Mittelthurgau

18. Juli 2014 08:25; Akt: 18.07.2014 08:25 Print

Alle 2000 Biohennen wurden adoptiert

Weil ihre Eier zu gross sind, drohten 2000 Hennen im Thurgau der Tod. Dank einem Aufruf haben nun alle Tiere einen Platz gefunden.

storybild

Alle 2000 Biohennen konnten vor dem sicheren Tod gerettet werden. (Bild: zVg)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Wir sind total überrannt worden von den ganzen Anfragen und konnten somit alle 2000 Biohennen retten», sagt Beatrice Baumann von der Tierhilfe Schweiz. Nach wie vor gebe es unzählige Interessenten, die ein Huhn adoptieren möchten. «Da es keine Hühner mehr für die Adoption gibt, müssen wir einen nach dem anderen enttäuschen», sagt Baumann frustriert. Deshalb bittet sie die Interessierten, keine Anfragen mehr zu stellen.

Dünnere Eierschale

Noch vor einer Woche sah die Situation für die Tiere ganz anders aus. Da sie in die Mauser kommen, hätten die Tiere getötet werden sollen. Während dieser Zeit erneuert sich das gesamte Federkleid. Weil das enorm viel Energie braucht, werden viele Funktionen reduziert – so auch die Eierproduktion. Nach der Mauser sind die Eier grösser und ihre Schalen dünner. «Die Eier sind dann für die Grossverteiler aus logistischen Gründen nicht mehr interessant», erklärt Beatrice Baumann.

Bauer Zollikofer ist zufrieden

Die Lösung fand die Tierhilfe Schweiz zusammen mit dem Bauern, dem die 2000 Tiere gehören. Während einer Woche konnten die Tiere auf dem Hof in Engwilen kostenlos abgeholt werden. Ein Tag bevor die Aktion enden sollte, sind nun alle Tiere weg. Der Landwirt ist zufriedenen mit der Adoptions-Aktion. «Wir freuen uns, dass wir alle Tiere in dieser kurzen Zeit abgeben konnten.»

(jeh)