Markt. (Bild: Keystone)

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«Wir gehen in einen Verdrängungswettbewerb und haben das klare Ziel, in Altenrhein zu bleiben.» Dies sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth am Freitag auf einer Medienkonferenz in Dornbirn. Die AUA lasse sich nicht aus dem Vorarlberger Markt drängen.

Die «People's Vienna Line» ist vom Schweizer Flugplatz Altenrhein (»People's Business-Airport»), einem der beiden Vorarlberger «Heimatflughäfen», gegründet worden. Sie wird am 28. März ihren Flugbetrieb nach Wien aufnehmen.

Fünf Jahre Kündigungsfrist

Der Vertrag mit der AUA, die die Strecke Altenrhein-Wien seit vielen Jahren fliegt, wurde im Oktober 2010 vom Flugplatz aufgekündigt. Da allerdings eine fünfjährige Kündigungsfrist besteht, kann die AUA zumindest bis 2015 weiter den People's-Business-Airport nutzen.

Geht es nach Bierwirth, soll aber auch 2015 nicht Schluss sein. «Wir kämpfen um die Strecke und um unsere Kunden», betonte der AUA-Vorstand. Im Wettbewerb würden sicher auch die Flugpreise fallen, «aber nicht auf 59 Euro», so Bierwirth.

Keine Tiefstpreise

Aufgrund der Kostenstruktur des Flugplatzes seien Niedrigstpreise gar nicht möglich. «Am Ende hat keiner was davon. Im schlimmsten Fall ist der Flughafen gefährdet», sagte der AUA-Vorstand.

Durch die Konkurrenz der Flughäfen Zürich und Friedrichshafen, von wo aus die Vorarlberger Airline «InterSky» nach Wien fliegt, seien von 2007 bis 2009 über 20 000 Passagiere verloren gegangen. Das sei mit ein Grund gewesen, die Verbindung nur noch drei- statt viermal täglich zu bedienen.

(sda)