St. Gallen

12. September 2019 11:36; Akt: 12.09.2019 14:01 Print

Tausende Kinderpornos auf PC von Kita-Betreuer

M. N. wird verdächtigt, sexuelle Handlungen mit Buben vorgenommen zu haben. Zudem hat er kinderpornografische Videos veröffentlicht.

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Anfang Jahr wurde bekannt, dass der St. Galler Kita-Betreuer M. N.* Buben sexuell missbraucht hat. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wurde nun Anklage gegen den 33-Jährigen erhoben – wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Kindern und der Verbreitung von Kinderpornografie.

«Im Zuge der Ermittlungen entstand der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte sexuelle Handlungen an mehreren Knaben unter sechs Jahren vorgenommen und dabei Videos erstellt hatte, die er zum Teil im Darknet verbreitete», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Mehrere Tausend Kinderpornos

N. wird gemäss Anklageschrift unter anderem vorgeworfen, einen der Knaben im privaten Rahmen, die anderen im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit in drei Kindertagesstätten im Kanton St. Gallen missbraucht zu haben. Des Weiteren soll der Beschuldigte insgesamt mehrere Tausend Videos und zehntausende Bilder mit kinderpornografischem Inhalt auf Datenträgern gespeichert haben.

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit in den Kindertagesstätten soll er zudem von mehreren Knaben sexuell motivierte Fotoaufnahmen gemacht und einen Teil davon anonymisiert online verbreitet haben.

Mehrjährige Haftstrafe

Zu wie vielen Missbrauchsfällen es kam, ist nach jetzigem Ermittlungsstand nicht bekannt. Es seien mindestens vier, heisst es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Die Daten mit den kinderpornografischem Inhalt wurden auf sämtlichen Datenträgern des Kita-Betreuers gefunden.

N. droht eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten sowie eine stationäre therapeutische Massnahme zur Behandlung der psychischen Störung. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall nun an das Kreisgericht St. Gallen übergeben.

* Name der Redaktion bekannt.

(woz)