Davos GR

27. Februar 2011 10:15; Akt: 28.02.2011 13:22 Print

Apnoe-Taucher stirbt nach Rekord-Test

Die Vorbereitung zu einem Weltrekordversuch im Tauchen ohne Sauerstoff unter Eis hat ein Todesopfer gefordert. Ein Mann blieb 2.45 Minuten unter Wasser. Er verstarb später im Spital.

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Die Taucher schnitten für ihren Rekordversuch im Streckentauchen sechs Sicherheitslöcher in verschiedenen Abständen in die Eisdecke des Davosersees. Drei sogenannte Apnoe-Taucher (ohne Sauerstoffflaschen) tauchten trainingshalber von Loch zu Loch.

Wie die Kantonspolizei Graubünden am Sonntag mitteilte, brachte der erste Taucher die ganze Strecke hinter sich. Der zweite tauchte bis 75 Meter. Der nachfolgende Taucher hätte nach 20 Sekunden beim 50-Meter-Loch auftauchen müssen. Als er nach 40 Sekunden nicht aufgetaucht war, tauchte ihm sein Vortaucher entgegen, fand ihn aber nicht.

Sofort trat ein Taucher mit Pressluftflasche in Aktion. Er fand den Vermissten und brachte ihn zum Ausstiegsloch. Wie die Kantonspolizei mitteilte, ergaben Ermittlungen, dass der Verunglückte 2 Minuten und 45 Sekunden unter Wasser war.

Im Spital verstorben

Der Mann wurde von der Rettungsflugwacht ins Kantonsspital Chur geflogen. Wie die Polizei mitteilte, starb der Mann dort am Sonntagvormittag. Der für Sonntag geplante Weltrekordversuch wurde abgesagt. Weitere Ermittlungen laufen.

Der Apnoe-Taucher Peter Colat aus Rafz ZH wollte im Davosersee den Guinessbuch-Weltrekord im sauerstofflosen Streckentauchen unter Eis brechen. Dieser ist in deutscher Hand und liegt bei 108 Metern. Beim Apnoe- oder Freitauchen tauchen die Athleten mit nur einem Atemzug möglichst tief oder weit.

(sda)